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02.08.2012

Salzburger Festspiele

Promis lauschten modern inszenierter "La Boheme"

Von der medialen Aufmerksamkeit her war es "die" Premiere des Salzburger Festspielsommers 2012: Der Aufmarsch an Prominenz blieb aber am Mittwochabend vor der Oper "La Boheme" trotz des "Hollywood-Imports" Teri Hatcher für den einen oder anderen Society-Reporter oder Schaulustigen etwas unter den Erwartungen.

So wartete die Schar vor dem Festspielhaus zum Beispiel vergebens auf den Anna-Netrebko-Fan Thomas Gottschalk, der sich in den letzten Jahren kaum eine Premiere der Diva entgehen hatte lassen.

Schon gut eine Stunde vor Beginn entwickelte sich ein beängstigendes Verkehrschaos in der Hofstallgasse, das letztlich sogar dazu führte, dass die Premiere mit ein paar Minuten Verspätung begann.

"Opernmusik ist für das Kind sicher gut", meinte die hochschwangere Leichtathletin Steffi Graf, die mit Ehemann und Superfund-Chef Christian Baha erschien. Ebenfalls unter den Gästen waren ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz mit Gattin Petra, "Life-Ball"-Organisator Gery Keszler mit Begleiter Stefan Schobesberger, Autorin Hera Lind mit Ehemann Engelbert Lainer und Baumax-Chef Karl-Heinz Essl mit Ehefrau Agnes.

Abschied ohne Lächeln
Und rechtzeitig vor der "Boheme" ist auch Netrebkos Mann Erwin Schrott in der Festspielstadt angekommen. Zwei Stunden vor der Premiere zog das Traumpaar der Opernwelt Hand in Hand durch die Hofstallgasse zum Festspielhaus, ehe die Sängerin in die Maske verschwand, um später als "Mimi" auf der Bühne des großen Festspielhauses immer wieder Szenenapplaus zu erhaschen. Erwin Schrott saß im Publikum und applaudierte mit. Er kam Dienstag in Salzburg an und zog mit Anna und Sohn Tiago ins Schloss Fuschl. Zuvor war Anna Netrebko fast sechs Wochen im Hotel Sacher einquartiert.

Weniger glücklich waren die Netrebko-Fans, die nach der Premiere vergeblich auf ihren "Star" vor dem Festspielhaus warteten. Die Diva verschwand nämlich ohne ein Lächeln in einer grauen Limousine Richtung Fuschl. In die Bresche sprang Rolando Villazon, der zur selben Zeit im Haus für Mozart den Alexander in "Il re Pastore" gesungen hatte: Er lächelte geduldig in die Kamera und schrieb fleißig Autogramme.


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