Jakob Lena Knebl im mumok: "Oh ...."

14. März 2017 15:26; Akt: 15.03.2017 03:46 Print

Das Spiel mit Sinn und Sinnlichkeit

Jakob Lena Knebl lässt sich nicht festnageln. Weder auf Geschlechterklischees (sie heißt deshalb wie Opa UND Oma), noch auf Genres (sie verschränkt Mode, Kunst und Design). Und in einen philosophischen Diskurs braucht man sie erst gar nicht zu verwickeln. Für "Spaß und Sinnlichkeit" steht ihre mumok-Schau, deren Aufbau "Heute" am Dienstag crashen durfte.

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Jakob Lena Knebl lässt sich nicht festnageln. Weder auf Geschlechterklischees (sie heißt deshalb wie Opa UND Oma), noch auf Genres (sie verschränkt Mode, Kunst und Design). Und in einen philosophischen Diskurs braucht man sie erst gar nicht zu verwickeln. Für "Spaß und Sinnlichkeit" steht ihre mumok-Schau, deren Aufbau "Heute" am Dienstag crashen durfte.


"Um Begehrensräume, die klare Zuschreibung erschweren und Besuchern ein 'Oh...' jeglicher Tonalität entlocken sollen." Dafür jongliert die Künstlerin mit Wertigkeiten, verwandelt honorige Stücke der Sammlung in Kleiderpuppen und verbannt Heroen der klassischen Moderne als Tapetenmuster an die Wand.

Per Avatar dabei

Genial: Als projizierte Installation greift sie in die Schau ein und verändert vier Arbeiten. So wird eine hagere Giacometti-Skulptur gefüttert und der große Picasso lässig unter den Arm geklemmt. Per App können Fans vor Ort den Avatar dirigieren. 

Teuerstes Bild des mumok nur zögerlich in der Schau

Übrigens: Getreu ihrem Spiel mit Sinn und Sinnlichkeit räumte Jakob Lena Knebl der großen mumok-Ikone, Pablo Picassos "Femme assise à l'écharpe verte" (1960) nur zögerlich einen Platz in ihrer Ausstellung ein. Welcher es letztendlich geworden ist, erfahren Sie im Video:

Oh ... Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung 

mumok

16. März 2017 - 22. Oktober 2017