"Zu jung dafür"

12. Dezember 2017 22:15; Akt: 12.12.2017 22:17 Print

Mutter starb, weil Ärzte Darmkrebs ausschlossen

Eine junge Frau aus Australien kam ums leben, weil die Ärzte sie nicht auf Darmkrebs untersuchten. Sie meinten nämlich, dass sie dafür zu jung sei.

Die junge Mutter hatte Darmkrebs - und niemand merkte es. (Bild: Screenshot Youtube)

Die junge Mutter hatte Darmkrebs - und niemand merkte es. (Bild: Screenshot Youtube)

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Kathy Narrier mach es sich zur Aufgabe junge Menschen auf das Risiko von Leber- und Darmkrebs aufmerksam zu machen. Ihre Tochter starb nämlich genau daran.

Bereits vor zwei Jahren spürte Nicole Yarran, dass etwas nicht stimmte. Sie fühlte sich schwach, ihr wurde immer wieder übel. Außerdem verlor sie drastisch an Gewicht. Als dann auch Blut in ihrem Stuhl war, entschied sie zum Arzt zu gehen.

Ihr Hausarzt stellte die Diagnose: Reizdarm-Syndrom. Darmkrebs schloss er aus, denn dafür sei Nicole zu jung.

Tumore so groß wie Golfbälle

Nach der Diagnose änderte sich für die Australierin jedoch nichts. Ihr Zustand verschlechterte sich sogar. Sie beschloss zu einem anderen Arzt zu gehen - und auch dieser erklärte ihr, dass sie nichts habe. Eine Blutprobe wollte man ihr nicht abnehmen.

Die 32-Jährige wurde dann überraschend schwanger. Bei einer Ultraschall-Untersuchung kam dann der Schock: Tumore in der Bauchgegend. Kathy erzählt gegenüber Unilad, dass es acht Geschwüre in der Größe von Golfbällen waren.

"Hört die Patienten an!"

An Heilig Abend im Jahr 2015 wurden die Metastasen im Dickdarm bestätigt. Nicole begann anschließend mit der Therapie.

"Die Ärzte hätten einfach auf sie hören müssen, dann hätte man den Krebs früher gefunden", meint ihre Mutter unter Tränen.

Im September diesen Jahres verstarb Nicole. Ihr letzter Wunsch sei es gewesen, die Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen. Nun will ihre Mutter dieser Bitte nachgehen.

Narrier bittet auch die Ärzte ihren Patienten zuzuhören. Das alleine könnte möglicherweise viele Leben retten, meint die Mutter.

"Nun suche ich einen Weg, wie ich die Nachricht meiner Tochter verbreiten kann. Was ich sagen will: Sucht euch immer mehrere Diagnosen. Kämpft darum, dass ihr gehört werden. Keine Familie sollte Leiden, weil ein junges Leben verloren geht", betont Narrier.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vordenker am 12.12.2017 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht einschüchtern lassen

    Wenn ihr fühlt das mit euch nicht stimmt,lasst euch nicht von den Ärzten etwas anderes einreden sondern besteht darauf das sie es untersuchen sollten. Bezahlt auch dafür wenn es sein muss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Vordenker am 12.12.2017 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht einschüchtern lassen

    Wenn ihr fühlt das mit euch nicht stimmt,lasst euch nicht von den Ärzten etwas anderes einreden sondern besteht darauf das sie es untersuchen sollten. Bezahlt auch dafür wenn es sein muss.