Nach Kopftuch-Eklat

28. Mai 2018 07:51; Akt: 28.05.2018 07:54 Print

Rapper verbannt eigene CD aus Müller-Regalen

Der deutsche Chart-Stürmer Capital Bra legt sich mit der deutschen Drogeriekette an. Grund: Eine Angestellte darf ihr Kopftuch nicht am Arbeitsplatz tragen.

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Seit 2016 kämpft eine Mitarbeiterin der Drogeriekette Müller für das Recht, dass sie am Arbeitsplatz ihr Kopftuch tragen darf. Sie wurde nämlich von ihrer Filialleiterin nach Hause geschickt, weil laut Betriebsordung Kopfbedeckungen tabu seien, berichtet "nordbayern.de". Das ließ sich die 33-Jährige jedoch nicht bieten. Das Kopftuch hätte ihre Arbeitsleistung nämlich nicht geschmälert. Sie ging dafür sogar vor Gericht. Nun wurde ihr in Nürnberg sogar Recht gegeben.

Auch der Rapper Capital Bra verfolgte die Geschichte offenbar mit. Er will sich mit der Angestellten solidarisch zeigen und zieht drastische Konsequenzen: Er streicht sein eigenes Album aus den Regalen von Müller.

Verlust für Müller

Auf Instagram rief er seine Fans dazu auf, die Drogeriekette zu boykottieren. Was für einen Shitstorm er gegen Müller lostreten würde, das hätte er sich wohl selbst nicht erwartet: Innerhalb von Minuten überfluteten seine Anhänger die Instagram-Seite von Müller mit Hass-Kommentaren (siehe Bildstrecke).

Seine Drohung, dass man sein kommendes Album nicht in den Regalen der Drogeriekette finden werde, machte er unterdessen wahr: Alle CDs, die im Müller gelandet wären, wurden an Amazon übergeben. Mittlerweile sind sie bereits vor der offiziellen Veröffentlichung ausverkauft.

Chartstürmer

Für Capital Bra selbst könnte es derzeit nicht besser laufen: In Deutschland landete er mit zwei Songs hintereinander an der Spitze der Charts - das schaffte bislang kein Rapper vor ihm. Am Freitag veröffentlichte er seine dritte Single. Es scheint, dass auch diese eine Top-Platzierung erreichen wird.

Auch in Österreich ist Capital Bra erfolgreich: Mit dem Song "Neymar" landete auf Platz eins der Charts, mit "Fünf Songs in einer Nacht" verpasste er die Spitze - es reichte "nur" für Platz zwei.


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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 28.05.2018 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Boykott von Rapper

    Also hier boykottiere ich eindeutig lieber den Rapper.

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  • Stritzzi81 am 28.05.2018 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind christlich und bleiben dies auch

    Trotzdem hat ein Kopftuch nix verloren bei uns wenn die das nicht wollen beim müller hat man das zu akzeptieren aber unsere freunde wollen und werden das nicht verstehen soll soe doch in ein muslimisches land gehen da stört das keinem ich gehe zb. in kein geschäft wo ich eine mit Kopftuch vorfinde das ist nicht unsere Kultur und wird es auch niemals sein, ich würde sie entlassen und fertig

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  • Gandalf am 28.05.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und

    Im Sommer schwitzt sie dann und verpestet drin die Luft

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Thomas Baum am 30.05.2018 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Einfach lustig sowas wem stört bitte eine frau mit kopftuch!! Solche theman sind unwichtig ! Jeder hat sein eigenes religion und kann machen was er will wir sind in europa nicht in afrika das hier keine menschenrechte gibt ist aber traurig

  • papa haso am 29.05.2018 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    HazOi

    So wenn ich Denn Chef In die Finger kriege gibts erstmal ein KOPFTUCH für denn CHef ob er will oder nicht :P mfg

  • Alexander Schmidt am 29.05.2018 22:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dr.Mag.Ing

    Weder den Hawara braucht wer ,noch die Kopftuch Tante. Es gibt genug Länder wo man Kopftücher tragen darf.

  • Karl B. am 29.05.2018 06:45 Report Diesen Beitrag melden

    Pest & Cholera

    Müller boykottieren und Amazon unterstützen. Wow, das ist ein Statement! Dort werden die Mitarbeiter in den Logistik Zentren natürlich wesentlich besser behandelt.

  • Nico am 28.05.2018 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung

    Sich für die Diskriminierung der moslemischen Frauen einzusetzen finde ich sehr mies.