Nach Hymnen-Streit

27. Juli 2017 23:00; Akt: 28.07.2017 09:23 Print

Wie Gabalier die Liebe zu "großen Töchtern" fand

Lang propagierte Andreas Gabalier, dass die "großen Töchter" nicht in die Hymne gehören. Nun hat er sie lieben gelernt.

Gabalier schwärmt plötzlich für die "großen Töchter". (Video: Facebook)

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Seit 2012 gilt die geschlechtergerecht formulierte Fassung der österreichischen Bundeshymne mit den "großen Töchtern". Und ebensolange wehrt sich Musiker Andreas Gabalier nicht nur, sie zu singen, sondern macht sich auch über jene lustig, die es tun und einfordern. Als "Gender-Wahnsinn" bezeichnete er die Diskussion, da solle man "vielleicht auch überlegen den Stephans Dom in Wien in den Stephanie Dom umzutaufen", ließ er wissen.

Bei Konzerten forderte Gabalier gerne von den Fans ein, nur die alte Version der Hymne zu singen und die Töchter wegzulassen, "so, wie wir es in der Schule gelernt haben". Am Donnerstag entdeckte der Musiker aber plötzlich etwas verspätet nach einem Match am Mittwoch seine Liebe zu den "Töchtern". Zu verdanken ist das den österreichischen Fußballerinnen bei der Europameisterschaft, die zuletzt Island mit 3:0 "panierten".

"Heimat seid's ihr großer Töchter. Des muass ma jetzt wirklich amol sogn. Herzlichen Glückwunsch meine Madln mit die noch knackigeren Wadln zum Viertelfinaleinzug. Die Nation ist stulz auf euch und euer Volks Rock’nRoller auch. Weiter so", schrieb Gabalier auf Facebook. Das verwirrt manchen Fan, der in den Kommentaren vermutet, dass Gabalier sich jetzt "wie ein Fahnderl im Wind dreht" und "schnell auf den Zug aufspringt, damit es gut ankommt".

(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ChrisW am 27.07.2017 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hymne

    Womit er natürlich recht hat. Obwohl ich sonst nicht unbedingt ein Fan von ihm bin. Andererseits war auch interessant, dass die Fußballerinnen beim Singen der Hymne lt. Moderator auch gar nicht die "neue Version", sondern die Herkömmliche gesungen hatten. Beides kam meiner Meinung nach von Herzen.

  • grilli am 28.07.2017 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Auf geht´s zum Bundesheer

    All jene, die Töchter in der Hymne integriert möchten, werden gezwungen den Präsenzdienst abzuleisten!

  • G.Amlacher am 27.07.2017 23:44 Report Diesen Beitrag melden

    EIn Lied ist keine Hymne

    Ein Lied umzuändern um andere Menschen respekt zu weisen heist nicht das deswegen die Bundeshymne zu ändern wollen. Man soll nicht vergessen das es auch noch andere Menschen gibt die beide Merkmale beinhalten und welche die gerne so tun als würden sie den anderen Geschlecht angehören. Die sind ja auch nicht genannt in der Bundeshymne soll man die deswegen weniger wertig sehen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Angelika. am 28.07.2017 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gabalier.

    Ok., er mag ein guter Musiker sein (mein Fall ist er aber nicht), wegen der Hymne über ihn zu urteilen, ist auch nicht meine Sache, aber aus einen Grund mag ich diesen...Mann auf keinen Fall: wegen seinem Naheverhältnis zur FPÖ ! Das ist für einen Promi echt pfui! P. S.: Meine letzten beiden Sätze gelten auch für Felix Baumgartner.

    • G.Amlacher am 29.07.2017 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Hymne

      Oh du mein schönes Österreich Land der Vorurteile und Vorverurteilung-

    • galomir am 07.08.2017 10:05 Report Diesen Beitrag melden

      Angelika

      null Argumente, 100% Hass

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  • Maverick am 28.07.2017 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wo hat er seine Meinung gewechselt?

    Ich habe den Mädels auch meine Hochachtung ausgesprochen. Deswegen hat der Text trotzdem nichts in der Hymne verloren. Ausser es werden auch die HämmerInnen aufgenommen. Dann haben die GHH und die Frau Poully auch endlich ein Denkmal.

  • grilli am 28.07.2017 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Auf geht´s zum Bundesheer

    All jene, die Töchter in der Hymne integriert möchten, werden gezwungen den Präsenzdienst abzuleisten!

  • Gerda Kovarik am 28.07.2017 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt = an ihren Taten, nicht an ihren Worten so

    Um Jemandem Respekt zu zollen, ist es nicht notwendig eine Hymne zu ändern, sondern Taten zu setzen! Es ist auch z. B. wenig effizient, vom Gesetz her eine Frauenquote einzuführen, wenn dann genau diese Frauen um 1/3 weniger verdienen, als ihre männlichen Pendant-Kollegen. Es ist auch wenig ruhmreich für uns Frauen, wenn MÄNNER darüber entscheiden, was wir Frauen "dürfen", "brauchen", oder welche Rechte wir haben, weil sie ja den Überblick haben und wissen, was gut für uns ist! Und so haben MÄNNER (u. ein paar Frauen, die sich bei diesen Männern eingeschleimt haben) die Hymne umgeschrieben!

    • grilli am 28.07.2017 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      Frauen um 1/3 weniger verdienen

      Ist es nicht so, dass der Großteil der Frauen Hilfsarbeiter Tätigkeiten verrichten? Soll es dafür die gleiche Entlohnung geben?

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  • ChrisW am 27.07.2017 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hymne

    Womit er natürlich recht hat. Obwohl ich sonst nicht unbedingt ein Fan von ihm bin. Andererseits war auch interessant, dass die Fußballerinnen beim Singen der Hymne lt. Moderator auch gar nicht die "neue Version", sondern die Herkömmliche gesungen hatten. Beides kam meiner Meinung nach von Herzen.

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