Ex-Zirkustier

28. Februar 2012 16:53; Akt: 28.02.2012 17:02 Print

Misshandelter Braunbär aus Ukraine gerettet

Ein Notfallteam der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat einen misshandelten Braunbären in Luhansk (Ukraine) gerettet und brachte ihn am Dientag in das Bärenschutzzentrum Synevyr. Dort erwartet ihn ein tiergerechtes Leben.

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(Bild: MIHAI VASILE)

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Ein Notfallteam der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat  einen misshandelten Braunbären in Luhansk (Ukraine) gerettet und brachte ihn am Dientag in ein Bärenschutzzentrum, wo ihn ein tiergerechtes Leben erwartet.

Der drei Jahre alte ehemalige Zirkusbär "Potap" lebte zwei Jahre lang auf dem Gelände eines privaten Sportclubs in Luhansk und fristete laut den Tierschützern ein schlimmes Dasein auf bloßem Beton in einem acht Quadratmeter kleinen Käfig. Er sei stark unterernährt und habe eine offene Wunde am Hals, bedingt durch ein zu enges Lederhalsband, so die Tierschützer.

Auf dem Gelände leben zahllose Hunde, die zur Jagd abgerichtet werden. Potap soll beim Hundetraining dafür missbraucht worden sein, den Hunden die Angst vor Bären zu nehmen.

Durch gemeinsamen Einsatz des Notfallteams von VIER PFOTEN, den Mitarbeitern des bulgarischen Bärenschutzzentrums Synevyr und den ukrainischen Behörden konnte Potap am Morgen beschlagnahmt werden. Er ist zwar geschwächt, kann aber die 30 Stunden lange Reise in einer Tier-Ambulanz in das Schutzzentrum Synevyr antreten.

Über 40 Bären in Ukraine nicht artgerercht gehalten

Laut VIER PFOTEN befinden sich in der Ukraine derzeit über 40 Bären in tierquälerischer Privathaltung. "Die meisten Bären leben in kleinen Käfigen neben Restaurants, manchmal auch in Hotels, Tankstellen oder Bars", sagt Amir Khalil, Projektleiter bei VIER PFOTEN. "Wir wollen nun gemeinsam mit den ukrainischen Behörden endlich gegen die grausame Quälerei der Bären vorgehen."

VIER PFOTEN hatte Anfang Februar mit dem für Tierschutz verantwortlichen ukrainischen Umweltminister Mykola Zlochevskiy eine schriftliche Vereinbarung getroffen, die VIER PFOTEN Unterstützung bei der Rettung der misshandelten Bären zusichert.