#MosqueMeToo

13. Februar 2018 11:43; Akt: 13.02.2018 12:20 Print

Sexuelle Übergriffe auf Muslimas bei Pilgerfahrt

Unter dem Hashtag #MosqueMeToo erzählen derzeit Musliminnen über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung während der Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka.

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Die #MeToo-Debatte hat auch die islamische Welt erreicht. Unter dem Hashtag #MosqueMeToo berichten Musliminnen von sexuellen Belästigungen und Übergriffen, die sie während der Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, erfahren haben.

Ausgangspunkt der Bewegung ist die ägyptische Feministin Mona Eltahawy. Sie rief ihre Glaubensgenossinnen dazu auf, ihre Erfahrungen zu teilen und das Schweigen zu brechen. Zahlreiche Frauen folgten bereits ihrem Beispiel.


"Die Zahl sexueller Übergriffe bei der Hadsch ist riesengroß und niemand wollte mir glauben, als ich erzählte, dass ich begrapscht wurde", erzählt eine Twitter-Userin. Das sei mit der Begründung abgetan worden, es sei bloß jemand gegen sie gerempelt.

Eine andere Muslimin erzählt: "Ich war zehn Jahre alt und ich dachte, meine Schwester packt mich an den Hüften, um mich in der Menge nicht zu verlieren. Doch meine Schwester stand neben mir. Der Typ ließ mich erst los, als meine Schwester ihm einen Ellbogen verpasste."


Eine andere Muslimin schildert sogar mehrere Übergriffe: "Zweimal in Medina, einmal in Mekka. Mir wurde gesagt, ich soll es nicht ansprechen, anderenfalls käme ich in Schwierigkeiten."
Eine andere Userin berichtet, dass sie sogar im Allerheiligsten des Islams, vor der Kaaba, belästigt wurde. "Ich wurde bei der Umra (die sogenannte "kleine Pilgerfahrt", Anm.) während des Tawaf (Umkreisen der Kaaba, Anm.) sexuell belästigt. Zuerst dachte ich, es war ein Versehen, aber er begrapschte mich einfach weiter."
Eine weitere Userin hat die selbe Erfahrung gemacht.

Besonders im dichten Gedränge beim Umrunden der Kaaba scheinen besonders viele Männer die Situation auszunutzen, eine Frau unbemerkt begrapschen zu können, wie mehrere weitere Schilderungen belegen.

Aber nicht nur in Mekka kommt es offenbar immer wieder zu sexuellen Übergriffen. Eine Frau beschreibt, wie sie als 15-Jährige von einem Mann direkt bei der Prophetenmoschee in Medina sexuell belästigt wurde.



Dieser Tabubruch muslimischer Frauen zog bereits viel Ärger und Anfeindungen von vor allem männlichen Muslimen nach sich. Sie werfen den Frauen vor, das Ansehen des Islam zu beleidigen und "Islamfeinden" nur weitere Munition zu liefern.

Doch auf sozialen Netzwerken wird diesen Kritikern reichlich Kontra gegeben. "Wenn ihr fordert, dass wir schweigen sollen, dann beschützt nicht den Islam, sondern die Belästiger", schreibt etwa eine Muslimin.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tschiko am 13.02.2018 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fetzenkleidung

    Dachte immer Moslems männlicher Natur machen sowas nicht an Ihren weiblichen Glaubens und Religionsschwestern. Die Typen ziehen doch immer nur über unsere Frauen, Mädchen her, denn die sind ja in deren Augen sowieso alle leicht zu haben, weil ja alle sich aufreizend anziehen, anstelle in Fetzen gehüllt herumzulaufen. Nau schau man lernt nie aus !

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  • Patrizia am 13.02.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Zum nachdenken

    Wie triebgesteuert sind diese Moslems! Jetzt sind die Frauen ohnehin in Burkas total verhüllt, und wir sehen bringt überhaupt nichts! Unfassbar! Warum sind wohl solche Übergriffe bei einem Kirchenbesuch von Menschen in unserer Kultur undenkbar......

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  • Max Mustermann am 13.02.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Danke der Erfinderin

    MosqueMeToo. Ich kann nicht mehr...!. Wie vertrottelt ist das Leben auf diesem Planeten geworden. Was kommt als nächstes? U-BahnMeToo, KommissariatMeToo, IMeeToo, YouMeToo.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ER am 21.02.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Die besten Witze schreibt das Leben

    Und das kriegen wir auch noch alles. Männer die ihre Griffel nicht bei sich behalten können und jede Frau ansehen wie ich ein Steak in der Feinkostabteilung. Das werden noch spannende Zeiten.

  • Konfusius am 14.02.2018 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine vorschnellen Schüsse!

    In jedem Ort, in dem sich etwas ereignet, ist es vorprogrammiert, dass sich dort auch Verbrecher herumtreiben. Große Feierlichkeiten an öffentlichen Plätzen, sind ein Elderado für finstere Typinnen und Typen.

  • Konfusius am 14.02.2018 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkungsart eines Frommen

    Allah ist der, der richtet! Er ist allbarmherzig und weiß, was zu tun ist. Allah verzeiht und richtet, wen er will.

  • Konfusius am 14.02.2018 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiefer kann ein Gläubiger nicht fallen

    Manche Männer verwechseln da die Pilgerfahrt mit einer Reise in Sachen Sadosex. Fromme Muslime wissen aber, dass sowas ein No-go ist. Die Sexverbrecher werden schon sehnsuechtigst vom Sheitan erwartet.

    • Kritischer Geist am 14.02.2018 10:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Konfusius

      Auch für fromme Muslime - oder gerade für sie - sind Frauen Menschen zweiter Klasse, die in keiner Weise gleichberechtigt sind. Aber das werden wir ja alles noch live erleben, wenn die Muslime erstmal in Österreich in der Mehrheit sind. Freuen wir uns drauf! ;-)

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  • entschleiert am 14.02.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wertekatalog, wen wunderts?

    Der Islam stellt den Mann als armes, seinen Trieben unterworfenes Geschöpf dar und legitimiert jede Form von sexueller Gewalt. Abgesehen das die Frau Besitz des Männes ist, "sind Frauen ein Saatfeld zu dem ihr gehen könnt, wann immer ihr es wünscht". Noch Fragen?