Terror-Alarm in Schweden

07. April 2017 15:15; Akt: 07.04.2017 22:46 Print

Amokfahrt in Stockholm: Verdächtiger gefasst

Am Freitag raste ein Lkw durch eine Fußgängerzone im Herzen Stockholms. Mindestens vier Personen wurden dabei getötet, ein Dutzend verletzt.

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Ein Lkw ist in Stockholm in eine Menschenmenge gerast

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Wie am späten Freitagabend offiziell bestätigt wurde, ist in Stockholm ein Lkw zunächst in eine Menschenmenge gerast und danach in das Schaufenster eines Kaufhaus gekracht. Das Fahrzeug hatte mehrere Menschen erfasst und getötet.

Die schwedischen Ermittler bestätigten am Abend: Mindestens vier Menschen wurden getötet und zwölf teilweise schwer verletzt. Schon kurz nach Bekanntwerden der Amokfahrt gingen die Behörden von einem Terroranschlag aus.

Menschen rannten in Panik von der Einkaufsstraße:

Der blutige Anschlag hatte sich kurz vor 15.00 Uhr in der Drottningatan, einer der beliebtesten und bekanntesten Fußgängerzonen der Stadt, ereignet. Ein maskierter Mann hatte kurz vorher den Biertransporter einer Brauerei gestohlen. Als dessen Fahrer gerade den Laderaum aufsperren wollte, sprang der Unbekannte in die Führerkabine und raste los.

"Lastwagen erschien wie aus dem Nichts"

"Ich sah hunderte von Menschen, die um ihr Leben liefen", berichtet eine Zeugin dem "Aftonbladet". Ein schockierendes Überwachungsvideo zeigt die letzten Momente auf der Einkaufsmeile vor dem Anschlag – die Menschen hatten nur weniger Sekunden sich in Sicherheit zu bringen. "Ich lief auf die Hauptstraße, als ein Lastwagen wie aus dem Nichts erschien", berichtet ein weiterer Zeuge der Zeitung.

Auch eine ÖVP-Delegation wurde zum Zeuge der brutalen Attacke. Thomas Steiner, der Bürgermeister von Eisenstadt, und rund 20 Parteigenossen verbrachten den Nachmittag gerade in einem nahen Restaurant, als plötzlich Panik ausbrach.


Die Innenstadt wurde innerhalb kürzester Zeit abgeriegelt. Der öffentliche Verkehr wurde eingestellt und den Anwohnern geraden von den Straßen zu fliehen. Die Polizei veröffentlichte Fotos eines Mannes, der Stunden später in einem Vorort festgenommen werden konnte. Bei der abschließenden Pressekonferenz wollte man sich allerdings weder zu dessen Identität äußern, noch ob es sich bei dem Mann um den mutmaßlichen Täter handelt.

Die Opferzahlen wurden am Freitag mehrmals in beide Richtungen korrigiert und blieben bis zuletzt unklar. Während die Polizei von vier Toten und 12 Verletzten sprach, hatte die Gesundheitsbehörde angegeben, dass 15 Menschen wegen Verletzungen durch die Amokfahrt in Behandlung wären.

Anschläge mit Fahrzeugen häufen sich

Erst am 22. März hat ein Anschlag vor dem Parlament in London für Entsetzen gesorgt. Die Bilder aus Stockholm weckten auch grausige Erinnerungen an die Amokfahrt in Graz im Jahr 2015.

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mein Name am 07.04.2017 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    man stumpft leider immer mehr ab

    Wie nach Paris, Nizza, Berlin und London (und wer weiß noch wo) wird man auch hier seitens der Politik fürchterlich betroffen sein und wieder mal null Komma gar nichts an den eigenen politischen Entscheidungen ändern :-(

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  • Knilch am 07.04.2017 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn

    irgendeiner es wagt zu sagen daß es Islamisten waren werden die Linken wieder bitterböse und beleidigt sein...

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  • Wienerjunge am 07.04.2017 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder leider

    So nicht das erste und letzte mal sein leider

Die neusten Leser-Kommentare

  • Winnetou am 08.04.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Terminator

    Für solche Menschen gibt es nur eine Strafe, wenn er es denn wirklich war! Die Todesstrafe! Solch ein Individuum hat das Recht auf Leben verloren! Das hat nichts mit Abschreckung zu tun! ( Das Argument der Todesstrafen Gegner )! Was wollen Sie mit so einem Individuum machen? Ins Gefängnis? Tausende von Steuergeldern dafür verschwenden? Nein, so einer hat kein Recht zu Leben! Wieviel Familien hat er durch seine schreckliche Tat zerstört? Ich kann es nicht fassen! Was ist nur auf unserem Erdball los!

  • Amelie am 07.04.2017 21:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gott steh uns bei

    Wieder mussten unschuldige Menschen sterben.....und die ganze Welt ist entsetzt.Diese Anschläge sind grausam und feige. Es ist nur mehr traurig wenn man sowas liest.

  • Freigeist77 am 07.04.2017 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder nur ein "Einzelfall"!

    Und was passiert ihm? Nichts! Es war wie immer nur ein Einzelfall, der wieder nicht auf alle abgewälzt werden darf, weil die anderen das eben großteils "nur" gefällt - auch wenn sie es nicht öffentlich zugeben - und alles wird zu den Akten gelegt. Der Täter hatte halt mal wieder ein psychisches Problem! Gerade dass man ihn nicht auf freien Fuß anzeigt.

  • Chakalaka am 07.04.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Der Preis der Freiheit

    Trump und Erdogan haben es vorausgesehen: wir beherbergen Terroristen in unserer Mitte. Wenn der Preis für unsere Hilfe die Gefahr für Leib und Leben, die Einschränkung der Freiheit und ständige Angst ist, dann stimmt etwas nicht. Da sollte man nur noch in den Heimatländern helfen. Dieser Preis ist einfach zu hoch.

    • zimbo am 08.04.2017 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      derzeit immer nur 1LKW

      Entscheidend ist dass sie rot oder grün wählen.

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  • erika am 07.04.2017 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Terror

    Wann macht ihr Endlich Schluss wieviele müssen noch sterben bis ihr Endlich einmal aufwacht.Was können diese Menschen dafür wenn die Politik versagt.Es ist traurig