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19.04.2010

Eva Poleschinski über Wiens Chance als Modemekka

Ihre Kollektionen präsentierte die Österreicherin bereits in Tokio und Paris. Eva Poleschinski gilt als kommender Fixstern am heimischen Designer-Himmel.

Eva Poleschinski

[ep_anoui]

[ep_anoui]

In der Steiermark aufgewachsen, besuchte Poleschinski nach der Matura die Modeschule Hetzendorf und weitere angesehene Modeschmieden in München und in London. Sie arbeitete für das Luxuslabel Emanuel Ungaro (USA) und gründete 2008 ihr Label [ep_anoui] mit Sitz in Wien. 2009 gewann sie den 'Steinecker Wedding Award' und ist seither für ihre zweite Linie "Sposa Toscana by Eva Poleschinski" verantwortlich, die bei Steinecker erhältlich ist.

Mit Heute.at sprach Eva Poleschinski über Zukunft, Inspiration und was es bedeutet sich als junge Designerin zu etablieren.

Heute.at:Gleich vorweg: Dein Label [ep_anoui] war bei der diesjährigen Romy Gala vertreten. Kannst du uns dazu mehr erzählen?
Poleschinski: Was mich besonders freut ist, dass Anna F. [ep_anoui] trägt. Ich kenne sie schon lange, weil wir in der Steiermark in die gleiche Schule gegangen sind. Es freut mich ganz besonders weil sie durch ihren persönlichen Stil dem Kleidungsstück eine ganz neue Note gibt und dieser Abend ein schöner Rahmen dafür ist.

Deine Kollektionen hast du bereits in Paris, Tokio und bei der Indie Fashion Week in den USA präsentieren können. Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Angestrebt ist heuer im Herbst noch mal in Paris zu präsentieren. Längerfristig sind ein paar andere Städte noch angedacht. [ep_anoui] soll immer internationaler werden und auch eine Vernetzung von Kulturen sein.

Du warst auf der Modeschule ESMOD in München und hast in den USA ein Praktikum bei Emanuel Ungaro absolviert. War es schwierig in der Branche Fuß zu fassen?
Ich wollte bereits mit 14 Mode machen und mir war es wichtig die Ausbildung im Ausland zu absolvieren um unterschiedliche Inputs zu bekommen. Das Praktikum in Amerika hat mir sehr viel gebracht. Dort hat man ein anderes Verständnis und einen stark differenzierten Zugang zu Mode. Danach war ich noch für einige Zeit in New York: Was gibt es da besseres für eine Studentin als bei der Fashion Week mitzuarbeiten und unterschiedliche Shows ansehen zu können? Die ganze Stadt lebt während der Fashion Week für die Mode. Das habe ich letztes Jahr auch in Wien so toll gefunden. Man hat wirklich gemerkt, dass während der Fashion Week die Stadt anders war.

Du hast [ep_anoui] auf der gerade erwähnten MQ Vienna Fashion Week präsentiert und wirst auch heuer wieder dabei sein. Kannst du uns schon mehr verraten?
Ich möchte, sofern alles aufgeht, eine Show präsentieren, beim Showroom Project mitmachen und freue mich schon sehr darauf. Ich finde es ganz wichtig, dass solche Dinge auch in Wien passieren. Im Moment merke ich, wie viele junge Leute etwas bewegen wollen und hoffe, sie bekommen dafür auch die Möglichkeit und den Zugang. Meiner Meinung nach ist das in Wien leider manchmal noch schwierig. Aber wir arbeiten daran und ich hoffe wir bekommen die Möglichkeit etwas zu bewirken.

2009 - nachdem du den Steinecker Wedding Award gewonnen hast- wurde 'Sposa Toscana by Eva Poleschinski', spezialisiert auf Abend- und Brautroben, gegründet. Was zeichnet dein zweites Label aus?
Ich versuche einen Mittelweg zu finden, aus innovativem Design und dem was möglichst viele Menschen anspricht. [ep_anoui] ist exklusiver und hochpreisiger. Natürlich gibt es auch durch meinen persönlichen Stil Parallelen bei den beiden Labels, aber sie stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Für mich ist es eine große Möglichkeit für ein Modehaus zu arbeiten, das so etabliert ist.

Am 15. März haben die Vienna Awards for Fashion & Lifestyle stattgefunden. Dort hast du deine aktuelle Kollektion "a promissing tomorrow" von [ep_anoui] präsentiert. Wie würdest du sie charakterisieren?
Begonnen wurde sie mit dunklen Elementen, die für Wirtschaftskrise und Zwänge, in denen sich der Mensch und die Gesellschaft befindet, stehen. Und geschlossen mit hellen und positiven Elementen. Schnüre, Fäden und Vögel sind Symbol für Freiheit und Ortswechsel und starker Bestandteil der Kollektion. So frei jeder Mensch individuell ist, man wird auch sehr stark durch das Umfeld geprägt und schwimmt manchmal einfach so mit. Auch etwas das sportivere, jugendlichere Element wurde hinzugefügt, es bleibt aber exklusiv und ich denke, dass diese Kollektion einen neuen Weg von [ep_anoui] eingeleitet hat.

TH

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