Deutscher Außenminister

12. August 2017 11:30; Akt: 12.08.2017 12:37 Print

Italien läuft über: Minister warnt vor Asylwelle

"Gleiche Situation wie am Balkan 2015": Sigmar Gabriel (SPD) warnt vor der nächsten großen Flüchtlingswelle. Leidtragende: Deutschland und Österreich.

Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) befürchtet, dass sich der Flüchtlingsansturm von 2015 wiederholt. (Bild: Reuters)

Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) befürchtet, dass sich der Flüchtlingsansturm von 2015 wiederholt. (Bild: Reuters)

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Nicht nur hierzulande, auch in Deutschland herrscht Wahlkampf. Und so wundert es nicht, dass CDU und SPD mit dem Flüchtlingsthema um Wähler rittern. Während (Noch-)Kanzlerin Angela Merkel für mehr Flüchtlinge in der EU offen ist, warnt SPD-Außenminister Sigmar Gabriel vor der Migration über das Mittelmeer: "Wir laufen sehenden Auges in die gleiche Situation wie 2015 auf dem Balkan hinein."

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"Italien läuft über"

Für Italien sei das Flüchtlingsproblem schon jetzt eine Katastrophe, so Gabriel im Interview mit dem deutschen "Stern". "Es ist doch unübersehbar: Jetzt kommen die Flüchtlinge über Libyen nach Italien und werden zurzeit dort gestoppt. Italien läuft aber über. Es gibt wieder keine europäische Solidarität in der Frage."

Deutschland und Österreich als Leidtragende

Gabriel reagierte damit auf die Kritik, Martin Schulz würde das Flüchtlingsthema für den Wahlkampf nützen. Dass der SPD-Kanzlerkandidat davor warne, "und auch die CDU-Kanzlerin Angela Merkel auffordert, nicht tatenlos zuzusehen", sei nach seiner Ansicht mehr als berechtigt. Europäische Regierungschefs müssten jetzt Lösungen verhandeln, "die verhindern, dass auf einmal explosionsartig die Schleusentore geöffnet werden." Sonst würden Deutschland und Österreich wie 2015 die Hauptleidtragenden sein.

Auch in Österreich wird mit der Flüchtlingskrise wahlgekämpft. VP-Außenminister Sebastian Kurz forderte etwa die Schließung der Mittelmeerroute, SP-Kanzler Kern konterte mit der Aussage, das sei "keine ernstzunehmende Politik".

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tschogal am 12.08.2017 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    EU unnütz!!

    Ich frage mich schon jahrelang wann die EU endlich etwas unternimmt. Die Integration funktioniert hinten und vorne nicht aber man lässt immer mehr Flüchtlinge nach Europa, die man dann nicht einmal mehr abschieben kann! Zu was ist die EU überhaut gut (zum Gurkenkrümmungmessen?)

    einklappen einklappen
  • Petar W am 12.08.2017 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    AUFWACHEN

    Herr Sobotka! Herr Kurz! Herr Kern! AUFWACHEN!

    einklappen einklappen
  • Kalinka am 12.08.2017 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Politik? ernst nehmen? bei uns?

    Na ja wenn der sp Kanzler meint dass ist keine ernst zu nehmende Politik dann wäre halt angebracht eine ernst zu nehmende Politik zu präsentieren aber das werde ich wahrscheinlich nicht mehr erleben. Oder wartet er schon wieder auf so ein Desaster wie 2015

Die neusten Leser-Kommentare

  • manuela am 14.08.2017 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    man sollte

    einfach aufhören diese leute im mittelmeer zu retten und wenn man sie schon rettet dann muß man sie zum ausgangspunkt zurückbringen nur so hört diese völkerwanderung auf mann kann diese menschen nicht alle nach europa bringen

  • Tina am 13.08.2017 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wieder zurueck

    Wir brauchen keine von da unten,die werden nicht für unsere Pensionen arbeiten und unser Christliches Land ,wird nicht mehr lange Christlich bleiben,ist wohl Logo,

  • Raphael am 13.08.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    EU will noch mehr Zuwanderung.

    Derzeitige Sprüche von Politikern kann man allesamt vergessen. In Österreich müssten sich alle Menschen, die unsere Heimat, unsere Kultur und unseren Sozialstaat nicht untergehen lassen wollen zu einer friedlichen Demo zusammenfinden, so wie es einst das Lichtermeer vorgezeigt hat. Um eindrucksvoll den Politikern klarzumachen, dass wir konkrete Taten fordern. Und diese jetzt! Es kann nicht sein, dass Gesetze gebrochen werden (Schengen, Dublin, Genfer Konvention), und wir nicht mehr Herr im eigenen Land sind.

  • fuhrinat am 12.08.2017 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfeschrei

    Zum handeln brauchen wir doch nicht die EU, weil die haben bis jetzt auch nichts gemacht.

  • Michael Schweigert am 12.08.2017 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Hr.

    Grenzen zu und gut ist's

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