Kollegah äußert sich

05. August 2018 15:17; Akt: 05.08.2018 15:17 Print

Rapper gesteht: Echo-Eklat war Marketing-Gag

Bei einer Ladeneröffnung von Freunden schaute der selbsternannte "Boss" auch vorbei. Dort überraschte er auch die Journalisten mit einer Aussage.

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Rund 500 junge Männer warteten in Stuttgart auf ihre Idole: Tim Gabel und Nico Lazaridis - Fitness-Blogger. Da wussten sie aber noch nicht, dass auch ein größeres Kaliber anwesend sein wird.

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Kurz bevor das Geschäft der zwei Instagram-Stars eröffnet wurde, fuhr ein Mercedes AMG um die Ecke. Darin saß kein geringerer als Rapper Kollegah, ein Freund der frischgebackenen Geschäftsführer. "Wir mussten den Besuch von Kollegah streng geheimhalten, sonst wären so viele Leute gekommen wie zum Sommerfest", so Philipp Deutsch, Teilhaber des neuen Geschäfts gegenüber der "Stuttgarter Zeitung".

Geständnis von Kollegah

Smartphones wurden gezückt, Jubel brach aus, jedoch blieben alle Gäste friedlich. Kollegah konnte problemlos in das Innere des Ladens gehen. Dort wartete Fotograf Andreas Engelhard, der seine Chance nutzte und frage, ob der Eklat beim Echo ein "Werbeding" gewesen sei. Der Rapper reagierte mit einem Nicken und antwortete trocken: "Ja, das war kalkuliert."

Bei der Echo-Verleihung sorgten die Rapper Kollegah und Farid Bang für einen Skandal. Mit ihrem Album "Jung, brutal, gutaussehend 3" räumten sie einen Preis ab. Auf der Platte befanden sich jedoch äußerst kontroverse Zeilen, zum Beispiel: "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen". Mehrere Künstler brachten daraufhin ihren Echo zurück. Die Veranstalter sahen sich gezwungen das Event abzusetzen.

Ermittlungen eingestellt

Sofern der Eklat tatsächlich eingeplant war, er hat funktioniert. Die Rapper waren wochenlang Thema in den Medien - auch international. Das Album wurde mit Platin ausgezeichnet.

53 Einzelpersonen erstatteten Strafanzeige gegen die Rapper. Jedoch teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit, dass die Inhalte nicht strafrechtlich relevant seien. Der Grund: Es seien "überwiegend zusammenhanglose Aneinanderreihung vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexphantasien in Reimform, die ersichtlich geleitet von dem Bestreben sind, die typischen Merkmale der Musikrichtung des 'Gangsta-Rap' bestmöglich zu erfüllen".

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DJ Groove Tea am 05.08.2018 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schickt sie in die Wüste

    Gangsterrap ist nur für Ghettokids und Schuld an Respektlosigkeit und Verrohung der Sprache.

    einklappen einklappen
  • Michi am 05.08.2018 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das "kalkuliert" war

    dann möchte ich jetzt erst recht die Meinung der Künstler hören, die ihren Echo wegen dieser "Kalkulation" zurückgegeben haben.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michi am 05.08.2018 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das "kalkuliert" war

    dann möchte ich jetzt erst recht die Meinung der Künstler hören, die ihren Echo wegen dieser "Kalkulation" zurückgegeben haben.

  • DJ Groove Tea am 05.08.2018 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schickt sie in die Wüste

    Gangsterrap ist nur für Ghettokids und Schuld an Respektlosigkeit und Verrohung der Sprache.

    • Bruls am 05.08.2018 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @DJ Groove Tea

      Was ist das für eine unnötige Aussage? Jeder hört das, was einem gefällt, der Bildungsstatus oder die Herkunft spielt da überhaupt keine Rolle!

    • maiko am 05.08.2018 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @DJ Groove Tea

      kenne genug die das hören und relativ gebildet sind und nicht am tiefsten niveau sind daher unnötige aussage.

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