"Book Club": Kinostart, 14. September

25. August 2018 05:26; Akt: 24.08.2018 15:47 Print

Teenie-Schund mit Saufen, Sex und Siebzigjährigen

von Marianne Lampl - Diese billige Teenie-Komödie war weder billig, noch spielen Teenies mit. Stattdessen blamieren sich Jane Fonda und Diane Keaton.

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Mit aufgerissenen Mündern müssen die Schauspielerinnen zeigen, dass sich ihre Figuren freuen. In anderen Szenen versuchen sie Gefühle durch ihre Hände darzustellen. Die Gesichter sind total starr gebotoxt. Da kann selbst die beste Schauspielerin nicht mehr viel machen. Im Bild: Diane (Diane Keaton) und Sharon (Candice Bergen) Diane (Diane Keaton) verliebt sich in Pilot Mitchell (Andy Garcia). Leider hängen ihre Kinder (u.a. Alicia Silverstone), die sie wie einen Pflegefall behandeln an ihr wie ein Mühlstein Carol (Mary Steenburgen) will mehr Sex, ihr Mann aber nicht. Was macht man da? Natürlich, man mischt dem Liebsten im Geheimen Drogen ins Bier, was sonst? Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) kennen sich, seit sie Teenager sind. Sie haben sich in der Zwischenzeit auch nicht weiterentwickelt. Sharon (Candice Bergen) begegnet beim Date ausgerechnet ihrem Ex Tom (Ed Begley Jr.) und seiner neuen Freundin Doppelte Verlosungsparty: Sharons Sohn und ihr Exmann Tom (Ed Begley Jr.) werden beide heiraten, die Frauen sind ungefähr gleich alt Vivian (Jane Fonda, re.) und Carol (Mary Steenburgen, Mitte) bereiten Sharon (Candice Bergen) auf ihr erstes Date nach Jahrzehnten vor Vivian (Jane Fonda) schlägt als Buch für den gemeinsamen Club "50 Shades of Grey". Für die anderen mag der Stoff schockierend sein, für sie ist er Kinderkacke Diane (Diane Keaton) in der Rolle, die sie immer spielt. Diesmal musste sie sich nichtmal einen anderen Namen merken Sharon (Candice Bergen) wird von "50 Shades of Grey" aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Ansonsten ist sie Richterin am obersten Gerichtshof. Kein Wunder, dass sie sich Hilfe für ihr Leben in einem platten Bestseller suchen muss Carol (Mary Steenburgen) schenkt ihrem Mann Bruce (Craig T. Nelson) einen Tanzkurs - das hat er sich gewünscht wie eine Warze

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Vier Freundinnen, zwei blond, eine brünett, eine rothaarig - eine in der Justiz Tätige, eine männerverschlingende Schlampe, eine liebenswürdige Komplexlerin und eine konservative Romantikerin: Nein, es handelt sich nicht um "Sex and the City 3". Hollywood geht einen Schritt weiter und bringt ab 14. September "Book Club - Das Beste kommt noch" in unsere Kinos. Wir hoffen, die Traumfabrik hat recht. Denn schlechter geht es kaum.

Stirn niederspritzen, Mund aufreißen
Statt Sarah Michelle Gellar und Kim Catrall versuchen vier Klasse-Schauspielerinnen zwischen 65 und 80 dumme Teenies zu verkörpern. Diane Keaton (72), Jane Fonda (80), Candice Bergen (72) und Mary Steenburgen (65) haben einen Ruf - aber keine Mimik mehr. Das schauspielerische Gegenmittel zu Botox heißt offenbar Overacting. Münder müssen weit aufgerissen werden, um Erstaunen auszudrücken. Nachdenklichkeit wird gezeigt, indem man den Finger an den Mund legt. Ein Stirnrunzeln ist bei den vier einstigen Charakterdarstellerinnen schon lange nicht mehr möglich.

Jeder Darstellerin ihr Klischee
Spoiler: Das Overacting ruiniert den Film trotzdem nicht. Das erledigt das Drehbuch aus dem Klischee-Wurlitzer. Diane Keaton spielt die Rolle, die sie immer spielt. Diesmal heißt ihre Figur sogar Diane. Sie ist gehemmt, bis oben zugeknöpft, lieb und sexuell frustriert. Alle übrigen Frauenklischees werden von den drei anderen bespielt. Die vier Freundinnen kennen sich seit sie Teenager sind und haben sich seitdem geistig und emotional auch nicht weiterentwickelt. Sie haben nur mehr Geld.

Das Glück findet, wer notgeil ist
Der Plot von "Book Club" ist schnell erklärt. Pensionisten-Samantha bringt zum gemeinsamen Buchclub-Treffen "50 Shades of Grey" mit. Anfangs finden die anderen, der Bestseller sei unter ihrer Würde, dann verändert er aber ihr Leben. Jede der Frauen im Urgroßmutteralter wird notgeil und sucht sich einen Mann. Die, die bereits verheiratet ist, reanimiert ihr Liebesleben.

Book Club - Das Beste kommt noch: Trailer

Problemlösungen, wie sie das Leben schreibt
Probleme werden gelöst, wie es sonst nur B-Movie-Teenies tun. Dem Freund (oder in diesem Fall eben Ehemann seit Jahrzehnten) Drogen ins Bier zu mischen ist die Lösung, wenn man emotionale Probleme in der Beziehung hat. Wer Flugangst hat, steigt in ein winziges Uraltflugzeug, schnappt sich das Steuer und ist geheilt. Wer keine emotionale Beziehung aufbauen kann, schläft mit einem Mann, ohne den vertikalen Tango zu tanzen.

Weinkeller statt Bierbong
Dazu kommt viel, viel Alkohol. Statt Bierbong zu spielen kippen sich die gesetzten Tussis Weinkeller voller Bouteillen zwischen die Kiemen. (Wenn Sie das nicht glauben, schauen Sie sich die Fotoshow oben aufmerksam durch und suchen sie nach Bildern ohne Weinglas). Natürlich wird das trinkfeste Quartett nie betrunken. Kein Wunder, sie sind immerhin schon seit Jahrzehnten im Training.

Das ist der große Unterschied zu einem Teenie-Film
Der einzige Unterschied zwischen "Book Club" und einem echten Teeniefilm ist, dass unbekannte Jungschauspieler kaum Geld bekommen, Diane Keaton und Co jedoch schon. Deshalb blieb für Computeranimation und CGI kein Geld mehr. Das würde es in einem echten Teeniefilm nicht geben. Als eine Flugszene im Kino zum letzten Mal so billig aussah, konnte Jane Fonda noch die Stirn runzeln.

"Book Club - Das Beste kommt noch" kommt am 14. September ins Kino


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kerstin am 25.08.2018 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frustrierte Journalistin?

    Bitte wer hat diese verachtende Kritik geschrieben?? Alles andere als eine neutrale Kritik, würd ich meinen... abgesehen davon, spielte in Sex and the City nie eine SM-Gellar mit, sondern SJ-Parker... genaue Recherche wär vl angebracht... dieser Artikel klingt frustrierter als es ein Film je sein könnte...

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  • Catja am 26.08.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Objektivität erwünscht

    Kritik sollte so gut wie möglich objektiv, also sachlich sein und nicht subjektiv Orientiert. Ich nehme auch mal stark an, dass die hier agierende selbsternannte Filmkritikerin noch jüngeren Formats ist...

  • CarrieBuffy am 25.08.2018 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    SatC

    Sarah Michelle Gellar -- meintet ihr nicht vielleicht Sarah Jessica Parker ??? ;)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kate am 03.09.2018 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist der Autor?

    Diese Kritik ist ziemlich sicher noch schlechter als der Film selbst (und den habe ich noch gar nicht gesehen).

  • Catja am 26.08.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Objektivität erwünscht

    Kritik sollte so gut wie möglich objektiv, also sachlich sein und nicht subjektiv Orientiert. Ich nehme auch mal stark an, dass die hier agierende selbsternannte Filmkritikerin noch jüngeren Formats ist...

  • Kerstin am 25.08.2018 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frustrierte Journalistin?

    Bitte wer hat diese verachtende Kritik geschrieben?? Alles andere als eine neutrale Kritik, würd ich meinen... abgesehen davon, spielte in Sex and the City nie eine SM-Gellar mit, sondern SJ-Parker... genaue Recherche wär vl angebracht... dieser Artikel klingt frustrierter als es ein Film je sein könnte...

    • Kate am 03.09.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Missverstanden

      Irgendwas hat HEUTE hier missverstanden. Wenn ein Autor kritisiert, vor allem auf diese grottenschlechte und subjektive Art, dann sollte schon ein Name drunter stehen. Wenn man das Anonym nur unter dem Name Heute machen möchte, kann man das ja etwas neutraler und informativer gestalten.

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  • CarrieBuffy am 25.08.2018 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    SatC

    Sarah Michelle Gellar -- meintet ihr nicht vielleicht Sarah Jessica Parker ??? ;)