Vor 33 Jahren

22. November 2017 17:30; Akt: 22.11.2017 17:42 Print

"Last Chrismas" - So entstand das Kult-Video

An kaum einem anderen Weihnachtslied scheiden sich so die Geister wie an "Last Christmas" von Wham!. Der Song wird heuer 33 Jahre alt.

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Während bei den einen das erste Mal Weihnachtsfreude aufkommt, regt sich bei anderen der Brechreiz, sobald man es das erste Mal zu Ohren bekommt. Eines ist allerdings sicher: George Michaels Synthesizer-Popsong über eine enttäuschte Liebe kann man in der Adventszeit nur schwer entkommen.

In etlichen Ländern der Welt ist der Hit der Band Wham!, der Gerüchten zufolge "Last Easter" hätte heißen sollen, ein Weihnachtsdauerbrenner. Selbst weit oben in den tief verschneiten Alpen. Im Schweizer Winterferienort Saas-Fee bekommt man den Ohrwurm gern zu Raclette und Weißwein serviert. Wer will, kann auch an einer "Last-Christmas-Fackelwanderung" teilnehmen. Oder sich in eine "spaßintensive" Fete im Stil der 80er Jahre stürzen - mit "Netzli-Shirts und Stonewashed Jeans". Gern auch mit der epochalen Frisur von George Michael: Vokuhila (vorne kurz, hinten lang).

George Michael

Vor 33 Jahren stand halb Saas-Fee Kopf. Dort wurde das Video zu "Last Christmas" gedreht. Am 15. Dezember 1984 kamen Single und Video auf den Markt. Seitdem sind sie aus den Winter-Charts nicht mehr wegzudenken. Zum alljährlichen Ritual gehört in Saas-Fee auch, dass Touristen wie Journalisten die Einheimischen mit der Aufforderung bedrängen: "Erzählt doch mal, wie das so war mit dem George und der Filmcrew".

Charly Schmidt zum Beispiel. "Ich wusste überhaupt nicht, wer dieser George Michael ist", erzählte er der Schweizer Zeitung "20 Minuten". Eines morgens sei sein Vorgesetzter gekommen und habe gesagt, es werde jetzt mal ein Video gedreht. "Da habe ich gesagt: Ja klar, Chef". Beachtet wurde Charly Schmidt wohl kaum. Er war der Kabinenführer jener Luftseilbahn, aus der George Michael und seine ebenfalls blonde Video-Freundin telegen ausstiegen.

Philippe Zurbriggen, Inhaber der Holzschnitzerei "Woodpecker", wurde als Chauffeur für die Filmcrew angeheuert. Über den angehimmelten "Last Christmas"-Schöpfer verriet er der Zeitung "Die Welt": "Der fläzte seine Schuhe immer aufs Armaturenbrett und rauchte merkwürdig süße Zigaretten". Letzteres, orakelte Zurbriggen, sei wohl der Grund dafür, dass er von George Michael "morgens beim Abholen nie erkannt" worden sei.

Song spielt bis heute Geld in die Kasse
Geraunt wird in Saas-Fee vieles. Auch von unschönen Szenen zwischen Michael und Bandpartner Andrew Ridgeley. Nicht nur im Video seien die beiden schönen Männer spinnefeind gewesen, hört man. Gut zwei Jahre nach dem Dreh löste sich Wham! trotz etlicher Hits auf. Dass ausgerechnet "Last Christmas" der bis heute kommerziell erfolgreichste Wham!-Song wurde, entbehrt nicht einer gewissen Ironie und Tragik.

Andrew spielt im Video den Lover jener attraktiven Brünetten, der George letztes Jahr zu Weihnachten sein Herz geschenkt hatte, wie es im Liedtext heißt ("Last Christmas I gave you my heart"). Der Text geht damit weiter, dass die Schöne das Herz gleich am nächsten Tag wieder hergab ("But the very next day you gave it away"). Nun kommt George Michael mit einer Neuen zum Weihnachtsfest in die Schneeberge, aber irgendwie funkt es noch zwischen dem Pärchen von "Last Christmas".

Um die Rührstory attraktiv in Szene setzen zu können, scheute die Produktionsfirma keine Kosten, samt Bergvilla und rauschenden Partys. George Michael konnte sich sich darüber bis zu seinem plötzlichen Tod aufs Neue freuen. Sobald ein Sender "Last Christmas" auflegt, klingelt die Tantiemen-Kasse.

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(baf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Weils sowie am 22.11.2017 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    so kommt

    Und jetzt die wichtigste Frage dazu: Wer wurde beim Videodreh von wem sexuell belästigt?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Weils sowie am 22.11.2017 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    so kommt

    Und jetzt die wichtigste Frage dazu: Wer wurde beim Videodreh von wem sexuell belästigt?