Mega-Schau im KHM

02. Oktober 2018 06:30; Akt: 02.10.2018 09:00 Print

10 Dinge, die Sie über Bruegel wissen sollten

von M. Dorner - Man nannte ihn "Bauern-Bruegel", legte für seine Kunst aber schon zu Lebzeiten ordentlich ab: Am 2.10. startet in Wien die weltweit größte Schau über den Meister.

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Am 2.10. startet die weltweit größte Bruegel-Schau im Wiener KHM - wir wissen, was Sie darüber wissen sollten. Pieter Bruegel d. Ältere (1525/30 - 1569) ist der größe niederländische Meister des 16. Jahrhunderts. Im Foto: "Dulle Grie" Aus seiner Hand haben sich nur bis heute nur knapp über 40 Gemälde, 60 Zeichnungen und 80 Grafiken erhalten. Im Foto: "Der Triumph des Todes" Auf dem Sterbebett (er war ca. 40) bat Bruegel seine Frau, seine kritischen Bilder zu verbrennen, damit sie nicht darunter zu leiden habe. Sie warf aber zum Glück nur ein paar ins Feuer. Im Foto: "Bauernhochzeit" Die Bruegel-Schau im Wiener KHM ist mit 90 Werken die weltgrößte aller Zeiten. Direktorin Sabine Haag: "Das haben wir nicht zu hoffen gewagt!" Im Foto: "Kampf zwischen Fasching und Fasten" - das "Wimmelbild" soll Betrachter dazu animieren, die Detailvielfalt wahrzunehmen. Dank Timeslot-System (Premiere!) wird der Kustgenuss im KHM so unmittelbar wie möglich gemacht. So muss nicht aus der zehnten Reihe geschielt werden. Im Bild: "Zwei angekettete Affen" Das KHM selbst besitzt 12 Tafelbilder. Röntgen- und Infratrotaufnhamen sowie Pigmentanalysen zeigten, dass sich unter den Malschichten bisher kaum erforschte Zeichnungen verbergen. Im Bild: "Die Heuernte" Das begleitende Fotoprojekt "Inside Bruegel" erlaubt Fans, diese 12 Tafelbilder online detailliert zur erforschen. Zu Lebzeiten hieß er "Pieter der Drollige" oder abfällig "Bauern-Bruegel" - zu Unrecht, da unter seinen bekannten Gemälden nur drei Bauernsatiren sind. In Museen und Privatsammlungen zählen die Werke Bruegels zu den kostbarsten und fragilsten Beständen. So fragil, dass die drei weltweit erhaltenen auf "Tüchlein" gemalten Werke gar nicht ausgeliehen werden.

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"Wir haben nie zu hoffen gewagt, beinahe 30 Gemälde und fast die Hälfte der Zeichnungen und Druckgrafiken ausstellen zu können", freut sich KHM-Direktorin Sabine Haag bei der Pressepräsentation am Montag. Aber, es ist wahr – und so widmet das Haus dem flämischen Meister anlässlich seines 450. Todestags die "weltweit erste monumentale Schau".

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Schon zu Lebzeiten ein heißes Eisen
Pieter Bruegel der Ältere (1525/30 – 1569) war schon zu seinen Lebzeiten einer der begehrtesten Künstler, weshalb seine Werke bereits damals ungewöhnlich hohe Preise erzielten. Nur knapp über 40 Gemälde, 60 Zeichnungen und 80 Grafiken haben sich überhaupt von der Hand des Meisters erhalten. 90 Top-Werke sind nun in Wien zu bestaunen.

"Die Heuernte" und "Zwei angekettete Affen"
Unter den Highlights, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, sind etwa "Die Heuernte" aus der Sammlung Lobkowicz in Prag, "Der Hafen von Neapel" aus der Galleria Doria Pamphilj in Rom, "Zwei angekettete Affen" aus den Staatlichen Museen zu Berlin, "Der Triumph des Todes" aus dem Prado in Madrid,
"Dulle Griet" aus dem Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen, "Der Turmbau zu Babel" aus dem Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, "Die Anbetung der Könige im Schnee" aus der Sammlung Oskar Reinhart »Am Römerholz« in Winterthur, "Die Anbetung der Könige"aus der National Gallery in London, die Zeichnungen "Die Imker" aus den Staatlichen Museen zu Berlin und "Maler und Kenner" aus der Wiener Abertina.

"Die Kreuztragung Christi" – beidseitig sichtbar
Als Besonderheit wird "Die Kreuztragung Christi" als größte und im Format unveränderte Tafel Bruegels ohne Rahmen und beidseitig sichtbar ausgestellt, als würden die Betrachter dem Maler über die Schulter schauen, um sich von der Fragilität und Beschaffenheit der Holztafel und der Qualität der Malschicht, deren Perfektion auch für den Erhaltungszustand der Bilder über die letzten 450 Jahre eine grundlegende Rolle spielt, überzeugen zu können.

Bruegel als Miniaturmaler
In einem intimeren Raum werden die Gemälde mit Miniatur-
charakter ausgestellt und Bruegels Ausbildung als Miniaturmaler
thematisiert, wobei das Zentrum der Präsentation von der
einzigartigen Zusammenführung beider Turmbau-Gemälde gebildet wird, die einst in der Sammlung Kaiser Rudolfs II. vereint waren.

Die Schau läuft bis 13.1.2019, HIER gibt's mehr Infos



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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • genug am 02.10.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    fantastisch

    was für ein genie ! da kann man nur staunen !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • genug am 02.10.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    fantastisch

    was für ein genie ! da kann man nur staunen !