"Die große Chance"

18. Oktober 2012 12:29; Akt: 22.10.2012 15:26 Print

Rapper Sido prügelt Heinzl nach Live-Show K.O.!

Die erste Finalshow der "Die große Chance" ist über die Bühne gegangen und ein Überraschungskandidat hat die Herzen der Zuschauer für sich gewonnen. Richtig heftig wurde es aber, als die Kameras aus waren: Sido verpasste Society-Reporter Dominic Heinzl eine "Gerade".

storybild

(Bild: ORF/Ali Schafler)

Fehler gesehen?

ist über die Bühne gegangen und ein Überraschungskandidat hat die Herzen der Zuschauer für sich gewonnen. Richtig heftig wurde es aber, als die Kameras aus waren: Sido verpasste Society-Reporter Dominic Heinzl eine "Gerade".

"Was war das wieder für eine Live-Show Leute...", fragt sich sogar Moderatorin Doris Golpashin auf ihrem Facebook-Profil. Aber der Reihe nach: Alles fing recht harmlos an, als in der Live-Show von "Die große Chance" Rapper Sido den "Chili"-Reporter Dominic Heinzl als "Dominic Hampl oder wie der heißt" bezeichnete. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder kleinere Scharmützel zwischen den beiden.

Traditionell ist Heinzl einer der ersten, der Kandidaten und Jury interviewt, sobald die Kameras aus sind. Dieses Mal war ihm jedoch nicht nach plaudern zumute - wutentbrannt stürmte Heinzl auf Sido zu und verlangte eine Erklärung. Das wiederum brachte das Jury-Mitglied in Rage. Nach deftigen Worten schließlich der Eklat: Sido schlug zu, traf Heinzl im Gesicht und ließ ihn zu Boden gehen. Dann gingen Securities dazwischen.

Wie es nun weitergeht, ist vorerst offen. Weder Sido noch Heinzl waren bisher für eine Stellungnahme erreichbar. Gerüchten zufolge findet in der ORF-Führungsetage momentan ein Meeting statt, in dem entschieden werden soll, wie man weiter vorgeht. Der Vorfall könnte das Ende von Sidos ORF-Karriere bedeuten.

Und das war die Show:

Claus Durstewitz hätte eigentlich gar nicht auftreten sollen. Doch Eduard Babadost blieb im letzten Moment die Stimme weg. Er war verkühlt und den Regeln zufolge hätte er eigentlich ausscheiden sollen. Doch Claus meldete sich freiwillig und sprang - ohne Kostüm und ohne Probe - für ihn ein, damit Eduard seine "große Chance" doch noch bekommt. Diesen selbstlosen Einsatz belohnte das Publikum. Claus rührte mit seiner Opernarie "Nessun Dorma" die Zuschauer (und die Jury) zu Tränen. Deshalb bekam er auch die meisten Stimmen.

Die Tanz-Zwerge Petra und Christian (7 und 8) tanzten. Gegen Kinder kann man sich nur schwer durchsetzen und das süße Mädchen in rosa schlug ihre Konkurrentin, die kleine Laura, die auf Volksmusik im Dirndl setzte.

Das dritte und letzte Finalticket ging an die drei Burgenländer "Empty Flags", Sidos Favoriten.

Weiter geht es in einer Woche, wenn "Heute.at" das zweite Halbfinale wieder LIVE ab 20 Uhr tickert.

Ob Seilakrobaten, Sänger von Klassik über Volksmusik bis Pop-Punk und Soul, Skateboardkünstler, Kabarettisten, Drumartists oder Tänzer - das Publikum erwartet ein spannender Mix unterschiedlichster Talente und Performances.

"Live ist natürlich immer eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten", meint Moderator Andi Knoll vor der Show. "Ich bin schon sehr gespannt, was sich die Talente Neues einfallen lassen. Weil kennengelernt haben wir ja schon alle, jetzt geht's darum, noch besser zu sein!"

Doris Golpashin: "Live ist live, da müssen alle unter einem größeren Druck zeigen, ob sie ganz Österreich mit ihrem Talent verzaubern können - und auch die Jury."

Diese zehn Talente gehen an den Start:

The Austrian Skip Company:

Karina Sarkissova war bei der Castingshow von der elfköpfigen Gruppe aus Oberösterreich begeistert: "Es ist auf jeden Fall etwas, das bei der 'Großen Chance' noch nie da gewesen ist. Eure Choreographie und Performance ist mega-monster-mäßig bombastisch." Sogar Sido überzeugte die Leistung der Gruppe.

Eduard Babadost:

Der 52-jährige Schuster möchte mit seinem klassischen Gesang die Menschen glücklich machen. Bei Zabine hat es der Wiener mit russischen Wurzeln in der Castingshow geschafft. Für sie gehörte er bereits direkt nach seinem Auftritt ins Halbfinale und für Peter Rapp waren "Gänsehaut-Momente" dabei. Sogar bei Klassik-Verweigerer Sido kam der Schuhmacher gut an: "Bei mir ist viel angekommen. Deine bescheidene Art und die Stimme dazu, das macht sehr viel her."

Empty Flags:

Die burgenländische Pop-Punk-Band Empty Flags überzeugte mit ihrer eigenen Nummer "On the Edge". Peter Rapp in der Castingshow: "Ich bin schlichtweg begeistert!", und Zabine: "Ich fand es einfach lässig. Das ist eine Supernummer." Sido über die Performance: "Wenn ich euer Lied im Auto hören würde, dann würde ich lauter drehen und feiern."

Laura Kamhuber:

Die 13-Jährige zählt zu den jüngsten Sängerinnen - mit Zöpfen und Trachtenoutfit überzeugte das talentierte Mädchen in der Castingshow mit dem Titel "A Lausbua muass er sein". Das Ticket fürs Halbfinale erhielt Laura über die zweite Chance in Dominic Heinzls "Chili".

Petra und Christian:

Die Geschwister (sieben und acht Jahre alt) aus Oberösterreich wurden von den "Dancing Stars"-Profis Maria und Christoph Santner entdeckt. Sie trainieren zwei bis dreimal pro Woche und begeisterten die Jury bei der Castingshow mit ihrer tänzerischen Interpretation des Grease-Hits "You're the One That I Want". Zabine nach der Performance: "Wie süß seid ihr denn?", und Sido: "Da ist mir mein Herzerl aufgegangen und es hat zwischen euch mitgetanzt. Außerdem habe ich keinen Fehler gesehen."

Thomas Schneider:

Für Sido war der 18-jährige gelernte Zimmerer der beste Sänger seiner Castingshow: "Bei dir hat das irgendwie komplett gepasst. Und ich finde deine Stimme einzigartig." Zabine rührte Thomas' Auftritt zu Tränen und für sie stand fest, dass seine rockige Soulstimme nicht nur "unter die Haut geht, sondern auch ins Halbfinale." Für Peter Rapp war Thomas ein "höllischer Kerl".

The Skateboard-Masters:

Günter und Eddie leben als Straßenkünstler in Berlin: "Gemeinsam sind wir fast 100 Jahre alt!". Sido nach der Skateboard-Performance zu Michael Jacksons Hits: "Ich finde es einfach spektakulär, gerade weil ihr in einem fortgeschrittenen Alter seid und so gute Tricks habt. Und das machen auch junge Leute nicht so gut wie ihr."

Studio Percussion School:

Die Truppe, die aus elf Burschen und einem Mädchen im Alter zwischen 14 und 22 Jahren besteht, kommt aus der Steiermark und schwingt auf einzigartige Weise ihre Trommelschlägel. Die Studio Percussion School qualifizierte sich via zweite Chance in "Chili" für das Halbfinale.

Swingin' Crocs:

Die dreiköpfige Formation ist Mitglied eines Turnier-Boogie-Vereins und besteht aus dem 27-jährigen Manuel, Markus und Jessica, beide 24 Jahre alt. Das jahrelange Tanzen hat sich in der Castingshow gelohnt. Peter Rapp gefiel es "sehr, sehr, sehr gut" und auch Sido outete sich als Fan. "Ich möchte auch so tanzen! Also das soll mein Hochzeitstanz werden", lobte der Rapper das Trio.

Die Zupprmandor:

Das Duo Markus und Jochen begeisterte in der Castingshow die Jury mit einem kabarettistischen Lied und zeichnerischem Talent. Der Song handelte von einem Wellness-Besuch der Jury. Sido verstand sogar teilweise den Text und fand den Auftritt einfach nur "cool". Für Karina Sarkissova waren die beiden Südtiroler "einzigartig" und "voll leiwand".

Ablauf:

Am Freitag, dem 26. Oktober sowie am 2. November stehen die Halbfinalshows auf dem Programm. Jeweils zehn der 30 noch im Bewerb befindlichen Kandidatinnen und Kandidaten rittern um drei Finalplätze, die in jeder der drei Halbfinalshows vergeben werden.

Zwei Plätze vergibt das TV-Publikum mittels Televoting direkt. Für den dritten Finalplatz schlägt jedes Jurymitglied einen der zehn verbliebenen Talente vor - weiter kommt jener der vier Acts, der beim vorangegangenen Televoting die meisten Anrufe und SMS bekommen hat.