Mode & Beauty

Bonos Fair-Trade-Mode kommt aus China

Die Mission wurde von Anfang an laut verkündet: Edun will bei der Herstellung seiner Kleidung hauptsächlich afrikanische Farmer unterstützen und so den fairen Handel mit dem schwarzen Kontinent fördern. Doch wegen mangelnder Qualität und verspäteter Lieferungen wurden 75 Prozent der Produktion nach China und Peru ausgelagert.

Die Baumwolle kam aus Uganda, die Fertigung fand in Kenia, Tunesien und Tansania statt. Doch die Finanzkrise machte Edun schwer zu schaffen: Während im Jahr 2006 noch hunderte Geschäfte weltweit das Label führten, waren es im Vorjahr nur noch 67. Dazu kamen die Probleme mit der Qualität und den Lieferterminen.

"Es geht um das Produkt"
Deshalb verkaufte Bonos Frau und Edun-Mitbegründerin Ali Hewson 49 Prozent des Unternehmen an das Luxus-Label "LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton" für rund sechs Millionen Euro. Bislang hatte das Ehepaar selbst mehr als 15 Millionen Euro in seine Modefirma investiert.

Hewson rechtfertigte die Tatsache, dass nur noch 15 Prozent der Kleidungsstücke in Afrika produziert werden, mit ihrer Naivität: "Wir haben uns am Anfang zu sehr auf unsere Mission konzentriert. Es geht um die Kleidung, das Produkt. Es ist eine Modefirma. Das sollte an allererster Stelle stehen.“ Das klingt ganz so, als sei mittlerweile doch der Profit wichtiger, als der ursprüngliche Gedanke geworden.


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