"Der Trafikant"

10. Oktober 2018 05:30; Akt: 09.10.2018 20:13 Print

Simon Morzé: "Hab mir oft einen Bürojob gewünscht!"

von Maria Dorner - Simon Morzé im "Heute"-Interview über seinen neuen Film, seine Anfänge als Schauspieler und warum er sicher nie handysüchtig wird.

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Simon Morzé am Set von "Der Trafikant" (Foto: Epo Film/Filmstills-Petro Domenigg)

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Nein, nicht für sich selbst, sondern für "wenigstens" ein Elternteil hat er sich den Bürojob gewünscht. Dank Mutter Petra Morzé wuchs Simon im Dunst der Burgkantine auf, auch Vater Stefan Matousch (†) umwehte seinen Buben gern mit Theaterluft.

Nun ist Simon an der Reihe, ab morgen spielt er an der Seite von Bruno Ganz (als Sigmund Freud) in "Der Trafikant" seine erste Kinohauptrolle (Landbub Franz Huchel startet 1937 in Wien eine Lehre als Trafikant und gerät so in die Wirren des aufkeimenden Nationalsozialismus). Der Talk:

"Heute": Könnten Sie sich vorstellen, dass Ihnen Ihre Mutter beim Drehen zuschaut?
Simon Morzé: Ich weiß nicht. Ich bin da so konzentriert. Wenn sie dabei wäre, käme ich in einen Selbstbeobachtungsmodus. Vielleicht, wenn’s nicht gerade die allerschwierigste Szene wäre.

"Heute": Zwei Schauspieler-Eltern. Eher Fluch oder Segen?
Morzé: Ich hab mir schon oft gedacht, warum nicht wenigstens einer einen Bürojob haben kann. Aber dieses Hineingleiten in den Beruf, das sie mir ermöglichten, war schon toll. Ich war als Kind schon immer in der Theaterkantine und hab mit neun Jahren zu drehen begonnen.

"Heute": Sind Sie Autodidakt geblieben oder kam dann irgendwann die Schauspielschule?
Morzé: Meine Ausbildung war das Filmedrehen. Aber das reicht mir nicht. Ich denke schon, dass eine Schule noch sein sollte.

"Heute": Ihre Filmfigur liebt Zeitungen. Sie auch, oder sind Sie von der Social-Media-Fraktion?
Morzé: Gar nicht. Ich hab das sehr zurückgefahren. Aber: Bei Zeitungen bin ich ein wenig verdrossen, weil ich nicht weiß, was das für Infos sind und wo die schon überall durchgelaufen sind, bevor sie bei mir am Küchentisch landen. Mit einzelnen kurzen Meldungen tu ich mir schwer, weil ich sie nicht einordnen kann. Ich bin eher ein Fan von Reportagen oder Essays. Das ist nachhaltiger und kann mein Bewusstsein schärfen.

"Heute": Die Gefahr der Handysucht besteht demnach nicht?
Morzé: Bestimmt nicht. Nur die Gefahr der Snake-Sucht. Ich hab nämlich ein Nokia-Handy.


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