Streit mit Besitzerin

29. August 2017 20:13; Akt: 29.08.2017 20:24 Print

Frau aus Eiscafé geworfen, weil ihr Kind weinte

In einem Eiscafé in St. Gallen (Schweiz) kam es Donnerstag zu einem Streit zwischen einer Mutter und der Lokalbetreiberin. Grund war ein schreiendes Kleinkind.

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"Wir sind ein kinderfreundliches Lokal mit Spielecke, Lätzchen und Hochstühlen für unsere kleinsten Gäste", sagt Daniela Springer vom Eiscafé Gekko zum "St. Galler Tagblatt". Sie betreibt ihr Lokal seit zehn Jahren, doch so etwas wie am Donnerstagnachmittag habe sie bisher noch nie erlebt.

Im Lokal seien zwei Mütter gewesen. Eine mit einem einjährigen und einem vier Jahre alten Kind, die andere mit einem Säugling. Rund zwei Stunden seien sie da gewesen. "Während nahezu der ganzen Zeit sass das einjährige Kind am Boden, hat geweint und zeitweise geschrien. Die Mutter hat ihr Kind ignoriert, es vielleicht zweimal zu beruhigen versucht", so Springer.

"Es zerreist mir das Herz"

Bei der anderen Mutter habe sie sich aber noch für das Schreien entschuldigt. Als sie bereits gezahlt hätten, seien sie noch rund 45 Minuten geblieben, das schreiende Kind sei weiter ignoriert worden.

Sie sei dann zu den beiden hin und habe sie gefragt, ob sie das Lokal verlassen könnten. "Ich war früher Krankenschwester. Es zerreist mir das Herz, wenn ich ein Kind so lange weinen sehe und sich niemand um es kümmert", so Springer.

Gerangel und verbale Attacke

Die Mutter der Einjährigen sieht die Sache etwas anders. Ihre Tochter habe bloß kurz geweint. Und es stimme auch nicht, dass sie sich nicht um sie gekümmert habe. Ganz plötzlich habe die Lokalbetreiberin sie dann aber rausgeworfen, weil das Schreien alle anderen stören würde. "Ich empfand das als unhöflich, respektlos und eine Schande dafür, wie man mit Gästen umgeht", so die 35-Jährige gegenüber dem "Tagblatt". Es sei doch normal, dass Babys und Kleinkinder, die noch nicht sprechen können, sich mit weinen oder schreien artikulieren.

Noch am Donnerstagabend mischte sich dann ihr Mann in den Streit ein und kam beim Lokal vorbei. Er verlangte das Geld der Konsumation zurück. "Der Mann wurde ausfällig und beschimpfte mich aufs Übelste", erzählt die Lokalbetreiberin Springer. Schließlich sei es sogar zum Gerangel gekommen.

Rechtliches Nachspiel?

Doch damit nicht genug: Die 35-jährige Mutter hat ihren Ärger inzwischen sogar auf Facebook und in Bewertungsforen kundgetan. Sogar als Rassisten wurden Springer und ihr Partner Mohamed Saleh Abdallah beschimpft. In Antworten darauf wird das Lokal in Schutz genommen, so heißt es etwa: "Vielleicht sollten Sie besser lernen, mit ihrem Baby umzugehen" oder "Wären die Mitarbeiter dort so unfreundlich, hätten sie nicht so viele Kunden. Sie sollten Ihrem Kind besser Manieren beibringen."

Auch sonst sei die Solidarität riesig. "Viele kommen nun bei mir vorbei und sagen, ich soll mich nicht unterkriegen lassen", erzählt Springer. Sie überlegt sich nun rechtliche Schritte wegen der verbalen Angriffe.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marus am 29.08.2017 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen

    Wenn man sein Kind nicht unter kontrolle hat und es stundenlang nur herumweint dann hat man in einem lokal nichts zu suchen. Es gibt grenzen und diese sollte man einhalten. Und nein ich habe nichts gegen Kinder .

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  • myopinion am 29.08.2017 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Mutter

    Da glaube ich dem Lokal mehr wie der Mutter. 2 Stunden im Eissalon den Tisch belegen, keine Rücksicht auf andere Gäste nehmen u. dann ausfällig werden ist Letztklassig.

  • Nina am 29.08.2017 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eiscafé

    Da stimmt doch was nicht wenn ein Kind so lange herum schreit. Kann sein das es keine Erziehung hat! Bedauernswertes Kind!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gabriele KS am 30.08.2017 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Courage Courage Courage

    Das Foto finde ich nicht "Geschäftsschädigend" eher "sehr Gut" man weiß wo man in Ruhe Eis essen gehen kann:) Ich hoffe so eine Courage, gibt es auch in Wiener Restaurant-Daumen hoch!! Liebe Eltern wenn sie das man Sie mit Ihrem Kind nicht in ein Lokal gehen können, dann einfach nicht tun. Sie machen damit vielen eine Freude 1. Ihnen selbst 2. Ihrem/Ihren Kind/ern 3. Den anderen Besuchern :) Ach ja! Habe selber 2 Kinder - konnten sich immer benehmen! Bin, keine Zoffe - einfach Erziehen!!!

  • Günther Prien am 30.08.2017 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    Hauptsache die Frau Springer hat einen Mohammed daheim ! Das ist das Wichtigste an der Gschicht !

    • Sonja am 30.08.2017 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Geh biiiitte

      Genau wegen solcher unnötigen Kommentare wird man als Rechtswähler beschimpft. Wo ist das bitte das Wichtigste? Und wenn sie zehn Mohammed daheim hat, ändert das nichts an ihrer Handlung, die ich absolut befürworte!

    • myopinion am 30.08.2017 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      AW Günter Prien

      @Günter Prien na und? Sie liebt ihren Mohammed, haben ihr Eisgeschäft und arbeiten hart dafür. Würde es mehr solcher Mohammeds geben, hätten wir nicht eine Dauerdiskussion bei Asylwerbern. Die Mutter ist es die sich schämen soll, weil sie nicht fähig ist ihr Kind ordentlich zu behandeln und ihre eigene Unfähigkeit, dann auch noch steigert, indem sie feige an die Medien geht.

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  • Ich am 30.08.2017 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Leute gibts.... des gibt's net

    Zahlen Dann noch eine dreiviertel Stunde ohne etwas zu konsumieren dort bleiben und sich nicht um das schreiende Kind kümmern...... Das kann doch auch nicht sein Wenn das Kind so lange schreit dann gehe ich doch Vielleicht war es ja müde? Eine Frechheit dAnn auch noch auf die Lokalbesitzerin los zu gehen Und auch noch versuchen das Geld zurück zu verlangen

    • Sonja am 30.08.2017 09:32 Report Diesen Beitrag melden

      JA! genau!

      Stimme ich völlig zu. Diese Übermuttis, die meinen, das Kind kann machen was es will, weil es ein Kind ist, nerven nur noch. Die Kinder schreien, weinen grundlos, treten, beschmieren, einfach nicht normal. Und dann soll man lieb reagieren? Sicher nicht

    • myopinion am 30.08.2017 09:47 Report Diesen Beitrag melden

      AW Sonja

      Ich nenne die immer "Kampfmuttis". Das Kind darf alles. Weist man höflich auf Verbote oder Vorschriften hin, wird unfreundlich reagiert und man wird auch oft beschimpft. Wie kann man nur...?

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  • Bini am 30.08.2017 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nix

    Schreckliche Familie, die Mutter, die das Kind ignoriert und der aggressive Vater, das Jugendamt gehört sofort verständigt

  • tine am 29.08.2017 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    beruhigen

    Also wenn ich im Eissalon entspannen will, brauch ich das Kindergebrüll auch nicht! Klar, Kinder weinen hin und wieder, aber dann versucht man es zu beruhigen. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen weinen und Gebrüll!