TV-Duell der US-Vize

12. Oktober 2012 08:35; Akt: 02.01.2014 14:04 Print

Bidens "Zahnpasta"- Lächeln sorgt für Spott

Der amerikanische Vize-Präsident Joe Biden hat mit seinem wiederholten Lachen und Belächeln des politischen Gegners in der TV-Debatte viel Spott einstecken müssen.

 (Bild: Reuters)

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"Ich bin mir nicht sicher, ob die Debatten-Kameras auf Bidens Zähne vorbereitet waren. Das schaut man sich besser mit einer Sonnenbrille an", schrieb der Korrespondent des "Time"-Magazins, Michael Scherer.

Biden hatte auf die Redebeiträge des Republikaners Paul Ryan immer wieder mit einem breiten, mitunter überheblich wirkenden Lächeln reagiert. Dabei zeigte der 69-Jährige seine blendend weißen Zähne.

"Außer Kontrolle geraten"

Analysten des Kurznachrichtendienstes Twitter ermittelten, dass das Wort "laughing" (lachend) mit am häufigsten in den Beiträgen über die Debatte der Bewerber für das Amt des Vize-Präsidenten erwähnt wurde. Das Internet-Magazin Politico widmete Bidens Mimik noch in der Nacht eine umfangreiche Story unter dem Titel "Twitter runzelt die Stirn über Bidens Lachen". "Bidens Lächeln ist außer Kontrolle geraten", stellte der Kommentator des Senders NBC, David Gregory, fest.

Der politische Gegner griff Bidens auffälliges Verhalten dankbar auf. "Sein Lachen und sein herablassendes Verhalten ist ein Disaster", schrieb der politische Berater der Republikaner, Brad Dayspring. Noch in der Nacht verschickte der Parteichef der Republikaner, Reince Pribus, einen Video-Zusammenschnitt von Ryans Rede und dem zeitgleichen Lächeln des 27 Jahre älteren Kontrahenten Biden.

Themen von Iran bis nationale Probleme

Die Themen in der Debatte reichten vom Atomstreit mit dem Iran bis zu den wirtschaftlichen Problemen in der Heimat. Dabei zeigte sich Biden deutlich angriffslustiger als Obama bei seinem Duell in der vergangenen Woche mit Herausforderer Romney. Biden warf dem republikanischen Präsidentschaftsduo Mitt Romney und Paul Ryan eine sozial ungerechte Steuerpolitik vor: "Sie nehmen die Mittelschicht als Geisel, um die Steuern für die Superreichen zu senken".


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