Tragödie auf Mallorca

06. April 2018 12:41; Akt: 06.04.2018 13:09 Print

Porsche überrollt Radler: "Monster kam von hinten"

Völlig bekifft raste eine 28-Jährige mit ihrem Cayenne in eine Radfahrer-Gruppe auf Mallorca. Ein Sportler starb. Der Schock auf der Insel und in Bayern sitzt tief.

Die Porsche-Lenkerin überfuhr nein Radler, einer starb (Bild: Screenshot Video)

Die Porsche-Lenkerin überfuhr nein Radler, einer starb (Bild: Screenshot Video)

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Einen Tag nach dem dramatischen Unfall am Donnerstag in der Nähe von Capdepera im Nordosten der Ferieninsel Mallorca ist die Betroffenheit auf der Insel noch immer groß.

"Wie heute.at" bereits berichtete, hatte eine 28-jährige Porsche-Lenkerin gegen 9.30 Uhr eine Gruppe von neun Fahrradfahrern aus Bayern überrollt. Ein Sportler erlag in der Nacht auf Freitag seinen schweren Verletzungen.

28-Jährige hatte Cannabis konsumiert

Ein durchgeführter Drogentest mit der Porsche-Lenkerin verlief positiv und ergab, dass sie Cannabis konsumiert hatte und bei ihrer Fahrt unter Suchtmitteleinfluss stand. Die 28-Jährige ist Mutter einer kleinen Tochter.

Vor einem Jahr gründete sie eine Reinigungsfirma, deren Service mittlerweile auf der ganzen Insel genutzt wird. Die 28-Jährige hat sich mit ihrem Unternehmen einen Namen gemacht, füllt aber jetzt mit dem tragischen Unfall die Schlagzeilen.

Unfall auf Mallorca Thema Nr. 1

Auf Mallorca gibt es derzeit kein anderes Thema, über das so viel geredet wird, wie über das Drama der Fahrradfahrer aus Immenstadt in Bayern, unweit der österreichischen Grenze. Hannes Blaschke ist der Gründer von "Hannes Hawaii Tours" - die überfahrenen Radler sind allesamt Teilnehmer seines Trainingscamps, berichtet die "Mallorca Zeitung".



Knapp eine Stunde nach dem Crash läutete bei ihm das Telefon. Einer der Teilnehmer erklärte ihm, dass es einen Unfall mit vielen Verletzten gegeben hat. "Genau für solche Fälle haben alle unsere Teilnehmer die Notfallnummer von uns, damit wir sofort die Polizei verständigen können", wird Blaschke in dem Bericht zitiert.

"Sie hatten keine Chance"

Zwar habe es in der Vergangenheit immer wieder kleinere Unfälle gegeben, so etwas wie am Donnerstag, "das gab es noch nicht". Blaschke fuhr nach dem Telefonat sofort zu der Unfallstelle, wo die Teilnehmer bereits medizinisch versorgt wurden.

"Sie hatten keine Chance, nicht einmal eine Zehntelsekunde Zeit, um zu reagieren. Das Monster kam von hinten", sagt Blaschke über die Porsche-Lenkerin. Der Schock sitzt bei dem Gründer von "Hannes Hawaii Tours" noch sichtlich tief.

"Glück im Unglück"

Die Fahrräder seien bei dem Unfall völlig zerstört worden und nur mehr Wracks. "So wie die Räder aussehen, war es fast noch Glück im Unglück", so Blaschke. Sein Team gibt ihm den nötigen Rückhalt und auch viel Kraft. Blaschke: "Der Zusammenhalt im Team ist unglaublich, das hilft sehr".

Am Samstag werden die übrigen Teilnehmer der Tour nach Deutschland zurückfliegen. Die Gruppe hat noch einen Tag Zeit, um sich zu verabschieden.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Irmi G. am 06.04.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Mallorca

    Hoffentlich bekommt dieses Monsterweib eine gerechte Strafe. WAHNSINN was da passiert ist. Den Hinterbliebenen viel Kraft.

  • Rottifrauerl am 06.04.2018 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    war Mord

    meine Meinung........ LEBENSLANG wegen Mordes !!! Wer sich so unter Drogen in ein Auto setzt und damit seine Mitmenschen gefährdet und wie in diesem Fall tötet, gehört wegen Mord angeklagt und ewiges Fahrverbot !!

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  • Möbelhaus am 06.04.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Und was

    genau wird dieser elendigen Verbrecherin passieren ??

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karin M. am 06.04.2018 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Wenn ich mir diese Bilder ansehe, bekomme ich Gänsehaut, wie ein Schlachtfeld, verletzte Menschen, die von einer gewissenlosen Fahrerin niedergemäht wurde, sogar ein Todesopfer ist zu beklagen. Ich hoffe, dass ihre Gewissen sie jeden Tag erinnert, was sie angerichtet hat.

  • Alexandra am 06.04.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Monster kommt von hinten

    Ja, diese zweirädrigen Monster kommen häufig von hinten ohne jeglicher Vorwarnung angeschossen und bringen einen in gefährliche Situationen...

    • Dr. am 06.04.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

      Hr.

      Seit wann hat ein Auto nur 2 räder

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  • Carl Lechleitner am 06.04.2018 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Radfahren ist doch ungesund !!!

    Radfahren ist doch ungesund...

  • TantePolly am 06.04.2018 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Unfälle passieren nicht nur mit

    Cannabis sondern auch mit Alkohol. Alkohol macht krank und süchtig, ist legal und überall erhältlich. Cannabis ist illegal, macht aber weniger abhängig. Es sollte in beiden Fällen schon die bloße Berauschung in der Öffentlichkeit strafbar sein. Auch für Fußgänger!

  • Rottifrauerl am 06.04.2018 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    war Mord

    meine Meinung........ LEBENSLANG wegen Mordes !!! Wer sich so unter Drogen in ein Auto setzt und damit seine Mitmenschen gefährdet und wie in diesem Fall tötet, gehört wegen Mord angeklagt und ewiges Fahrverbot !!

    • Alexandra am 06.04.2018 18:47 Report Diesen Beitrag melden

      Schwachsinn

      Mord setzt Vorsatz voraus. Was sie gemacht hat war saudumm, aber sie hatte einfach Pech auf diese wahnsinnigen zu treffen. Wer sich im Straßenverkehr aufs Fahrrad setzt, ist sich der damit verbundenen Gefahren bewusst und hat kein Recht auf Mitleid wenn etwas passiert.

    • Undertaker am 07.04.2018 10:22 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Schwachsin

      Genau, Zitat Mord setzt Vorsatz voraus. Wenn sich jemand bekifft, besoffen, zum Rennen auf öffentlichen Straßen usw... als Fahrer mit dem Auto unterwegs macht, weiß derjenige welche Folgen dieses Verhalten haben kann, nur weil es nicht jedesmal zu solchen Tragödien kommt darf der Vorsatz nicht aufgehoben werden! Der letzte Satz in ihrem post ist wahrlich das Letzte!

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