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28.06.2010
Lena im Heute-Talk: "Playboy hat angefragt"
Songcontest-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut stattete Wien einen Besuch ab. Beim Interview mit Heute.at redete die 19-Jährige über ihren Umgang mit Kritik, warum sie ein Vorbild sein will und wieso sie es schön findet, eine Schildkröte zu sein.
Für zwei Tage kam Lena in die Hauptstadt, um der Presse in einem Interview-Marathon Rede und Antwort zu stehen. Sie gewann im Mai den Eurovision Songcontest mit ihrem Song "Satellite", veröffentlichte ihr Debütalbum "My Cassette Player" und synchronisierte nun einen Animationsfilm. Kein Wunder, dass die Sängerin nach so einem steilen Start während dem Interview von ihren Gefühlen übermannt wurde und einen "Glücklichkeits-Flash" hatte. Das ganze Interview lesen Sie hier:
Heute.at: Um welche Themen drehen sich die Songs, die du gerade schreibst?
Lena: Die Songs gehen wahrscheinlich ganz viel um Erfahrungswerte und um Lebenseinstellung, weil ich gemerkt habe, dass man mit verschiedensten Lebenseinstellungen ganz krass auf Situationen reagieren kann. Das ist auf jeden Fall ein großes Thema.
Hat dir jemals jemand gesagt, dass du nicht singen kannst und wie hast du darauf reagiert?
Ja sicher! Hunderte sagen, dass ich nicht singen kann. Tausende sagen mir, dass ich nicht tanzen kann. Fünfhundert sagen mir wie aufgesetzt und wie eingebildet und wie bescheuert ich bin. Und davon gibt es immer Leute – und das ist auch völlig legitim. Es herrscht ja Gott sei Dank Meinungsfreiheit. Ich habe halt Glück, dass die Mehrheit der Leute das nicht findet. (lacht)
Nimmst du Kritik auch persönlich?
Ach eigentlich gar nicht. Wenn so Kritik kommt und die Leute sagen „Was du auf der Bühne fabrizierst ist der größte Schmarrn, den ich je gesehen habe“, dann muss ich erst mal selektieren, ob das niveauvoll ist und ob man das ernst nehmen kann oder nicht. Und dann schaut man, ob man das für sich annehmen kann oder nicht und ob man da etwas umsetzt. Bei vielen Sachen weiß ich einfach, warum ich das für mich selber mache. Bei dieser Tanzgeschichte, wo sich z.B. viele darüber aufregen, was ich da auf der Bühne rumhopse. Das mache ich so, weil es mir in den Sinn kommt und weil ich keinen Bock habe, auf der Bühne eine Choreografie hinzulegen. Ich will mir einfach den Freiraum geben, in dem Moment zu interpretieren, was ich fühle. Ich glaube, dass das ganz wichtig ist. Bei meiner Abiturprüfung habe ich z.B. die volle Punktzahl bei einer Choreografie aus Ballett und Jazzdance bekommen. Ich weiß, dass ich das kann, aber ich möchte es einfach nicht machen.
Hast du das Gefühl, dass du mit dieser Einstellung ein Vorbild sein kannst?
Ja, das ist ganz schön komisch, ne. Ich bin noch jung, dann ein Vorbild zu sein finde ich ein bisschen schwierig, obwohl es deutlich jüngere Künstler gibt, die das schon sind. Ich denke da an Justin Bieber oder Miley Cyrus. Obwohl sie ist ja mittlerweile völlig abgdreht, was ich in ihrem neuen Video mit dem Lederstrapsen gesehen habe – die ist doch auch erst 17 oder so. Da ist auf jeden Fall etwas falsch gelaufen. Ich bin froh – und ich glaube, dass das auch wichtig ist – dass man sich bei Stefan (Raab) und der Castingshow erst ab 18 bewerben durfte. Da haben sich viele schon im Vorhinein darüber aufgeregt, dass sie jünger sind, vom Potenzial und Reifegrad dies aber packen würden. Ich kann von mir behaupten, dass ich mit der Situation gut umgehen kann, aber vor allem auch, weil ich so viel gute Unterstützung habe.
Wie würdest du dich entscheiden, wenn du ein Angebot vom Playboy bekommen würdest?
(Lena schaut zu ihrer Vertrauensperson Claudia und fragt, ob sie darauf antworten darf – und macht es) Der Playboy hatte damals angefragt, ob er nicht die Gewinnerin der Castingshow „Unser Star von Oslo“ im Magazin haben könnte. Es wurde nicht von Stefan, sondern von uns Teilnehmerinnen nein gesagt. Ich würde nicht in den Playboy gehen, ist nicht so mein Ding.
Achtest du darauf, dass du dich vorbildlich verhältst?
Ja. Ich würde nicht hier sitzen und ein Glas Wodka trinken. Auch wenn ich vielleicht darauf Bock hätte, würde ich das nicht machen, weil unglaublich viele Kinder meine Musik hören. Und ich will auch nicht vor der Kamera rauchen, weil ich das nicht cool finde.
Stimmt es, dass dein Leben als Vorlage für die neue Telenovela „Lena – Liebe meines Lebens“ genommen wurde?
Stimmt nicht. Ich hätte es auch übertrieben gefunden, wenn dies so gewesen wäre. Es ist Zufall, dass es so ist und es gibt nur gewisse Parallelen.
Du bist eher der Typ „Mädchen von nebenan“. Was hältst du Künstlern wie Lady Gaga, die ihr Image bewusst künstlich halten?
Ich glaube, dass Lady Gaga einfach was ganz anderes macht als ich und ich glaube, dass sie in Zukunft auch unglaublich viel Erfolg haben wird. Ich finde es total geil, was sie macht und ich bewundere das. Nur würde ich sowas einfach nie machen.
Kannst du dich an die Freundschaftsbücher erinnern, die man damals gerne in der Schule ausgefüllt hat
…da habe ich heute erst in eines reingeschrieben.
Was hast du damals bei „Das will ich später werden“ ausgefüllt?
Sängerin und Schauspielerin. Dann hatte ich aber eine Zeit, wo ich Tierärztin geschrieben habe – das hat aber jedes Kind mal geschrieben. Dann hatte ich eine Phase, in der ich Polizistin werden wollte. Danach wollte ich Pathologin werden – finde ich total geil, ich stehe auf Horrorfilme. Heute habe ich rein geschrieben: glücklich sein.
Welche Stars haben dich beeindruckt, als du sie getroffen hast?
Im ersten Moment ist man aufgeregt und gespannt, prominente Leute kennenzulernen, aber dann entpuppen die sich ganz normal. So wie du und ich. Gentleman ist z.B. ein wahnsinnig toller Typ, oder Jan Delay und Anke Engelke. Ich habe das Gefühl, dass man sich mit den Leuten gut unterhalten kann, alleine schon, weil wir den gleichen Job haben. Wenn sich zwei Aktienmakler treffen, dann haben die eine Gemeinsamkeit und reden auch über den aktuellen Aktienmarkt.
Nimmst du z.B. Tipps von Stefan Raab an, wenn es um deine Karriere geht?
Nein. Ich bekomme von allen Seiten Tipps, aber welche ich dann annehme oder nicht, ist mir überlassen.
Til Schweiger hat gesagt, du gehörst nach Hollywood…
:..hat er? In der Tat war mein Plan nach dem Abitur erst mal nach Australien zu gehen, Work & Travel zu machen, und dann in Berlin Schauspiel zu studieren. Ich habe jetzt Glück, dass ich in der Szene bin und man kann das ja machen, dass der Plan noch aufgeht.
Du hast im Animationsfilm „Sammys Abenteuer“ die Synchronisation einer Schildkröte übernommen...
…das war wahnsinnig schön, Schildkröte zu sein. Wirklich – du kannst es dir nicht vorstellen, wie geil das ist da zu stehen, einen Text zu sprechen, der einer Schildkröte gehört, und das dann im Nachhinein zu sehen. Also ich habe meine Stimme ein bisschen verstellt (macht die Stimme nach), das ist lustig mich so zu hören. Es ist so ein süßer Film und ich freue mich auf die Premiere, die im Oktober sein wird – auch, weil der Kinofilm in 3D ist.
Wieweit im Voraus kennst du deine Pläne für die nächsten Wochen?
Ich habe einen Plan und ich kann drauf schauen. Und Claudi (Lenas Vertrauensperson) lacht, weil ich nie drauf schaue (lacht selbst). Z.B. als wir gestern im Flugzeug gesessen haben und sie meinte „Komm Lena, dann sprechen wir mal den Plan für morgen durch“, meinte ich nur „Oh ne, keinen Bock“. Dann meinte Claudi: „Doch, das machen wir!“. Ich dann wieder: „Ne, machen wir morgen spontan“. Dann haben wir es trotzdem zusammen angeschaut und ich weiß jetzt sogar, was die ganze nächste Woche passiert – und dann hört es schon wieder auf.
Was nervt dich in letzter Zeit am meisten?
Ich finde Reisen recht anstrengend. Nicht die Länder oder Interviews geben, z.B. wie heute, das ist ja echt ein Marathon. Ich glaube, ich muss ein Beam-Gerät erfinden.
Katja Schlitter
Heute.at: Um welche Themen drehen sich die Songs, die du gerade schreibst?
Lena: Die Songs gehen wahrscheinlich ganz viel um Erfahrungswerte und um Lebenseinstellung, weil ich gemerkt habe, dass man mit verschiedensten Lebenseinstellungen ganz krass auf Situationen reagieren kann. Das ist auf jeden Fall ein großes Thema.
Hat dir jemals jemand gesagt, dass du nicht singen kannst und wie hast du darauf reagiert?
Ja sicher! Hunderte sagen, dass ich nicht singen kann. Tausende sagen mir, dass ich nicht tanzen kann. Fünfhundert sagen mir wie aufgesetzt und wie eingebildet und wie bescheuert ich bin. Und davon gibt es immer Leute – und das ist auch völlig legitim. Es herrscht ja Gott sei Dank Meinungsfreiheit. Ich habe halt Glück, dass die Mehrheit der Leute das nicht findet. (lacht)
Nimmst du Kritik auch persönlich?
Ach eigentlich gar nicht. Wenn so Kritik kommt und die Leute sagen „Was du auf der Bühne fabrizierst ist der größte Schmarrn, den ich je gesehen habe“, dann muss ich erst mal selektieren, ob das niveauvoll ist und ob man das ernst nehmen kann oder nicht. Und dann schaut man, ob man das für sich annehmen kann oder nicht und ob man da etwas umsetzt. Bei vielen Sachen weiß ich einfach, warum ich das für mich selber mache. Bei dieser Tanzgeschichte, wo sich z.B. viele darüber aufregen, was ich da auf der Bühne rumhopse. Das mache ich so, weil es mir in den Sinn kommt und weil ich keinen Bock habe, auf der Bühne eine Choreografie hinzulegen. Ich will mir einfach den Freiraum geben, in dem Moment zu interpretieren, was ich fühle. Ich glaube, dass das ganz wichtig ist. Bei meiner Abiturprüfung habe ich z.B. die volle Punktzahl bei einer Choreografie aus Ballett und Jazzdance bekommen. Ich weiß, dass ich das kann, aber ich möchte es einfach nicht machen.
Hast du das Gefühl, dass du mit dieser Einstellung ein Vorbild sein kannst?
Ja, das ist ganz schön komisch, ne. Ich bin noch jung, dann ein Vorbild zu sein finde ich ein bisschen schwierig, obwohl es deutlich jüngere Künstler gibt, die das schon sind. Ich denke da an Justin Bieber oder Miley Cyrus. Obwohl sie ist ja mittlerweile völlig abgdreht, was ich in ihrem neuen Video mit dem Lederstrapsen gesehen habe – die ist doch auch erst 17 oder so. Da ist auf jeden Fall etwas falsch gelaufen. Ich bin froh – und ich glaube, dass das auch wichtig ist – dass man sich bei Stefan (Raab) und der Castingshow erst ab 18 bewerben durfte. Da haben sich viele schon im Vorhinein darüber aufgeregt, dass sie jünger sind, vom Potenzial und Reifegrad dies aber packen würden. Ich kann von mir behaupten, dass ich mit der Situation gut umgehen kann, aber vor allem auch, weil ich so viel gute Unterstützung habe.
Wie würdest du dich entscheiden, wenn du ein Angebot vom Playboy bekommen würdest?
(Lena schaut zu ihrer Vertrauensperson Claudia und fragt, ob sie darauf antworten darf – und macht es) Der Playboy hatte damals angefragt, ob er nicht die Gewinnerin der Castingshow „Unser Star von Oslo“ im Magazin haben könnte. Es wurde nicht von Stefan, sondern von uns Teilnehmerinnen nein gesagt. Ich würde nicht in den Playboy gehen, ist nicht so mein Ding.
Achtest du darauf, dass du dich vorbildlich verhältst?
Ja. Ich würde nicht hier sitzen und ein Glas Wodka trinken. Auch wenn ich vielleicht darauf Bock hätte, würde ich das nicht machen, weil unglaublich viele Kinder meine Musik hören. Und ich will auch nicht vor der Kamera rauchen, weil ich das nicht cool finde.
Stimmt es, dass dein Leben als Vorlage für die neue Telenovela „Lena – Liebe meines Lebens“ genommen wurde?
Stimmt nicht. Ich hätte es auch übertrieben gefunden, wenn dies so gewesen wäre. Es ist Zufall, dass es so ist und es gibt nur gewisse Parallelen.
Du bist eher der Typ „Mädchen von nebenan“. Was hältst du Künstlern wie Lady Gaga, die ihr Image bewusst künstlich halten?
Ich glaube, dass Lady Gaga einfach was ganz anderes macht als ich und ich glaube, dass sie in Zukunft auch unglaublich viel Erfolg haben wird. Ich finde es total geil, was sie macht und ich bewundere das. Nur würde ich sowas einfach nie machen.
Kannst du dich an die Freundschaftsbücher erinnern, die man damals gerne in der Schule ausgefüllt hat
…da habe ich heute erst in eines reingeschrieben.
Was hast du damals bei „Das will ich später werden“ ausgefüllt?
Sängerin und Schauspielerin. Dann hatte ich aber eine Zeit, wo ich Tierärztin geschrieben habe – das hat aber jedes Kind mal geschrieben. Dann hatte ich eine Phase, in der ich Polizistin werden wollte. Danach wollte ich Pathologin werden – finde ich total geil, ich stehe auf Horrorfilme. Heute habe ich rein geschrieben: glücklich sein.
Welche Stars haben dich beeindruckt, als du sie getroffen hast?
Im ersten Moment ist man aufgeregt und gespannt, prominente Leute kennenzulernen, aber dann entpuppen die sich ganz normal. So wie du und ich. Gentleman ist z.B. ein wahnsinnig toller Typ, oder Jan Delay und Anke Engelke. Ich habe das Gefühl, dass man sich mit den Leuten gut unterhalten kann, alleine schon, weil wir den gleichen Job haben. Wenn sich zwei Aktienmakler treffen, dann haben die eine Gemeinsamkeit und reden auch über den aktuellen Aktienmarkt.
Nimmst du z.B. Tipps von Stefan Raab an, wenn es um deine Karriere geht?
Nein. Ich bekomme von allen Seiten Tipps, aber welche ich dann annehme oder nicht, ist mir überlassen.
Til Schweiger hat gesagt, du gehörst nach Hollywood…
:..hat er? In der Tat war mein Plan nach dem Abitur erst mal nach Australien zu gehen, Work & Travel zu machen, und dann in Berlin Schauspiel zu studieren. Ich habe jetzt Glück, dass ich in der Szene bin und man kann das ja machen, dass der Plan noch aufgeht.
Du hast im Animationsfilm „Sammys Abenteuer“ die Synchronisation einer Schildkröte übernommen...
…das war wahnsinnig schön, Schildkröte zu sein. Wirklich – du kannst es dir nicht vorstellen, wie geil das ist da zu stehen, einen Text zu sprechen, der einer Schildkröte gehört, und das dann im Nachhinein zu sehen. Also ich habe meine Stimme ein bisschen verstellt (macht die Stimme nach), das ist lustig mich so zu hören. Es ist so ein süßer Film und ich freue mich auf die Premiere, die im Oktober sein wird – auch, weil der Kinofilm in 3D ist.
Wieweit im Voraus kennst du deine Pläne für die nächsten Wochen?
Ich habe einen Plan und ich kann drauf schauen. Und Claudi (Lenas Vertrauensperson) lacht, weil ich nie drauf schaue (lacht selbst). Z.B. als wir gestern im Flugzeug gesessen haben und sie meinte „Komm Lena, dann sprechen wir mal den Plan für morgen durch“, meinte ich nur „Oh ne, keinen Bock“. Dann meinte Claudi: „Doch, das machen wir!“. Ich dann wieder: „Ne, machen wir morgen spontan“. Dann haben wir es trotzdem zusammen angeschaut und ich weiß jetzt sogar, was die ganze nächste Woche passiert – und dann hört es schon wieder auf.
Was nervt dich in letzter Zeit am meisten?
Ich finde Reisen recht anstrengend. Nicht die Länder oder Interviews geben, z.B. wie heute, das ist ja echt ein Marathon. Ich glaube, ich muss ein Beam-Gerät erfinden.
Katja Schlitter
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