Staatskrise am Mittelmeer

17. Mai 2012 08:46; Akt: 17.05.2012 10:26 Print

Experte lenkt jetzt Griechen-Finanzen

In Athen ist am Donnerstagmorgen die griechische Interimsregierung vereidigt worden. Das wichtige Ressort der Finanzen übernimmt Georgios Zannias, ein hoher Beamter aus dem Finanzministerium.

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(Bild: ANA-MPA)

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Er hat eng mit allen bisherigen Finanzministern zusammengearbeitet und Griechenland in den vergangenen Jahren bei allen wichtigen Treffen in der EU vertreten. Das Außenministerium übernimmt der erfahrene Karrierediplomat Petros Molyviatis. Das 17-köpfige Gremium unter Ministerpräsident Panagiotis Pikrammenos soll das Land einen Monat lang

Parlament wird aufgelöst

Formell wird am Vormittag auch das am 6. Mai gewählte Parlament zusammenkommen. Nach der Vereidigung der Abgeordneten soll ein neuer Parlamentspräsident gewählt werden, der die Volksvertretung wahrscheinlich am Freitag oder Samstag wieder auflösen wird. Alle Bemühungen, eine tragfähige Regierungsmehrheit zu finden, waren in den vergangenen Tagen gescheitert.

Die zweite Parlamentswahl innerhalb von sechs Wochen dürfte auch darüber entscheiden, ob Griechenland in der Eurozone bleiben wird. Falls radikale Parteien, die das Sparpaket der bisherigen Regierung ablehnen, bei der Neuwahl weiter zulegen, droht dem Land ein Stopp der internationalen Hilfen und damit auch der Staatsbankrott. Im Raum steht zudem der Austritt aus der Eurozone.

APA/red.