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02. Oktober 2017 11:53; Akt: 10.10.2017 13:09 Print

Die NESTROY-Preisverleihung 2017

von Hillevi Hofmann - Die 18. NESTROY-Gala geht am 13. November im Wiener Ronacher über die Bühne. Die NESTROYs werden in 13 Kategorien vergeben, der Preis für‘s Lebenswerk geht an Kirsten Dene.

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40 Nominierte und drei bereits fixe Preisträger in 13 Kategorien stehen am 13. November 2017 im Mittelpunkt der heurigen NESTROY-Gala.

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"Lebenswerk-Nestroy" für Kirsten Dene
"Das ganze Jahr über treten Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne, um uns ein Stück ihrer Welt zu schenken. Der NESTROY (Preis) würdigt die herausragenden Leistungen dieser Menschen und feiert einmal mehr die ungeheure Vielfalt des Theaters und seiner Protagonisten. Talentiert, politisch, unterhaltsam, innovativ, scharfsinnig oder urban sind nur einige der vielen Schlagwörter, um die diesjährigen Nominierten zu beschreiben, denen große Wertschätzung gebührt. Mit der Auszeichnung an die vielgeliebte Kirsten Dene für das Lebenswerk würdigt der NESTROY eine Living Legend der Wiener Theaterkunst“, so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

Die Bedeutung des Theaters in Worten
„Auf den Bühnen unseres Landes wird weit mehr als bloße Unterhaltung oder reine Ästhetik geboten. Vielmehr sind die Theaterhäuser gesellschaftspolitische Institutionen und ein wesentliches Instrument der Aufklärung. Es sind Orte an denen Diskurse noch mehr Platz und Zeit haben, als die 140 Zeichen die Twitter so anbietet. Die analogen Welten des Theaters wären allerdings seelenlos ohne die vielen leidenschaftlichen Künstlerinnen und Künstler, die tagtäglich mit großartigen Leistungen begeistern. Es freut mich besonders, dass diese Leidenschaft auch heuer wieder mit den NESTROY-Preisen vergoldet wird,“ so Kunst- und Kulturminister Thomas Drozda über die Wichtigkeit der Theater.

Die sind bereits fix
Zwei weitere NESTROY-Preise sind ebenfalls bereits offiziell fixiert: Der Preis für die „Beste Ausstattung“ geht an die deutsche Bühnenbildnerin Katrin Brack für „Carol Reed“ und „der herzerlfresser“ im Akademietheater, der NESTROY-Autorenpreis für das „Beste Stück“ geht an den US-amerikanischen Schriftsteller und Schauspieler Ayad Akhtar für „Geächtet“ im Burgtheater.

Das ist die Jury
Die Kritiker-Jury bestehend aus Karin Cerny, Peter Jarolin, Eva Maria Klinger, Wolfgang Kralicek, Petra Paterno, Ronald Pohl, Lothar Schreiner und Jury-Vorsitzenden Karin Kathrein hat sich eine Saison lang auf Entdeckungsreise durch die Theater begeben und für die diesjährige Gala wieder viel Interessantes aufgespürt.

Der Nestroy-Publikumspreis
Für den NESTROY-ORF-III-Publikumspreis, präsentiert von den Österreichischen Lotterien, werden insgesamt zwölf Schauspieler und Schauspielerinnen zur Wahl stehen. Die Abstimmung beginnt am Montag, den 23. Oktober und endet am Sonntag, den 12. November, um 0.00 Uhr. „Kultur Heute“ stellt ab 24. Oktober täglich um 19.50 Uhr die Nominierten mit interessanten Kurzporträts vor.

Die große Gala
Die Verleihung findet am Montag, den 13. November statt und wird auf ORF III live-zeitversetzt ab 20.15 Uhr in voller Länge übertragen. Die Höhepunkte der Verleihung werden dann im Rahmen des Kulturmontags auf ORF2 gezeigt.


Das sind die Nominierten:

-) Lebenswerk: Kirsten Dene

-) Bestes Stück – Autorenpreis: Ayad Akhtar für „Geächtet“, Burgtheater

-) Beste Ausstattung: Katrin Brack für „Carol Reed“ von René Pollesch und „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz, Akademietheater

-) Beste Schauspielerin:

- Lina Beckmann als Rose Bernd in „Rose Bernd“ von Gerhart Hauptmann, Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg
- Gerti Drassl als Gina Ekdal in „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt
- Andrea Jonasson als Freifrau Sophie von Essenbeck in „Die Verdammten“ nach dem gleichnamigen Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt
- Evi Kehrstephan als Célimène in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Christiane von Poelnitz als Josephine Krüger in „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Burgtheater, und als Atossa in „Die Perser“ von Aischylos, Akademietheater

Bester Schauspieler:

- Lukas Holzhausen als Alceste in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Roland Koch als Philipp Klapproth in „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Burgtheater
- Joachim Meyerhoff in „Die Welt im Rücken“ nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Melle, Akademietheater
- Tobias Moretti als Jedermann in „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal, Salzburger Festspiele
- Steven Scharf als John Proctor in „Hexenjagd“ von Arthur Miller, Burgtheater

Beste Nebenrolle:

- Alexander Absenger als Baron Martin von Essenbeck in „Die Verdammten“ nach dem gleichnamingen Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt
- Tonio Arango als Er in der Uraufführung „Lenya Story - Ein Liebeslied“ von Torsten Fischer und Herbert Schäfer, Kammerspiele der Josefstadt
- Rainer Galke als Oronte in „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Birgit Stöger als Arsinoé in „Der Menschenfeind“ von Molière und als Erna in „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth, Volkstheater
- Eduard Wildner als Habakuk in „Der Alpenkönig und Menschenfeind“ von Ferdinand Raimund, Raimundspiele Gutenstein

Beste Regie:

- Jan Bosse mit „Die Welt im Rücken“ nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Melle, Akademietheater
- Elmar Goerden mit „Die Verdammten“ nach dem Film von Luchino Visconti, Theater in der Josefstadt
- Mateja Koležnik mit „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt

Bester Nachwuchs weiblich:

- Felicitas Franz als Annie Sullivan in „The Miracle Worker“ von William Gibson, Theater der Jugend
- Carolin Knab als Janne in „Hose Fahrrad Frau“ von Stefan Wipplinger, Volx/Margareten (Volkstheater)
- Maresi Riegner als Helen Keller in „The Miracle Worker“ von William Gibson, Theater der Jugend und als Hedvig in „Die Wildente“ von Henrik Ibsen, Theater in der Josefstadt
- Alina Schaller als Shirley in „Hangmen (Die Henker)“, österreichische Erstaufführung von Martin McDonagh, Volx/Margareten (Volkstheater)
- Miroslava Svolikova als Autorin von „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“, Uraufführung, Schauspielhaus Wien

Bester Nachwuchs männlich:

- Jakob Elsenwenger als Tom Ripley in „Der talentierte Mr. Ripley“ von Patricia Highsmith, Theater der Jugend
- Felix Hafner als Regisseur für „Der Menschenfeind“ von Molière, Volkstheater
- Simon Jensen für mehrere Rollen in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare, Burgtheater
- Franz-Xaver Mayr als Regisseur für „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“ von Miroslava Svolikova, Uraufführung, Schauspielhaus Wien
- Merlin Sandmeyer in „Platons Party“, zwei Dialoge von Platon, und als Kerkermeister in „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare und in „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz, Akademietheater

Spezialpreis:

- Das Bronski & Grünberg Theater, Kaja Dymnicki, Julia Edtmeier, Salka Weber und Alexander Pschill für die Initiative von Schauspielern für Schauspieler
- Doris Uhlich und Michael Turinsky für Inklusion auf Augenhöhe in der Performance „Ravemachine“, Koproduktion von brut und WUK performing arts mit insert (Theaterverein)
- „Kasimir und Karoline“ von 600 Highwaymen nach Ödön von Horváth, Inszenierung Abigail Browde und Michael Silverstone, für die Neuerfindung eines Klassikers

Beste Off-Produktion:

- „HOLODRIO. Lass mich Dein Drecksstück sein!“ nach André Heller, Inszenierung Thomas Gratzer, Theater Rabenhof
- „JA, EH! Beisl, Bier und Bachmannpreis“ von Stefanie Sargnagel, Inszenierung Christina Tscharyiski, Theater Rabenhof
- „Macht und Rebel“ nach dem Roman von Matias Faldbakken, österreichische Erstaufführung, Inszenierung Ali M. Abdullah, WERK X

Beste deutschsprachige Aufführung:

- „Drei Schwestern“, Schauspiel von Simon Stone nach Anton Tschechow, Inszenierung Simon Stone, Theater Basel
- „Die Räuber“ von Friedrich Schiller, Inszenierung Ulrich Rasche, Residenztheater München
- „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe, Inszenierung Frank Castorf, Volksbühne Berlin

Beste Bundesländer-Aufführung:

- „Der Auftrag: Dantons Tod“ mit Texten aus Heiner Müllers „Der Auftrag“ und Georg Büchners „Dantons Tod“, Inszenierung Jan-Christoph Gockel, Schauspielhaus Graz
- „Ein Sommernachtstraum oder Badewannengriffe im Preisvergleich“ von Kurt Palm, Uraufführung, Inszenierung Kurt Palm, Theater Phönix, Linz
- „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller, Inszenierung Stephanie Mohr, Stadttheater Klagenfurt

Die Moderatoren:
Publikumspreisträger 2016 Nikolaus Habjan mit seiner Partnerin Manuela Linshalm sowie Burgschauspielerin Regina Fritsch moderieren die Gala am 13. November im Wiener Ronacher.

Aha!
Alina Schaller ist übrigens als "Shirley" in "Hangmen" die jüngste je nominierte Schauspielerin!

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