Präsident twitterte

12. Januar 2018 15:53; Akt: 13.01.2018 12:54 Print

Enthüllt: Darum will Trump England nicht besuchen!

Wild: US-Präsident Trump twitterte, dass er nicht nach London kommen werde, um die neue US-Botschaft einzuweihen. Wie immer soll Obama schuld sein ...

Nur seine Wachsfigur wird in London sein! Der echte Donald Trump will die neue US-Botschaft (Hintergrund) nicht einweihen.  (Bild: picturedesk.com)

Nur seine Wachsfigur wird in London sein! Der echte Donald Trump will die neue US-Botschaft (Hintergrund) nicht einweihen. (Bild: picturedesk.com)

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Es war wieder einer seinen wilden Twitter-Attacken: US-Präsident Donald Trump schrieb, dass die US-Regierung unter seinem Amtsvorgänger Barack Obama die bisherige "bestgelegene und feinste" Botschaft in London für "Peanuts verkauft" habe – nur um in einer abgelegenen Gegend eine neue für 1,2 Milliarden Dollar zu bauen! Also alles wie immer: Obama ist schuld – und der arme Donald muss die Suppe auslöffeln.



Der umstrittene Tweet von Donald Trump (Quelle: Twitter).

Doch wie bei jedem zweiten Tweet des US-Präsidenten stimmt auch dieses Mal mindestens die Hälfte nicht: Denn die Verlegung der Botschaft hatte nicht die Obama-Regierung in Gang gesetzt, sie wurde bereits 2008 unter Präsident George W. Bush beschlossen. Grund: Das bisherige Botschaftsgebäude soll vor Terroranschlägen nicht sicher gewesen sein.

Der wahre Grund? Trump hat keine Lust auf England

Nicht nur Experten, sondern auch die britischen Medien vermuten einen ganz anderen Grund: Trump hat keine Lust, nach England zu kommen – und sich (vermutlich) anfeinden zu lassen! Denn obwohl Premierministerin Theresa May vor einem Jahr bei ihrem Antrittsbesuch im Weißen Haus eine Einladung Trumps durch Queen Elizabeth ausgesprochen hatte, wird der US-Präsident nicht mit offenen Armen empfangen werden. Im Gegenteil: 1,8 Millionen Briten haben eine offizielle Parlamentspetition gegen den Staatsbesuch unterzeichnet, das Parlament debattierte darüber – und ein Oppositionsabgeordneter sprach gar von "Händchenhalten mit dem Faschisten Trump".

Dabei schien die Botschaftseröffnung bislang als elegante Lösung für einen Trump-Staatsbesuch mit reduziertem Programm – Trump und den Briten wäre eine Rede des US-Präsidenten im Parlament und vor der Queen erspart geblieben. Noch beim Amtsantritt hatte Trump die "ganz besondere Beziehung" zwischen seinem Land und Großbritannien betont. Nach seiner Absage soll nun US-Außenminister Rex Tillerson die Botschaftseinweihung übernehmen.

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(tas)

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