Von Verfassungsgericht gefordert

08. November 2017 10:06; Akt: 08.11.2017 14:23 Print

Deutschland führt drittes Geschlecht ein

Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Es gab damit einer intersexuellen Klägerin recht.

Deutsches Verfassungsgericht verlangt drittes Geschlecht im Geburtenregister (Bild: picturedesk.com/APA)

Deutsches Verfassungsgericht verlangt drittes Geschlecht im Geburtenregister (Bild: picturedesk.com/APA)

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Intersexuelle Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden ihre geschlechtliche Identität "positiv" eintragen zu lassen, entschieden die Verfassungsrichter in Karlsruhe.

Zur Begründung verwies das Gericht auf das im Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht. Das Persönlichkeitsrecht schützt nach Auffassung des Gerichts auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen.

Bisherige Regelung verfassungswidrig

Die bisherige Regelung sei mit den grundgesetzlichen Anforderungen insoweit nicht vereinbar, als dass es neben "weiblich" oder "männlich" keine dritte Möglichkeit bietet, ein Geschlecht eintragen zu lassen.

Im September 2016 hatte die intersexuelle Vanja eine Gruppe organisiert und eine Verfassungsklage eingebracht. Die Organisatorin, die intersexuelle Vanja, war bei ihrer Geburt 1989 als weiblich registriert worden.

"Inter" statt Leerstelle

Sie wollte zunächst beim Standesamt durchsetzen, dass diese Bezeichnung gestrichen und durch "inter/divers" ersetzt werde. Das Standesamt lehnte den Antrag jedoch mit dem Verweis ab, das Gesetz sehe nur die Optionen "männlich" oder "weiblich" vor sowie die Möglichkeit, kein Geschlecht einzutragen.

Vanja legte daraufhin vor dem Bundesverfassungsgericht Beschwerde ein. Eine Leerstelle sei nicht das Gleiche, so die Begründung. Dem stimmten die Richter nun zu.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 08.11.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Oje Deutschland

    Schmerz lass nach! In D regiert der Wahnsinn. Bis jetzt war es eindeutig, welches Geschlecht ein Mensch hatte. Ein Blick in die Unterhose genügte. Jetzt haben die (politischen!!!) Richter alles, was einmal klar war, zu einem schwammigen trüben Matsch verquirlt. Denn über "inter" kann man ja wohl selbst entscheiden und sein Geschlecht dann täglich wechseln. In etwa, wie eine Weinbergschnecke. Nehmen sich diese Deutschen eigentlich selber noch ernst? Und kommt so ein Schwachsinn demnächst bei uns auch?

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  • Richard Lego Österreicher am 08.11.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich !

    Das muß sein...die "eine Intersexuelle" würde sich ja extreeem diskriminiert gefühlt haben wenn der oberste Gerichtshof ihr nicht recht gegeben hätte.....irrrrrrrrrrre

  • Censorship am 08.11.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sonst keine Probleme?

    Und das ist jetzt inwiefern wichtig? Die Religion ist weggefallen und ebenso wird wohl auch das Geschlecht fallen, denn es ist völlig irrelevant, ob jemand männlich, oder weiblich ist... OK, außer für die Grüninnenbesetzungsliste... Sind wir froh, dass die deutschen Gerichte nicht ausgelastet sind mit all den Einsprüchen gegen negative Asylbescheide..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Toni (Stehpinkler) am 11.11.2017 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Geburt sollte angekreuzt werden:

    Entweder Sitzpinkler oder Stehpinkler. Mehr Informationen sind nicht nötig.

  • Reto aus Zürich am 11.11.2017 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Witzig!

    Ich finde es extrem witzig, dass sich hier ausgerechnet Österreicher, die Conchita Wurst an den ESC geschickt haben, sich so negativ über dieses Thema auslassen!

  • Martin Meyerhofer am 08.11.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

    Meine Güte, liebe Leute, bevor ihr gegen andere seid, informiert euch vielleicht einmal. Das Geschlecht wird durch die Chromosomen bestimmt; XX bedeutet Frau, XY bedeutet Mann. Es gibt jedoch auch Menschen die weder das die eine noch die andere Variante, sondern vielmehr eine Mischform aufweisen. Diese Personen sind also "irgendwas dazwischen" also "intersexuell". Diese Leute können nicht, wie hier manche meinen zu wissen, jeden Tag ihre Meinung ändern, was sie sind. Es ist genetisch bedingt. Typisch, nur weil jemand anders ist als ihr, darf er/sie in euren Augen natürlich keine Rechte haben.

  • Kritischer Geist am 08.11.2017 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Transsexualität

    Transsexualität ist und bleibt eine psychische Störung. Sie wird von der WHO als Krankheitsbild geführt und mir als Psychiater ist in 15 Jahren Berufspraxis noch kein Transsexueller untergekommen, der nicht gleichzeitig deutliche andere Psychopathologien gezeigt hätte. Diese Menschen brauchen unser Verständnis und unsere Unterstützung. Aber wenn wir einfach per Gesetz ein drittes Geschlecht einführen, ist niemandem geholfen - außer jenen, die sich so gerne selbst zu Fürsprechern von Minderheiten machen.

    • Michaela am 11.11.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      info

      Hier geht es aber nicht um Transexuelle, sondern um INTER. Das ist ein gewisser unterschied! Zumal Transexuelle definitiv nicht krank sind!

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  • Erik am 08.11.2017 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    warum?

    Desto mehr das Christentum aus der EU verdrängt wird, desto mehr nimmt diese linksradikale Ideolige zu, neben der Islamisierung, lustiger Kontrast.

    • FC am 08.11.2017 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Josef Vouivre

      Was sonst? Nächstenliebe, Mitgefühle dem Nächsten gegenüber, Achtung, all diese Sachen wollen Sie ausgliedern? Aber wohlmöglich haben wurde Ihnen noch nie gesagt was Christentum bedeutet. Keine Religion, keine Kirche sondern der wahre Glaube der es lehrt seinen Nächsten zu lieben, das ist Christentum. Aber Sie wollen wohl eher Kapitalismus, Egoismus, usw. haben.

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