Ärzte ohne Grenzen und Sea Eye

13. August 2017 08:22; Akt: 13.08.2017 10:36 Print

Schon die zweite NGO stoppt Flüchtlingseinsätze

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" zieht ihr Schiff aus dem Mittelmeer ab. Auch "Sea Eye" stoppt ihre Hilfseinsätze.

Das Such- und Rettungsschiff VOS Prudence der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wird nicht mehr im Mittelmeer unterwegs sein. (Bild: picturedesk.com)

Das Such- und Rettungsschiff VOS Prudence der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wird nicht mehr im Mittelmeer unterwegs sein. (Bild: picturedesk.com)

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Die Bedrohung durch die libysche Küstenwache, die schon in "ruhigeren" Zeiten 13 Schüsse auf das Hilfsschiff abgegeben haben soll, ist nur ein Grund, warum "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) ihre Einsätze nun vorerst stoppt.

Auch die deutsche Hilfsorganisation "Sea Eye" gab am Sonntag bekannt, dass sie ihre Einsätze vorerst stoppen wird. Private NGOs seien vonseiten der libyschen Regierung explizit bedroht worden.

Als Hauptgrund wird der Druck der italienischen und libyschen Behörden genannt. "Wir setzen unsere Aktivitäten aus, weil wir nun das Gefühl haben, dass das bedrohende Verhalten durch die libysche Küstenwache sehr ernst ist ... wir dürfen unsere Kollegen keiner Gefahr aussetzen", sagt der Chef von MSF Italien, Loris De Filippi.

Libyen will ihre Such- und Rettungszone vor der Küste ausweiten, Hilfsschiffe sollen diese Zone verlassen. Die NGO befürchtet, dass es dadurch nur noch mehr Tote geben wird.

Aber auch Italien steht bei "Ärzte ohne Grenzen" in der Kritik. Der Verhaltenskodex für Mittelmeereinsätze und eine stärkere Zusammenarbeit mit Libyen erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen.

MSF und zwei andere Organisationen weigern sich jedenfalls, den Kodex der italienischen Regierung zu unterzeichnen. Sie fühlen sich dadurch kriminalisiert und wollen keine - wie es das Regelwerk fordert - bewaffneten Polizisten an Bord lassen.

"Ärzte ohne Grenzen" will - auch wenn ihr eigenes Schiff vorerst im Hafen bleibt - weiterhin andere NGOs unterstützen. Auch an Bord der Schiffe von "SOS Mediterranee" sorgen MSF-Ärzte für die medizinische Versorgung.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Raphael am 13.08.2017 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Verursacher der Flüchtlingsbewegung

    endlich wachen die libyschen und italienischen Behörden auf. Die NGOs haben lange genug im Glauben Gutes zu tun das Falsche gemacht. Sie haben die gefährliche Flüchtlingswanderung angeheizt, weil jeder glaubte, die NGOs schleppen uns ohnehin nach Europa. Ohne NGOs wird sich niemand mehr auf den Weg machen, und alle die kräftigen Menschen werden die Wirtschaft in ihrem eigenen Land zu Wohlstand aufbauen können.

    einklappen einklappen
  • Hannes am 13.08.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ein guter

    Anfang.

  • tschurtle67 am 13.08.2017 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schon die zweite NGO stoppt Flüchtlingseinsätze

    richtig so uns das Schiff gleich Versenken

Die neusten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 14.08.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Entführung

    Ja ich bin auch der Meinung dass es der Freiheitsberaubungs und Kidnappingbewegung unglaublichen Auftrieb gegeben hat als die NGO's zu ihrer Mission aufgebrochen sind. Die Wirtschaftsflüchtlinge wurden ja praktisch von ihrer Küste weggeraubt und in ferne Länder gebracht. NGO's sollen für das weitere Fortkommen der Wirschaftsflüchtlinge aufkommen. Ich will nicht.

  • manu am 13.08.2017 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    gut so

    die NGOs sind sowieseo die größten schlepper

  • Peter Lüdin am 13.08.2017 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Die...

    NGOS-Mitglieder sollten nun anfangen die Geretteten mit ihrem eigenen Geld dauerhaft zu versorgen in Europa, anstatt das egoistisch den europäischen Steuerzahlern zu überlassen.

  • tschurtle67 am 13.08.2017 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schon die zweite NGO stoppt Flüchtlingseinsätze

    richtig so uns das Schiff gleich Versenken

  • Hannes am 13.08.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ein guter

    Anfang.

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