Rückblick:

25. Dezember 2017 01:08; Akt: 25.12.2017 01:08 Print

Das waren die größten Kulturskandale 2017

Das Jahr 2017 erschütterte die Promi-und Kulturwelt, wie schon lange nicht mehr. Hier noch einmal die Top 10 der größten Skandale:

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Die Oscar Panne des Jahrhunderts: Faye Dunaway und Warren Beatty verkündeten den falschen Gewinnerfilm! Der Weinstein-Skandal erschütterte Hollywood und den Rest der Welt. Kunstvoll in die Pleite: Wo ist nur das ganze Geld geblieben? Da macht sogar Bill Cosby große Augen: Die Jury konnte sich ewig nicht auf ein Urteil einigen, der Prozess wurde auf Novmber verschoben. Die Volksbühne Berlin sorgte für ordentlich Wirbel, letzen Endes kam heraus: Der Großteil war inszeniert. auch so kann man für einen Skandal und Schlagzeilen sorgen. Ballett-Skandal: Bolschoi Theater sagte kurzfristig Aufführung um Nurejew ab. Es folgte ein weltweiter Skandal und Shitstorm. Vom Präsidententhron in den Sozialtod: Kevin Spacey büst gerade in der Hölle. Skandal um Felix Baumgartner und Corinna Milborn. Und warum? Wegen süßen Palmers-Osterhaserln. Die zwei zankten sich ganz ordentlich über die sozialen Netzwerke. Ein Volks-Rock'n Roller im ehrwürdigen Wiener Konzerthaus? Genau, das dachte sich auch Konzerthauschef Matthias Naske und ließ Gabalier nicht auf die Bühne. Gabalier klagte gleich zweimal. Einmal selbst wegen Beleidigung, einmal über sein Tonstudio weil die Aussage ihm finanziellen Schaden zugefügt hat. Naske soll danach von einer anonymen Person mit dem Umbringen gedroht worden sein. Karl Lagerfeld Shitstorm wegen seinen Flüchtlings-Sagern. Und Volksmuddi Angela hat er auch gleich noch beleidigt. Da wurde sogar dem Moderator übel. Lagerfeld hat sich damit ins Aus geschossen. Taylor Swift und ihr Anwalt Doug Baldridge beraten sich beim Prozess gegen ihren Po-Grapscher. Dieser verliert und muss 1 US-Dollar Schmerzensgeld an Swift zahlen. Filmfestspiele Cannes: Skandal um retuschiertes Cardinale-Plakat: Ein Cardinals-Fehler! Die Frau war doch eh dünn genug! Wenn sich zwei streiten freut sich der ECHO sicher nicht. Böhmermann und Campino haben es dennoch getan und sorgten bei den heurigen ECHOS für ein ordentliches Medien-Echo. ESC-Skandal wegen Einreiseverbot. Nun wird gegen beide Länder ermittelt. Gewonnen hat trotzdem Portugal. Volkstheater: Hier wurden nach der Ablöse von Michael Schottenberg beinahe die Hälfte der Belegschaft ausgetauscht, viele Schauspieler standen ohne Job da oder mussten sogar Stadt wechseln. Techniker, Bühnenarbeiter und Co inbegriffen. Mit Blessuren vom Sorgerechts-Kampf um seinen Sohn : Thicke musste sich gegen Missbrauchsvorwürfe wehren. Claus Peymann verlässt das Berliner Ensemble, jetzt ist alles neu am BE. Die Theaterwelt war wenig amused. Heftiger Shitstorm: Gigi Hadid ist in China "nicht mehr willkommen". Grund: Das US-Topmodel hatte zuvor hatte ein Videogepostet, in dem das Model offenbar Schlitzaugen macht.

Zum Thema
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Es war DER Skandal der Jahres: Die Enthüllung der Schandtaten von Harvey Weinstein trat international eine Medien-Lawine und daraus folgend die von Alyssa Milano initiierte "#metoo"-Kampagne los. Aber nicht nur der gefallene Hollywood-Mogul sorgte für skandalöse Schlagzeilen, auch Kevin Spacey, die Finanzmisere der documenta, Karl Lagerfeld und viele weitere Promis sorgten für ordentlich Wirbel.

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Hier noch einmal die Top 10 der kulturellen Skandale 2017:


FEBRUAR:
Film: Die Oscar-Panne des Jahrhunderts:

So etwas gab es in der gesamten Geschichte der Oscars noch nie: Die 89. Academy Awards endeten mit einem handfesten Skandal. Aufgrund eines vertauschten Umschlages wurde mit "La La Land" der falsche Film zum Sieger des Abends erkoren. Die Verantwortlichen hatten sich kurz darauf öffentlich für den Fehler entschuldigt und bekamen dafür lebenslanges Oscar-Verbot. Der Gewinnerfilm war übrigens "Moonlight".


MÄRZ:
Songcontest: Der "ESC"-Skandal

Der ESC 2017 hatte zwei Monate vor dem Finale in Kiew seinen ersten handfesten Skandal. Das Gastgeberland Ukraine verweigerte der russischen (im Rollstuhl sitzenden) Kandidatin Julia Samoilowa die Einreise. Obwohl die ESC-Verantwortlichen versuchten, zu vermitteln, durfte sie nicht auftreten. Der Eurovision drohte deswegen mit einer Strafe gegen beide Länder, die in einem Ausschluss vom Wettbewerb für bis zu drei Jahre gipfeln könnte. Das Verfahren läuft noch.

APRIL:
Models/Werbung: Kendall Jenner Pepsi-Skandal

Kendall Jenner (21) schien Anfang diesen Jahres den ganz großen Coup gelandet zu haben: Sie sollte das Gesicht für eine weltweite Kampagne der Cola-Marke Pepsi werden. Die ganze Sache ging jedoch mächtig schief! Grund: Denn der Clip, in dem Jenner aus einem Demo-Zug heraus einem Polizisten eine Softdrink-Dose reicht, verniedlichte und kommerzialisierte drängende Probleme der USA und der "Black Lives Matter"-Bewegung - er wurde nach einem Shitstorm zurückgezogen. Hunderte Twitter-User - darunter auch Madonna - wüteten. Viele machen sich über die Werbung lustig.


MAI:
Songcontest: Der "ESC"-Skandal

Der Skandal geht weiter. Während 26 Nationen um den Sieg in Kiew kämpften, war der Russland-Boykott und Kandidaten-Ausschluss der im Rollstuhl sitzenden Sängerin Julia Samoilowa noch lange nicht vom Tisch. Verantwortlich für das Einreiseverbot soll der ukrainische Geheimdienst SBU sein. Gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax sagte Geheimdienstsprecherin Jelena Gitljanskaja, dass Julia Samoilowa für drei Jahre nicht ins Land einreisen dürfe. Der Grund: Julia Samoilowa trat 2014 auf der im selben Jahr von Russland annektierten Halbinsel Krim auf, die bis dato zur Ukraine gehörte.


MAI:
CANNES: kleiner Skandal

Den ersten kleinen Skandal gab es bei der Pressekonferenz der Jury-Mitglieder: Pedro Almodovar, Jury-Präsident und selbst Regisseur, sprach sich dafür aus, dass jeder Film zuerst auf der großen Leinwand dem Publikum präsentiert werden sollte.

Vehementer Widerspruch kam da prompt von Schauspieler Will Smith. Der zweite Skandal wurde durch ein retuschiertes Plakat mit Claudia Cardinale für das Filmfest zum "Cardinale(n)-Fehler". Auf einer veröffentlichten Animation, die zwischen Original und Plakatmotiv wechselt, war der Unterschied deutlich zu sehen. In der bearbeiteten Version erscheinen Claudia Cardinales Oberschenkel und Taille dünner. Das französische Kulturmagazin "Télérama" schrieb, die Bildbearbeitung sei zu bedauern.


JUNI:
TV: Bill Cosby und die uneinige Jury

Im umstrittenen Sex-Prozess um TV-Star Bill Cosbys schmeißt dessen Anwalt unerwartet hin. Der Rückzieher von McMonagle bedeutet einen herben Rückschlag für den einstigen TV-Star, dem sexuelle Nötigung in rund 60 Fällen vorgeworfen wird. Da die meisten Vorfälle bereits verjährt sind, beschränkt sich der Prozess auf einen Fall aus dem Jahr 2004. Am 6. November wurde der Prozess neu aufgerollt. Die Zeitungen schrieben, Cosby würde eine Haftstrafe nicht überleben.


JULI:
Theater: Boschoi-Theater-Absage

Skandalös: Das weltbekannte Bolschoi-Theater kippte das Ballett von Jahrhundert-Tänzer Rudold Nurejew und sorgte damit für weltweites Aufsehen. Für den russischen Starregisseur Kirill Serebrennikow und die Tänzer am Bolschoi-Theater war es ein Schock. Am Abend vor der Premiere meistern sie noch eine begeisternde Generalprobe, am nächsten Tag setzt die Theaterleitung das Stück ab - kurz vor der Weltaufführung. "Das Bolschoi beschließt die Saison nicht mit der meisterwarteten Premiere, sondern mit einem beispiellosen Skandal", kommentierte die kritische Moskauer Zeitung "Nowaja Gaseta".


AUGUST:
Musik: Taylor Swift-Pograpscher-Prozess

Am 7. August startete der Prozess zwischen Taylor Swift (27) und David Mueller. Ihm wurde vorgeworfen, Taylors Po bei einem Fototermin begrapscht zu haben. Der Vorfall hatte sich im Juni 2013 zugetragen.
Mueller verlor seinen Job beim Radiosender, daraufhin reichte er Klage ein, weil Swift seinen Namen verunglimpft hätte. Die Sängerin ließ das nicht auf sich sitzen und legte Gegenklage ein. Swift gewann den Prozess, Mueller musste ein symbolisches Schmerzensgeld von einem US-Dollar bezahlen.


SEPTEMBER:
Kunst: Der "documenta14"-Skandal

Kunstvoll in die Pleite!
Die "documenta" in Kassel ist 2017 nur knapp einer Pleite entgangen. Kurz vor Ende fehlten sieben Millionen Euro. Der künstlerische Leiter, Adam Szymczyk, glänzte hauptsächlich durch Abwesenheit. Die Frage, die sich allseits stellt: Wo ist das ganze Geld geblieben? Neben seiner oftmaligen Abwesenheit, setzte Szymczyk ganze sieben Millionen Euro in den Sand.


OKTOBER:
Hollywood: Der Harvey Weinstein-Skandal

Aufstieg und Fall eines Hollywood-Moguls: Über vierzig Frauen warfen Harvey Weinstein bislang sexuelle Übergriffe vor. Die Polizei in Los Angeles hat im Oktober die Ermittlungen aufgenommen. Der einstige einflussreichste Filmproduzent versinkt auch weiterhin im Missbrauchs-Sumpf. Mitte Oktober zog Frankreich die ersten Konsequenzen und entzog Weinstein die französische Ehrenlegion. Kurz nach der Veröffentlichung der Vorwürfe wurde Weinstein von seinem Unternehmen entlassen und aus der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und anderen Berufsvereinigungen ausgeschlossen. Seine Frau Georgina Chapman gab daraufhin die Trennung bekannt. Politiker, wie Macron, distanzierten sich von ihm. In acht Fällen soll er sich mit Frauen außergerichtlich geeinigt haben.


OKTOBER/NOVEMBER:
Film: Der Skandal um Kevin Spacey

Anfang November bestätigte die Londoner Polizei, offiziell gegen den "House of Cards"-Star Kevin Spacey zu ermitteln. Scotland Yard liege eine Anzeige von einem Vorfall über einen sexuell Übergriff aus dem Jahr 2008 vor. Danach flog Spacey aus der Serie, wurde aus seinem eigenen Film geschnitten und nun wird "House of Cards" ohne ihn fortgesetzt. Kevin alleine zu Hause, ohne Job und mit viel Ärger.


NOVEMBER:
Mode: Skandal um Karl Lagerfeld-Aussage

Ein Interview mit dem Chanel-Boss sorgte für Aufregung, denn Flüchtlinge bezeichnete er als "die schlimmsten Feinde der Juden". Der in Deutschland geborene Designer mit Wahlheimat Frankreich erklärte im Bezug auf Flüchtlinge: "Selbst wenn Jahrzehnte dazwischenliegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen." Und: Angela Merkel habe das "Image einer Rabenmutter" und wolle durch ihre offenen Türen für Flüchtlinge nur von der Griechenland-Krise ablenken. Der französische Aufsichtsrat für Rundfunk (CSA) prüft nun, ob der Moderator eine Rüge erhält, weil er das Interview ohne Eingriffe zugelassen hat.



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(HH)

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