Ermittlungen eingestellt

21. Januar 2018 08:15; Akt: 21.01.2018 09:42 Print

Pflegefamilien-Kind von Asylwerber missbraucht?

Im März 2016 kam der Afghane Mahdi A. nach Berlin zu einer Familie, die sich um ihn kümmern wollte. Dann begann der Albtraum.

Die Familie wird therapeutisch betreut. (Bild: iStock)

Die Familie wird therapeutisch betreut. (Bild: iStock)

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Mahdi A. fehlte es an nichts. Er hatte ein eigenes Zimmer, durfte zur Schule gehen und war bei einer liebevollen Familie, die sich um ihn kümmerte. Dann der Schock: Mahdi (angeblich 14) soll die vierjährige Tochter sexuell missbraucht haben.

Laut "Bild" kam der Afghane Anfang 2016 in Begleitung mit zwei Erwachsenen nach Deutschland. Papiere hatte er keine bei sich, weshalb sein Geburtsdatum auf 1. Jänner 2004 ausgestellt wurde.

"Doktor-Spiele"

Mahdi hat Glück: In Berlin bekommt er eine Pflegefamilie, die sich um ihn sorgen möchte. Am Anfang verlief auch alles gut. Er spielte mit den Kindern, freute sich über die Möglichkeiten. Die Familie nahm sogar einen zweiten Jungen aus Afghanistan auf.

Am 25. Juli 2017 veränderte sich alles: Laut Polizeiakten verließen die Eltern wegen eines Termins das Haus. Die Kinder blieben in der Obhut der Haushaltshilfe. Als die Eltern am Abend zurückkehrten, erzählt die Vierjährige ihrer Mutter, dass sie mit Mahdi Doktor gespielt habe. Die Frau hakt nach und erfährt schockierende Details. Öffentlich preisgeben möchte sie diese jedoch nicht.

Die Vierjährige gab in einer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an, dass Mahdi mit ihr "gespielt" habe. Der andere Junge hätte nur zugesehen, jedoch nichts unternommen. Laut Ärzten bestehe ein dringender Verdacht auf mehrfachen sexuellen Missbrauch.

Staatsanwaltschaft lehnt Alterstest ab

Mahdi stritt die Vorwürfe gegenüber der Polizei ab, den anderen Jungen befragte man nicht. Das größte Problem an der Sache: Mahdi wäre mit damaligen 13 Jahren ohnehin nicht strafmündig. Der ermittelnde Beamte zweifelt sein Alter jedoch an. Laut ihm sei der Afghane älter einzuschätzen.

Einen Alterstest lehnte die Staatsanwaltschaft jedoch ab. Der Grund: Einen hinreichenden Tatverdacht gebe es nicht. Und dass Mahdi älter sei, wäre nur eine Vermutung. Keine Argumente für einen Alterstest also.

Unterdessen machte sich Mahdi immer jünger. Bei einem Termin mit seinem Caritas Vormund gab er Ende September des vergangenen Jahres an, dass er am 9. Juni 2004 Geburtstag hätte. Dies wurde ohne vorliegende Beweise geändert.

Mittlerweile wurde das Vermittlungsverfahren eingestellt. Mahdi befindet sich nicht mehr in Berlin. Laut "Bild" flüchtete er ins schwedische Malmö. Dort hätte er zudem eine neue Identität: Ahmad M, geboren am 9. Juni 2005.

Die Familie erhält laut der Berline Senatsverwaltung therapeutische Unterstützung.

(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • IDkonzeptKUNST. am 21.01.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Politik der offenen Grenzen.

    Unfassbar. Ich antworte hier mit einem Zitat: Manchmal verbirgt sich hinter scheinbar Gutem das Böse. Frau Merkel ist für viel Leid verantwortlich.

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  • Bertl Kral am 21.01.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Laut Ärzten bestehe ein dringender Verdacht

    was den weisungsgebundenen Staatsanwalt sichtlich nicht interessierte und er das Vermittlungsverfahren eingestellt hat ?! Das sogar Kleinkinder vor solch () nicht mehr staatlich geschützt werden, ist an Ekelhaftigkeit nicht zu überbieten. Von der Caraitas weiss man ja längst das die solchen () immer bei allem helfen, aber der Staat müsste eigentlich dafür sorgen, daß seine kleinsten wehrlosen Bürger sicher leben dürfen !!! Da wundern sich die Weisungsgeber wirklich, daß eine AFD so stark und sicher daraufhin noch stärker wird ?

  • ENGLAND10 am 21.01.2018 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Planker Horror 

    Toll sowas zu lesen in der früh Wahnsinn, dass nimmt kein Ende. Ich habe persönlich keine Kinder aber das ist extremer Horror. Alles gute für das Kind. Es tut mir leid......sowas zu lesen Es muss sich einfach was ändern Punkto dieser Menschen kann man nicht mehr sagen!!!!! Man liest fast jeden Tag Das Kinder, Tiere usw. Missbraucht werden, wo kommen wir da hin, es gehört was geändert gegen solche auf gut DEUTSCH: NICHT MENSCHEN. Politiker aller Welt macht was dagegen. Liebe Grüße aus Wien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Annabelle am 22.01.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Lukratives Geschäft

    Für die private Unterbringung eines Flüchtlings bekommt man 21 Euro pro Tag vom Staat. Ein Vermieter oder die sogenannten NGOs die zum Beispiel eine 4 Köpfige Familie in eine kleine alte 30 Quadratmeter Wohnung steckt würde somit 2604,- Euro im Monat kassieren. Noch Fragen?

  • Tamara am 22.01.2018 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Da kann ich nur recht geben das dass keine Menschen sind und über die immer so getan wird als müsse man ja dauernd helfen und was tun und das am besten ein jeder und dann tut man das sogar privat und dann passiert genau das was niemals passieren sollte und damit meine ich bei Kindern Tieren usw... Ich würde so jemanden niemals auf nehmen, weil ich diese Person nicht kenne und ich meine Kinder niemals gefährden will nur weil ich es gut meinen wollte. Das arme Kind !!!!!! Österreich und Deutschland total versagt !!!!!

  • Stiller Leser am 22.01.2018 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbare Politik!!

    Sorry, aber wenn der Staat nichts gegen solche Leute macht,dann braucht man sich nicht wundern wenn es die Eltern der missbrauchten Kindern tun!!! Unfassbar so eine aussage vom Gericht!! Alterstest gehört bei jedem der ohne Papiere einreisen möchte!!!

  • Manuela am 21.01.2018 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht normal

    Wenn das mein Kind wäre würde den Staatsanwalt veklagen verklagen verklagen . Gehts noch !!!!Haben die alle einen Freibrief. ALTERSBESTIMMUNG unbedingt erforderlich. Wäre es ein Politiker- oder Prominenzkind wäre das wieder mal anders wie bei "metoo" , Bürger sexuell belästigen ist ok !!!!!!aber Prominenz o Gott ein Aufschrei "metoo" ,

  • Sami am 21.01.2018 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar

    Furchtbar was die mit den Geburtsdaten aufführen!