Wegen DHL-Erpressern

07. Dezember 2017 21:56; Akt: 07.12.2017 22:08 Print

Deutsche in Angst vor Weihnachtspaketen

Die vor einer Woche entdeckte DHL-Paketbombe war zündfähig. Das dürfte die ohnehin schon verängstigte Bevölkerung noch nervöser machen.

Glücklicherweise sind bislang bei der deutschen Polizei nur Fehlalarme eingegangen. (Bild: picturedesk.com)

Glücklicherweise sind bislang bei der deutschen Polizei nur Fehlalarme eingegangen. (Bild: picturedesk.com)

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Die Gefahr von Paketbomben versetzt die Menschen in Berlin und Brandenburg nach dem Vorfall in der Potsdamer Innenstadt am vergangenen Freitag in Angst.

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Ausgerechnet jetzt, in der Vorweihnachtszeit, muss die Polizei davor warnen, Pakete zu öffnen, die nicht bestellt wurden oder die keinen oder einen fehlerhaften Absender haben.

Paketbombe war zündfähig

Denn vor einer Woche hatten Sprengstoffexperten der Bundespolizei ein Paket unschädlich gemacht, das in einer Apotheke in der Potsdamer Innenstadt abgegeben worden war. Die Ermittler gehen davon aus, dass hinter der Paketbombe eine Erpressung in Millionenhöhe gegen den Paketdienst DHL steckt.

Dass dieses Paket es im wahrsten Sinn in sich hatte, zeigte sich jetzt: Die in der Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe war mit Batterien zündfähig. "Es war eine Sprengvorrichtung, die bei einer Umsetzung erhebliche Gefahr für Leib und Leben bedeutet hätte", sagte Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange im Innenausschuss des Landtags.

Sonderkommission "Quer"

An einer Metallbüchse mit Nägeln und einem Polenböller seien mehrere Batterien angeschlossen gewesen. Daher werde wegen räuberischer Erpressung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

Nach Angaben des Innenministeriums sind bei der Sonderkommission "Quer" bislang 113 Hinweise eingegangen. Dadurch habe sich bislang keine heiße Spur ergeben.

Stattdessen häufen sich die Fehlmeldungen, die die Woche über für mitunter skurrile Polizeieinsätze sorgten.

Vibrator im Briefkasten

Etwa am Dienstag, als die Polizei in Oranienburg zu einem Haus gerufen wurde. Dort kamen aus einem Briefkasten verdächtige Geräusche. "Es klingelte und vibrierte über eine längere Zeit, einige Bewohner trauten sich nicht aus dem Haus", erklärte die Polizei.

Beamte schauten daraufhin durch den Briefkastenschlitz und entdeckten – einen eingeschalteten Vibrator. "Da er ja schon eine Weile in Betrieb war und die Besitzer des Briefkastens nicht erreicht werden konnten, beließen die Beamten das Gerät im Kasten", hieß es im Polizeibericht.

Ein Christstollen und eine Weihnachtsgrußkarte

In Wittstock an der Dosse meldete sich ebenfalls am Dienstag ein 32-Jähriger bei der Polizei und gab an, ein Paket ohne Absender erhalten zu haben. "Im Paket befand sich ein Luftgewehr, das der Mann jedoch nicht bestellt hatte", teilte die Polizei mit. Die Beamten beschlagnahmten die Waffe und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Am Montag hatte ein verdächtiges Paket bei der Bußgeldstelle in Gransee für Aufregung gesorgt. Eine Mitarbeiterin wollte es nicht öffnen, ein Absender stand aber darauf. Dieser teilte der herbeigerufenen Polizei schließlich telefonisch mit, dass die Sendung "eine Danksagung für die Mitarbeiterin" sei. Sie enthielt unter anderem einen Christstollen und eine Flasche Wein.

Auch anderswo im Land ist die Bevölkerung sensibilisiert. Im Landratsamt von Sondershausen hatte eine Mitarbeiterin einen verdächtigen Brief entdeckt und die Polizei alarmiert: Sie habe in dem dicken Umschlag ohne Absender Pulver und "etwas Technisches" erfühlt. Der Inhalt stellte sich als Weihnachtsgrußkarte heraus.

(20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • emmi33 am 08.12.2017 02:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach ja

    Es ist schlimm geworden, in den deutschen Landen

  • oTTo am 08.12.2017 01:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es Weihnachtet wieder

    Ja, kaufen, kaufen , billiger und noch billiger. Schneller und noch schneller. aber ALLES hat ein Ende.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • emmi33 am 08.12.2017 02:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach ja

    Es ist schlimm geworden, in den deutschen Landen

  • oTTo am 08.12.2017 01:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es Weihnachtet wieder

    Ja, kaufen, kaufen , billiger und noch billiger. Schneller und noch schneller. aber ALLES hat ein Ende.

    • entschleiert am 08.12.2017 01:48 Report Diesen Beitrag melden

      Konsumskeptisch

      Jedoch muss schon erwähnt werden, das auf grund massenunterwanderung einer gewissen ideologie das subjektive sicherheitsgefühl und ein gewaltiger teil an lebensqualität für immer weg sind. dennoch wird nicht offen über das ideologische problem gesprochen.

    • oTTo am 08.12.2017 02:20 Report Diesen Beitrag melden

      Wir Alle

      Stimmt andere wollen auch ein Auto oder TV oder keine Touristen oder enfach vielleicht NUR Wasser. Und Glücklich zu Hause leben können.

    • motto am 08.12.2017 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @oTTo

      Billiger notgedrungenermaßen bei unterbezahlung und 12 Stunden tag. Wer anders kann werfe den ersten Stein oder schreibe was fundiertes gegenteiliges ohne sinnlose allgemeinfloskeln.

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