Mit 81 Jahren

13. Juli 2018 17:05; Akt: 13.07.2018 19:31 Print

Kinderbuch-Autorin Christine Nöstlinger ist tot

Kinderbuch-Autorin Christine Nöstlinger ist gestorben. Sie starb im Alter von 81 Jahren. Das Begräbnis hat bereits stattgefunden.

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Die bedeutendste Kinderbuchautorin Österreich, Christine Nöstlinger, ist im Alter von 81 Jahren verstorben.

Das teilte die Familie der Autorin erst nach dem Begräbnis mit, das am heutigen Freitag stattfand. Sie starb bereits am 28. Juni in Wien-Ottakring, das Begräbnis fand im engsten Familienkreis in ihrem Geburtsbezirk Hernals statt.

Nöstlinger wurde am 13. Oktober 1936 in Wien-Hernals als Tochter eines Uhrmachers und einer Kindergärtnerin geboren. Sie schrieb über 150 Bücher, die in 30 Sprachen übersetzt wurden. Mit Figuren wie der "feuerroten Friederike" oder "Gretchen Sackmeier" hat sie internationale Klassiker geschaffen.

Zur Schriftstellerei kam sie aus Langeweile. Nach ihrem Studium der Gebrauchsgrafik an der Akademie für angewandte Kunst in Wien war sie Hausfrau und Mutter zweiter Töchter. Aus Langeweile zeichnete und schrieb sie 1970 "Die feuerrote Friederike". Der Text war so erfolgreich, dass sie weiterschrieb.

Die "Geschichten vom Franz" in vielen Bänden sorgten auch in der jüngeren Vergangenheit für hohe Auflagen. Neben den Kinderbüchern schrieb Nöstlinger auch Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke. 1979 kreiierte sie die Hörfunkerie "Dschi-Dschei-Wischer".

Auszeichnungen
Nöstlinger wurde 1984 der Hans-Christian-Andersen-Preis für ihr Lebenswerk, 1998 der Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln und 2003 der "Nobelpreis für Kinderliteratur", der Astrid-Lindgren-Preis verliehen. 2014 kam der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis dazu.

Oft verfilmt
Ihre Werke wurden auch oft verfilmt. Vom autobiografischen Roman "Maikäfer, flieg" (1973), dem Nachfolger "Zwei Wochen im Mai" (1981) über "Die Kinder aus dem Kinderkeller (1971), "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" (1972), "Ein Mann für Mama" (1972), "Rosa Riedl Schutzgespenst" (1979), "Der Hund kommt!" (1987) bis hin zu "Der Zwerg im Knopf (1989), "Anna und die Wut" (1990) und "Villa Henriette" (1996).



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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Drakensang am 13.07.2018 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unvergesslich!

    Christine, Du hast uns so viel gegeben, danke! Ruhe jetzt sanft!

  • rudi am 13.07.2018 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nöstlinger

    hörte täglich mit kindern im radio kultsendung " tschi tsche wischer "

  • Bils am 13.07.2018 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Rest in peace! Meine Kindheit wurde von von ihren Büchern geprägt

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Angel66 am 13.07.2018 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Sie war für mich als Kind sehr wichtig!

    Oooh, das macht mich sehr traurig....ich wünsche ihr in der "Anderswelt" ein glückliches Sein!!!....Auch unsere Familie liebte den Tschitscheywischer auf seinen Rollern....im Ö3 Wecker...jeden Tag in der Früh, vor dem Schule gehen!.... DICKES BUSSI liebe Christine Nöstlinger....auch danke für die süßen "Geschichten vom Franz"!...

  • Morgenmuffel Ö3 am 13.07.2018 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    R.i.p.

    Dschi Dschei Wischer ö3 morgens war damals ja was Besonderes, gab wenig Abwechslung im tristen Radio! Heute würde sowas keinen mehr jucken! Als ich seine Autorin dann in natura im TV sah, war i schon sehr enttäuscht und später noch viel mehr!

  • ..... am 13.07.2018 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in Frieden

    RIP Ruhe in Frieden eine ausgezeichnete Schriftstellerin die so manche verregnete Tage in meinen damaligen Sommerferien mit ihren Büchern verschönert hat. Ps beste Schriftstellerin meiner Kindheit:-(

  • Metatron am 13.07.2018 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P

    Den Spruch, dass man ihre Goschen einmal extra derschlagen wird müssen, hörte sie oft von der Großmutter. Als Kind spechtelte sie gerne in fremde Fenster und hörte den Leuten auf der Straße zu. Diese Nähe zum Alltag, zur echten Welt prägt ihre Geschichten. Ehrlich mussten sie sein und durften sich nicht anbiedern. Auch in der Sprache, die manchen Eltern hie und da zu deftig war.

  • Martin am 13.07.2018 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RIP

    Ihre Geschichten werden, weitere Generationen, lang bestehen..