Stimmungsschwankungen

12. Juli 2018 13:38; Akt: 12.07.2018 13:38 Print

Trump irritiert bei Streit ums Nato-Geld

Die Staats- und Regierungschefs der Nato haben sich auf eine gemeinsame Gipfelerklärung geeinigt. Doch an Tag 2 drohte neues Ungemach.

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Tag 2 des Nato-Gipfels startete mit einem Eklat. Offenbar hatte US-Präsident Donald Trump den anderen Nato-Mitgliedern mit einem amerikanischen Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht. Das berichtete "Bild" unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur, die wiederum Diplomatenkreise als Quelle nennt.

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Wenn die übrigen Nato-Mitglieder nicht sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgäben, zögen sich die USA zurück, hieß es weiter.

"Gut geölte Maschine"

Später wurde eine Sondersitzung zum Streit um die Verteidigungsausgaben angesetzt, der US-Präsident trat danach vor die Presse. Bei der Pressekonferenz sicherte Trump zu, dass die USA dem Bündnis weiter verpflichtet bleiben."Die Nato ist jetzt eine gut geölte Maschine", sagte Trump in Brüssel.

Er sehe nach dem Streit beim Nato-Gipfel einen "enormen Fortschritt" bei den Verteidigungsausgaben der Verbündeten der westlichen Militärallianz. "Die USA wurden nicht fair behandelt, aber jetzt ist das der Fall", sagte er und fügte an: "Ich glaube an die Nato." Worauf sich Trumps Einschätzung eines "enormen Fortschritts" bezog, blieb zunächst offen. Zudem nannte er sich abermals ein "stabiles Genie".

Macron dementiert

Kurz danach feuerte der französische Präsident Emmanuel Macron gegen Trump, der behauptet hatte, dass die Nato-Staaten die Defensiv-Augaben um mehr als 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern wollen.

"Es gibt eine Mitteilung von gestern, sie ist sehr detailliert", sagte Macron am Donnerstag. "Sie bestätigt ein Ziel von zwei Prozent bis 2024. Das ist alles."

Trump trifft seinen Amtskollegen Wladimir Putin am Montag in Helsinki – und gab sich zuversichtlich. Es "könnte das einfachste von allen auf meiner Europareise sein", so der US-Präsident.

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(red)

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