Einigung

29. Juni 2018 07:29; Akt: 29.06.2018 07:35 Print

Flüchtlingsdeal: EU zahlt 3 Milliarden € an Türkei

Im Rahmen des Flüchtlingspakts erhält die Türkei erneut drei Milliarden Euro von der EU für die Versorgung syrischer Flüchtlinge.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Türkei bekommt von der EU weitere drei Milliarden Euro, um Flüchtlinge aus Syrien zu versorgen. Nach monatelangen Diskussionen einigten sich die Staats- und Regierungschefs am Freitag beim EU-Gipfel auf die Finanzierung der Hilfe – "Heute" berichtete.

Umfrage
Hat die EU in der Asylkrise versagt?
95 %
2 %
3 %
Insgesamt 39655 Teilnehmer

Demnach werden zwei Milliarden Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt der EU genommen. Aus den nationalen Haushalten soll eine weitere Milliarde fließen.

Ein erstes Hilfspaket mit drei Milliarden Euro war jüngst aufgebraucht worden. Die EU hatte der Türkei aber im Zuge der Flüchtlingskrise bis zu sechs Milliarden Euro versprochen.

Flüchtlingspakt wurde 2016 beschlossen

Umstritten war in den vergangenen Monaten vor allem gewesen, wie viel Geld aus dem Gemeinschaftshaushalt genommen werden soll. Länder wie Frankreich und Deutschland wollten eigentlich, dass die drei Milliarden Euro vollständig über den EU-Haushalt finanziert werden. Die Kommission hatte hingegen zunächst vorgeschlagen, nur eine Milliarde aus dem EU-Haushalt zu nehmen.

Die Unterstützung der Türkei bei der Versorgung von Flüchtlingen war mit dem im März 2016 geschlossenen Flüchtlingspakt vereinbart worden. Er sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann.

Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei schutzbedürftige Flüchtlinge aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für in der Türkei lebende Flüchtlinge. Das Land hat bislang insgesamt knapp 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen.

Die Bilder des Tages

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.A. am 29.06.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schäbige EU schäbige Deals

    Mit diesen Deals werden Menschen zum Zwecke der Geldbeschaffung massivst ausgenutzt. Keiner kontrolliert, keiner macht was gegen dieses Verbrechen! Jede Zahlung ist eine farce, wenn man bedenkt das Erdogan dann ein Druckmittel in der Hand hält das er nutzen wird. Nämlich Migranten auf die EU loslassen wenn ihm was nicht passt. Keine Zahlungen für Illegal herumreisende, welche noch nicht mal kontrolliert werden, ist die einzige Lösung, damit man mit Menschen in Not nicht auch noch Geschäft machen kann!

    einklappen einklappen
  • Bruno Bär am 29.06.2018 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Das war ja zu erwarten. Wieder nichts Gescheites zusammengebracht, aber mit unserem Geld versucht man nun Zeit zu gewinnen. Diese Politiker sind reine Dampfplauderer und nichts Zusammenbringer. Außer irgendwelche abgedroschenen Phrasen kommt nichts mehr daher. Sie spielen nur auf Zeit und verkaufen die Bürger für blöd

  • Michi am 29.06.2018 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das erklärt den 12-Stunden-Tag

    Irgendjemand muss das alles schliesslich bezahlen.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Unbekannt am 01.07.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unbekannt

    Der Faymann u die Merkel gehen in die Geschichte ein. Die haben ihre eigene Heimat in den Sand gesetzt

  • Unbekannt am 01.07.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Unbekannt

    Wie kommen wir dazu????!!! Der Großteil hätte sofort wieder nach Hause geschickt gehört. Da gibt es menschenrechtler die den Ton angeben, WO IST UNSER RECHT? Europa ist eine Hochburg für Verbrecher geworden und jetzt können wir noch utopische Summen zahlen .

  • Unbekannt am 01.07.2018 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Unbekannt

    Der Erdogan wird das viele Geld mit Freude nehmen und beim der nächsten Kleinigkeit wird er uns alle aufeinmal schicken. 2015 hat sich die Katastrophe schon abgezeichnet , anstatt zu schreien Wir schaffen Das!!!!? Hätte die Mudi ihren Verstand eingesetzten müssen. Schaut euch um das ist unsere zukunft

  • Anna1 am 01.07.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr normal

    Mir wird schlecht , schon wieder so viel Geld an die Türkei. Wir machen uns immer erpressbarer warum sagt man nicht endlich schluß? Europa ist nicht der vormund von der ganzen Weld.

  • pipolo am 29.06.2018 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    unsin

    Wieder Dreitausendmillionen Euro. Ein Wahnsinn. Raus aus der EU u. Grenzen zu. Wenn es einen Gott gibt, dann danke ich ihm, das ich 70 Jahre ohne Krieg leben durfte. Das wird sich aber bald Ändern wenn es so weitergeht. Die Türken dürften nie in die EU aufgenommen werden. Die Schlepper (Schiffskapitäne) müssten angeklagt werden.