"Hysterical Literature"

25. März 2015 14:52; Akt: 14.06.2016 09:53 Print

50 Mio Klicks: Frauen haben beim Lesen Orgasmus

Sie heißen Amanda, Margaret oder Janet und lesen Bücher wie Clockwork Orange oderAmerican Psycho. Die Videos ihrer Lesungen haben schon mehr als 50 Millionen Klicks auf YouTube und kommen jetzt ins Museum. Der Grund: Die Vorleserinnen haben während ihres Vortrags einen Orgasmus, Künstler Clayton Cubitt filmte mit.

 (Bild: Clayton Cubitt)

(Bild: Clayton Cubitt)

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Sie heißen Amanda, Margaret oder Janet und lesen Bücher wie Clockwork Orange oder American Psycho. Die Videos ihrer Lesungen haben schon mehr als 50 Millionen Klicks auf YouTube und kommen jetzt ins Museum. Der Grund: Die Vorleserinnen haben während ihres Vortrags einen Orgasmus, Künstler Clayton Cubitt filmte mit.


"Hysterical Literature" (Hysterische Literatur) nennt sich das Kunstprojekt von Clayton Cubitt. Filmemacher und Photograf Cubitt aus New Orleans arbeitet an seiner Serie seit 2012, jetzt ehrt das Mass MoCA, das Massachusetts Museum of Contemporary Art die Kult-Serie. Vom 28.3 bis 1.1.2016 sind die Videos Teil der Ausstellung "Bibliothecaphilia".

Süchtigmachtend wie Serien: Fans schauen Folgen immer wieder

Das Prinzip ist einfach, das Ergebnis laut vielen Fans so süchtigmachend wie Serien a la "Onkel Charlie" und "Big Bang Theorie": Die Vorleserin sucht sich ihr Lieblingbuch aus, zieht an, worin sie sich wohl fühlt, setzt sich an einen Tisch und beginnt vorzulesen. Cubitt filmt in schwarz-weiß mit. Auf den ersten Blick wirkt alles sehr bieder, fast fade. Doch die Leserinnen reagieren ungewöhnlich. Nach einigen Sekunden oder Minuten werden sie unruhig, beginnen zu kichern oder verlieren den Faden beim Lesen. Der Grund: Unter ihrem Tisch sitzt jemand, der sie mit einem Vibrator ablenkt, bis sie zum Orgasmus kommen. Das sieht der Zuseher freilich nicht, er sieht nur das Ergebnis des Ablenkungsmanövers im Gesicht und der Körpersprache der Frau.

Vom Pornostar bis zur Berühmtheit: Unterschiedlichste Frauen lesen vor

Die Vorleserinnen sind äußerst verschieden, von Pornostar "Stoya" bis zur erfolgreichen Komikerin Margaret Cho machen unterschiedliche Typen mit. "Mir ist aufgefallen, dass die Wahl eines Buches sehr intime Rückschlüsse auf eine Person zulassen", erzählte Künstler Cubitt dem Magazin "Slate". "Das Vorlesen aus den Büchern erlaubte mir, den Kampf zwischen Geist und Körper, zwischen "hoher Kunst" und "niederen Bedürfnissen" zu zeigen".

im Mass MoCa (28.3. bis 1.1.2016)

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