Leopold Museum

02. März 2018 14:46; Akt: 08.03.2018 12:24 Print

Die große Schiele-Schau: Das müssen Sie wissen

Das Leopold Museum trumpft zum Egon-Schiele-Jubiläumsjahr auf. Der Fahrplan zu den großen Ausstellungen.

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Egon Schiele, Liegende Frau, 1917 © Leopold Museum, Wien, Inv. 626 EGON SCHIELE, Selbstbildnis mit Lampionfrüchten, 1912 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien EGON SCHIELE, Der Häuserbogen II (?Inselstadt?), 1915 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien ANTON JOSEF TR?KA, Egon Schiele mit verwobenen Fingern und gesenktem Blick, 1914 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Als Schiele die "Tafelrunde" malte, saß er (in weiß) im Zentrum, ihm gegenüber Gustav Klimt ... Egon Schiele, Die Freunde (Tafelrunde), um 1918 © Privatsammlung, Courtesy Richard Nagy Ltd., London/ Foto: Private Collection, Courtesy Richard Nagy Ltd., London .... Als aus der Tafelrunde ein Plakat für die Secession wurde, blieb Klimts Sessel leer. Er war in der Zwischenzeit gestorben. Egon Schiele, ?Tafelrunde?. Plakat für die 49. Ausstellung der Wiener Secession, 1918 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Moa zeigt noch deutliche Anklänge an Klimts Werk, zu erkennen am ornamentalen Gewand. Der Stil ist aber schon durch und durch Schiele Egon Schiele, Moa, 1911 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2310 EGON SCHIELE, Sitzender Männerakt (Selbstdarstellung), 1910 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien Egon Schiele, Gustav Klimt im blauen Malerkittel, 1913 © Privatbesitz Egon Schiele, Dreifache Selbstdarstellung, 1911 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Tote Mutter I, 1910 © Leopold Museum, Wien, Inv. 475 Egon Schiele, Männlicher Unterleibstorso, 1910 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Lesbisches Paar, 1914 © Privatbesitz, Wien/ Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger EGON SCHIELE, ?Stadt Stein? II, 1913 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Sich aufstützende Frau in Unterwäsche, 1917 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Liebespaar, 1913 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Kauernde mit grünem Kopftuch, 1914 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Herbstbaum in bewegter Luft (»Winterbaum«), 1912 © Leopold Museum, Wien, Inv. 449 EGON SCHIELE, Entschwebung (»Die Blinden« II), 1915 © Leopold Museum, Wien, Inv. 467 EGON SCHIELE, ?Versinkende Sonne?, 1913 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien Egon Schiele, Kniender Selbstakt, 1910 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger Egon Schiele, Kardinal und Nonne ("Liebkosung"), 1912 © Leopold Museum, Wien, Inv. 455 EGON SCHIELE, »Blinde Mutter«, 1914 © Leopold Museum, Wien, Inv. 483 Egon Schiele, Selbstbildnis in gestreiftem Hemd, 1910 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1458 Ausstellungsansicht "Egon Schiele, 2018 © Leopold Museum, Wien/Foto: Lisa Rastl Ausstellungsansicht "Egon Schiele, 2018 © Leopold Museum, Wien/Foto: Lisa Rast Ausstellungsansicht "Egon Schiele, 2018 © Leopold Museum, Wien/Foto: Lisa Rastl Ausstellungsansicht "Egon Schiele, 2018 © Leopold Museum, Wien/Foto: Lisa Rastl

Zum Thema
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1918 ist Egon Schiele - viel zu jung mit 28 Jahren - an der Spanischen Grippe gestorben. Er hat sich höchstwahrscheinlich bei seiner Frau angesteckt. Sie starb, im 6. Monat schwanger. Schiele selbst starb nur drei Tage später - am Tag ihres Begräbnisses.

"Der Krieg ist aus und ich muss geh'n. Meine Gemälde sollen in allen Museen der Welt gezeigt werden",
notierte Adele Harms die Abschiedsworte ihre Schwagers Egon Schiele. Hundert Jahre später hat sich das bewahrheitet - und Österreich feiert das 100. Jubiläum seines Todes. Das Leopold Museum im Museumsquartier ist der Nabel des Schiele-Universums. Zum Jubiläumsjahr wird dort aus allen Rohren gefeuert.

Eine Schau, mehrere Ausstellungen - mehrmals hingehen lohnt sich
Zur Zeit laufen im Leopold Museum zwei Ausstellungen, die große Jubiläumsschau (bis November) und ergänzend "Schiele - Brus - Palme" (bis Mitte Juni). Es zahlt sich aus, die große Schau im Laufe der Monate mehrere Male zu besuchen, denn sie wird sich im Laufe der Monate ändern. Manche Bilder verschwinden, andere kommen dazu. Zur Zeit sind 60 Ölgemälde und 60 Bilder auf Papier ausgestellt. Werke aus dem eigenen Bestand werden durch Leihgaben (z.B. aus den USA, aber auch aus privaten Beständen) ergänzt, wie Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger und Diethard Leopold, Sohn des Kunstsammlers und Museums-Namensgebers, erklärten.

Tipp: Schätze in den Schaukästen
Zusätzlich zu den Bildern werden Briefe, Fotos und persönliche Gegenstände gezeigt. Diese übersehen Besucher gern, so Diethard Leopold. Doch das ist ein Fehler, verraten sie doch viel über das Leben Schieles. Im gezeigten Brief an seine Mutter schreibt Egon Schiele über sein Interesse an Akten von jungen Mädchen und Buben.

Bilder der Ausstellung SCHIELE - BRUS - PALME
SCHIELE - BRUS - PALME. ABSTURZTRÄUME

Schieles Erben regen noch immer auf
Einen Stock unter der großen Schau, im Grafischen Kabinett, werden Zeichnungen Schieles denen seiner künstlerischen Erben Günter Brus und Thomas Palme unter dem Titel "Schiele - Brus - Palme" gegenübergestellt. Nicht nur Schiele selbst landete wegen seiner Kunst - und deren volksgefährdender Wirkung - vor Gericht. Günter Brus ging genauso. Er wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem er und andere 1969 im großen Hörsaal der Uni Wien u.a. auf die österreichische Fahne masturbierte. Die Aktion "Kunst und Revolution" sorgte unter dem von der "Kronenzeitung" vergebenen Schmäh-Titel "Uni-Ferkelei" für Aufregung.

Thomas Palme (geboren 1967) teilt mit seinen beiden Vorgängern eine ähnlich obsessive Zeichenwut. In 17 Jahren fertigte er 18.000 Zeichnungen an. Zum Vergleich: Schiele brachte es in 10 Jahren auf 3.500, Günter Brus in 50 Jahren auf 40-50.000. Unter den Themenschwerpunkten - Körper - Sexualität - Provokation werden Arbeiten der drei Künstler im grafischen Kabinett des Leopold Museum nebeneinander gezeigt.

EGON SCHIELE
Die Jubiläumsschau
23.02.2018 – 04.11.2018

SCHIELE – BRUS – PALME
03.03.2018 – 11.06.2018

Beide im Leopold Museum - mehr Infos HIER

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(lam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • katja am 03.03.2018 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    pornographie pur!

    die ausstellung gehört in einen sex-shop!

  • Franz am 03.03.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Demonstrativ wegschauen

    Ordinär - nicht neckisch. Und das Untergestell schaut aus wie von einem Bauarbeiter. (Entschuldigung an alle Bauarbeiter)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • katja am 03.03.2018 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    pornographie pur!

    die ausstellung gehört in einen sex-shop!

  • Franz am 03.03.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Demonstrativ wegschauen

    Ordinär - nicht neckisch. Und das Untergestell schaut aus wie von einem Bauarbeiter. (Entschuldigung an alle Bauarbeiter)