Deutscher Buchpreis 2017

09. Oktober 2017 19:00; Akt: 09.10.2017 19:16 Print

Deutscher Buchpreis: Robert Menasse gewinnt!

von Hillevi Hofmann - Der österreichische Autor Robert Menasse ist der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017 .

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"Wie schafft man es heutzutage, Menschen für Bücher zu begeistern? Bei einem Überangebot an Möglichkeiten..."

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Noch nie gab es so viele Einreichungen wie in diesem Jahr!


Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse zeichnet die "Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung" jährlich den deutschsprachigen "Roman des Jahres" aus. Ziel des Preises ist es, sich über Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit für deutschsprachige Autoren und deren Werke zu verschaffen.

Preis des Buchhandels
Verlage können sich (mit ihren jeweiligen Titeln) direkt um eine Auszeichnung bewerben. Das besondere daran: Auch Titel, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch in der Produktion befinden, sind zum Auswahlverfahren zugelassen! Darüber hinaus steht der Deutsche Buchpreis für eine garantiert unabhängige und kompetente Preisträgerermittlung. Sieben Juroren prüfen alle eingereichten und den Teilnahmekriterien entsprechenden Bücher aufs gewissenhafteste.

Unabhängigkeit und Transparenz
Um größtmögliche Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, hat der Vorstand des Börsenvereins die elfköpfige "Akademie Deutscher Buchpreis" einberufen, der zahlreiche Vertreter der Buch- und Medienbranche angehören. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Wahl der jährlich wechselnden Jury, die den jeweiligen Preisträger ermittelt. Der Deutsche Buchpreis wird zusätzlich von Partnern außerhalb der Branche unterstützt. Förderer des Deutschen Buchpreises sind unter anderem die Deutsche Bank Stiftung. Unterstützt wird der Preis außerdem von der Frankfurter Buchmesse und der Stadt Frankfurt am Main.

2014 feierte der Deutsche Buchpreis sein zehnjähriges Bestehen. Und auch mit 13 Jahren hat der Deutsche Buchpreis nichts an seiner Exklusivität verloren.


Das waren die Termine 2017 bisher:

7. Februar: Beginn der Ausschreibung
29. März: Ende der Ausschreibung
15. August: Bekanntgabe der Longlist
12. September: Bekanntgabe der Shortlist
9. Oktober: Preisverleihung (18 Uhr)


Das sind die sechs Finalisten:

Die Jury hat bereits sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017 ausgewählt:

- Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September
2017)
- Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
- Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
- Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)
- Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)
- Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)

Katja Gasser vom Österreichischen Rundfunk:
„Angesichts unserer Endlichkeit seien wir verpflichtet, kühn zu denken, hat Imre Kertész einmal geschrieben. Kühnes Denken: das ist es, was die Texte der Shortlist miteinander verbindet – bei aller thematischen und ästhetischen Unterschiedlichkeit. Allen gemeinsam ist das Bewusstsein, dass ernsthaftes literarisches Tun immer auch ein Brechen mit herrschenden Ordnungen im Sprechen, Denken und Fühlen bedeutet. Thematisch ist es die Frage danach, wer ‚wir‘ sind und wer ‚wir‘ sein wollen, die viele der Texte zusammenhält – womit auch Europa auf den Plan kommt. Und es besteht nach der Lektüre kein Zweifel: die Idee Europa, sie steht immer, im Besonderen gegenwärtig, auf dem Spiel, und es ist an uns Zeitgenossen, verantwortlich, und das heißt auch kühn, zu handeln“, sagt Katja Gasser, Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2017.

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 erschienen sind.

Der Gewinner: Robert Menasse mit "Die Hauptstadt" (Suhrkamp, September 2017)

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