Beichte der Nackt-Künstlerin

06. Januar 2017 20:40; Akt: 06.06.2017 13:24 Print

Deshalb lässt sich Milo Moire zwischen die Beine greifen

Gerade eben hat sie ihren Nacktkalender 2017 veröffentlicht. Nun erklärt Nackt-Künstlerin Milo Moiré, wieso sie so gern provoziert und wo die Grenzen ihrer Kunst liegen. Außerdem verrät sie, was ihr langjähriger Freund und ihre Familie von ihren Nackt-Auftritten halten.

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Natürlich zeigt sich Milo Moire in ihrem Kalender "Solaris" wieder komplett nackt und in aufreizenden Posen.

"Solaris", so heißt der zweite Jahreskalender, den Milo Moiré war, hat die neue Ausgabe ihren Namen, weil Moire findet, ihre Anmut sei "der Sonne zugehörig".

Milo Moiré, gebürtige Schweizerin, will ihren richtigen Namen nicht verraten. Im vergangenen Jahr etwa lief sie mit Spiegel-Boxen herum und ließ sich  befummeln

Morddrohungen und Gefängnis
"Die Spiegel-Box wurde von den sexuellen Übergriffen aus der Silvesternacht in Köln von 2015 auf 2016 inspiriert. Ich wollte damit sagen, dass die Sexualität Regeln hat. Eklig fand ich es nicht, denn die Menschen mussten sich vorher ihre Hände desinfizieren. In dem Moment gelingt es mir, völlig abzuschalten. Mein Körper ist mein Werkzeug, die Idee steht im Vordergrund", sagt die 33-Jährige zu .

Wegen ihren provokanten Aktionen wurde Moiré schon zweimal verhaftet: in London und in Paris. Sie saß deswegen auch eine Nacht im Gefängnis. Morddrohungen habe sie auch erhalten, sagt sie. Noch ein Grund, wieso ihr echter Name ihr Geheimnis bleibt.

Was ihr Freund von ihrem ständigen Nacktheit hält
Die Wahl-Düsseldorferin war nicht immer so freizügig. Sie arbeitete zuvor als Lehrerin und studierte dann Psychologie. Die US-Künstlerin Carolee Schneemann (77) habe sie dann zur Nacktheit gebracht, so Moiré. "Die hatte sich beim Sex mit ihrem Lebensgefährten gefilmt und das etwas verfremdet gezeigt. Und sich später auch mal nackt in Fleisch gewälzt." Die Bilder ihrer verrückten Aktionen schießt stets ihr langjähriger Lebensgefährte Peter Palm. Wie tolerant muss ein Mann an Moirés Seite sein? "Die Spiegel-Box-Performance war jetzt nicht seine liebste, klar. Wir sind aber auch eher geistig verbunden, und er versteht, dass es Kunst ist", erklärt Milo bei Bild.de.

Grenzen der Nacktheit
Auch ihre Familie habe eine Weile gebraucht, um sich an das außergewöhnliche Leben der Tochter zu gewöhnen, gesteht Moiré. "Ich sag mal etwa ein Jahr. Die mussten sich damit anfreunden, dass ich sehr oft nackt bin. Aber inzwischen gehen sie eher locker damit um und machen sich weniger Sorgen." Körperliche Grenzen kennt die Schweizerin also nicht. Moralische hingegen schon: "Ich würde nie in einem Land performen, in dem ich mit der Todesstrafe rechnen muss."

(lam)

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