Duo im "Heute"-Interview

02. Juli 2018 13:43; Akt: 02.07.2018 14:16 Print

Pizzera & Jaus: "Wir sind ja relativ fad eigentlich"

von F. Bauer - Wir haben mit den beiden Senkrechtstartern vor ihrem Auftritt am Formel-1-Wochenende in Spielberg geplaudert.

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Die Erstürmung der heimischen Charts, ausverkaufte Konzerte in der Wiener Stadhalle, Headliner beim Donauinselfest und als krönender Abschluss ein Auftritt beim Großen Preis von Österreich im steirischen Spielberg. Die letzten Monate im beruflichen Leben von Paul Pizzera und Otto Jaus lassen sich am besten mit dem legendären Zitat von Slalom-Ass Rudi Nierlich zusammenfassen. "Wenn's laft, dann laft's".

Bevor sich die zwei trotz aller Erfolge fest am Boden gebliebenen Musiker und Kabarettisten in eine wohlverdiente, zweimonatige Auszeit verabschieden, haben sie am Formel-1-Wochenende für die "Heute" das letzte, noch immer noch nicht ganz verdaute Jahr Revue passieren lassen und über die Pläne für den kommenden Herbst geplaudert.


Pizzera & Jaus mit "Heute"-Redakteur Florian Bauer

Heute: Wie geht's euch?
Pizzera: Angespannt, aufgeregt und dankbar...
Jaus: ...und etwas müde. Aber ansonsten sehr gut.
Pizzera: Des macht dann das Adrenalin wieder wett. Wir freuen uns einfach sehr drauf. Es ist eine Ehre, die Bühne mit einer Legende wie Gert Steinbäcker teilen zu dürfen.

Heute: Seid ihr aufgeregt oder hat sich so eine Auftrittsnervosität mit dem Konzert beim Donauinselfest erledigt?
Jaus: Nein, gar nicht. Wir sind sehr nervös. Wir sind noch ein bisserl aufgezuckert vom Donauinselfest. Das kann man noch nicht begreifen, was da passiert. Und jetzt kommt noch Red Bull Ring dazu. Das ist einfach Wahnsinn. Wir sind wirklich nervös. Dann haben wir mehr oder weniger zwei Monate frei, da wird dann einiges, von dem was passiert ist, einfach runterfallen.
Pizzera: Revuepassierend, sinnerfassend verarbeiten, was da passiert ist im letzten Jahr. Es war einfach unfassbar. Von Burgtheater über Stadthalle bis Donauinselfest und Red Bull Ring. Das wird auf jeden Fall ein paar kühle Bierchen in Einsamkeit brauchen, bis wir verstanden haben, was wir alles erlebt haben.

Heute: Ihr habt angegeben, vor dem Donauinselfest wochenlang keinen Alkohol getrunken zu haben, um euch auf den Auftritt vorzubereiten?
Jaus: Naja, wochenlang war vielleicht ein bisschen übertrieben, die Tage davor aber eher nix.
Pizzera: Wir sind ja relativ fad eigentlich. Nicht so die klassischen Rockstars, sondern eher hinten dann dreizehn Wasser und vier Stimmtabletten. Das hat aber etwas mit unserem Ehrgeiz und unserer Professionalität zu tun. Wir wollen halt einfach alles abrufen können, was wir den Leuten bieten wollen und können. Das geht mit einem klaren Schädel definitiv besser.

Heute: Nach all den Erfolgen der letzten Monate, wie motiviert man sich da wieder, habt ihr momentan konkrete Ziele, die anstehen?
Jaus: Najo, es ist glaub ich schon noch sehr viel Luft nach oben. Es ist Wahnsinn, was bis jetzt passiert ist und wie gesagt, wir können jetzt noch gar nicht sagen, was wir noch alles machen wollen, weil wir erst verarbeiten müssen, was die letzte Saison passiert ist. Nach dem Auftritt heute ist vom Hirn her Sensepause und dann im September werden wir uns wieder (etwas) überlegen. Wir haben schon ein paar Ideen, was dann kommt.
Pizzera: Wir haben im September (2017, Anm.) vor 40 Leuten in Graz eine Vorpremiere gespielt und bis jetzt haben 250.000 Leute das jetzt gesehen. Das war sicher nicht unser Ziel, wir hätten auch nie gedacht, dass es so ist. Also stecken wir uns jetzt gar keine, sondern schauen einfach, was die Zukunft bringt.

Heute: Bereits im April habt ihr verraten, an neuem Material zu arbeiten. Wie weit seid ihr da, darf man schon etwas verraten?
Pizzera: Ja, auf alle Fälle. Ende August, Anfang September. Um das letzte Wochenende herum werden wir zwei neue Singles als Vorboten vom neuen Album, das 2019 dann kommt, präsentieren.
Genau, zwei neue Nummern, sehr konträr. Hubert von Goisern hat uns für eine davon seine Quetsch'n geliehen. Ein Adelsschlag deluxe. Wir haben in Salzburg gespielt und war zuschauen mit seiner Frau und hat uns dann gefagt 'Wenns einmal wen brauchts'. Wir haben dann gesagt 'Ja, wir hätten ein Lied, wo wir eine Quetsch'n brauchen' haben's ihm Backstage vorgespielt, er hat gesagt 'Passt, okay. Kommts ins Studio zu mir. Spiel ich die Quetsch'n ein'.

Heute: Gibt's eigentlich Pläne, euch bei Konzerten musikalisch durch einen Schlagzeuger, einen zweiten Gitarristen zu erweitern?
Jaus: Wir hatten ja schon Bandproben mit Band. Doch dann hat die Band nach dem ersten, zweiten Auftritt im Gasometer gesagt 'Burschen, ihr brauchts uns net wirklich. Ihr fahrt zu zweit so ab. Machts es einmal zu zweit'. Es gibt die Idee, dass wenn das zweite Album dann draußen ist, dass wir dann einmal probieren, ein Konzert nur mit Band zu machen. Das sind aber nur Ideen, ob das dann wirklich so passiert, werden wir alles dann sehen. Es ist schon im Hirn drinnen.
Pizzera: Absolut. Wir haben halt den Unique Selling Point, dass sich noch keiner vor 100.000 Leuten auf der Donauinsel raufgestellt hat. Wenn dir dann nichts abgeht, weil du merkst, die zwei bringen die Stimmung so rüber, das ist dann natürlich ein bisschen eine Waffe. Aber wie der Otto schon gesagt hat, es sind Überlegungen da.

Heute: Hat der Auftritt am Red Bull Ring für euch eine besondere Bedeutung, außer, dass es ein großartiges Konzert ist? Habt ihr einen persönlichen Bezug zur Formel 1?
Jaus: Ganz ehrlich? Eher nicht, also ich bin nicht so der Formel 1-Fan.
Pizzera: Petrol Heads sind wir beide nicht so wirklich. Ich habe ein paar Folgen 'The Grand Tour' geschaut, das ist so das Größte, was mich mit Motorsport verbindet. Die Kulisse, dass du so eine Rennstrecke ins Murtal reinklescht, ist ein Wahnsinn eigentlich. Es ist schön, dass im Rahmen der Formel 1 so etwas passiert für uns.

Heute: Herzlichsten Danke für das Interview.
Pizzera & Jaus: Gerne, gerne.


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