Schweiz

10. Februar 2018 10:29; Akt: 10.02.2018 10:33 Print

Beamter baut Pausenraum in ein Liebesnest um

Ein Teamleiter des Basler Erziehungsdepartements wurde fristlos entlassen, nachdem er sich mit seiner Aushilfe im Büro vergnügt hatte.

Das Gebäude des Erziehungsdepartements an der Leimenstrasse in Basel (Bild: zVg)

Das Gebäude des Erziehungsdepartements an der Leimenstrasse in Basel (Bild: zVg)

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In der baselstädtischen Verwaltung ist ein Teamleiter fristlos entlassen worden, nachdem er im Büro ein "Liebesnest" für sich und eine Aushilfe eingerichtet hatte. Er drängte zudem eine langjährige Mitarbeiterin zur Kündigung und überwachte diese mit einer Kamera.

Der Fall aus dem letzten Jahr ist im Bericht der Ombudsstelle des Kantons Basel-Stadt ans Kantonsparlament dokumentiert. Über diesen berichtete die Zeitung "Schweiz am Wochenende" vom Samstag. Laut Angaben der Zeitung arbeitete der Mann im Erziehungsdepartement.

Kollegin schikaniert

Der Teamleiter habe sich in der Dienststelle eine Privatsphäre geschaffen, heißt es im Bericht an den Großen Rat. Er besetzte den Angaben zufolge den Pausenraum des Teams für das Zusammensein mit der Aushilfe. Er platzierte dort ein französisches Bett, eine Polstergruppe und eine Stereoanlage. Die beiden Verliebten übernachten demnach auch dort.

Der Teamleiter habe zudem einer seit zehn Jahren dort arbeitenden Kollegin zu verstehen gegeben, dass sie kündigen solle, damit die Stelle für seine Geliebte frei werde, heißt es im Bericht ans Parlament weiter. Er überwachte die Arbeit des Mobbing-Opfers auch per Kamera. Die Kollegin fühlte sich schikaniert und meldete sich mit Beweisfotos bei der Anlaufstelle.

Der eingeschaltete Abteilungsleiter sowie der Personaldienst erachteten die Verfehlungen nach einer Besichtigung als schwerwiegend. Der betroffene Mitarbeiter wurde per sofort freigestellt und fristlos entlassen. Dieser akzeptierte die Kündigung. Seine Geliebte ließ sich bis zum Ende ihres befristeten Einsatzes krankschreiben.

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(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Versaute Gesellschaft am 10.02.2018 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich...

    sinnvolle Beschäftigung für unterbeschäftigte Beamte (und nur für diese!)

  • Rolf Rüdiger am 11.02.2018 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bett,Polstergruppe,Stereoanlage

    Angenehm kann das Bett nicht gewesen sein,sonst wär er schon längst sanft entschlafen! Zum Glück wurde das Leben des Beamten gerettet, durch frühzeitige Bemerkung dieser Gegenstände,vielleicht 1-2 Tage mehr und der Beamte hätt sich darin zur letzten Ruhe gebettet.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Rolf Rüdiger am 11.02.2018 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bett,Polstergruppe,Stereoanlage

    Angenehm kann das Bett nicht gewesen sein,sonst wär er schon längst sanft entschlafen! Zum Glück wurde das Leben des Beamten gerettet, durch frühzeitige Bemerkung dieser Gegenstände,vielleicht 1-2 Tage mehr und der Beamte hätt sich darin zur letzten Ruhe gebettet.

  • Versaute Gesellschaft am 10.02.2018 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich...

    sinnvolle Beschäftigung für unterbeschäftigte Beamte (und nur für diese!)