Untreue aufgedeckt

19. Dezember 2017 12:40; Akt: 19.12.2017 12:46 Print

Frau liest E-Mails ihres Mannes und wird verurteilt

Eine Ehefrau entdeckte Affären ihres Mannes, als sie seine E-Mails durchsuchte. Dieser zeigte sie an. Nun wurde die Frau verurteilt.

Eine Ehefrau durchstöberte ein E-Mail-Konto ihres untreuen Ehemanns. Dafür verurteilte sie das Gericht zu einer Geldstrafe. Symbolfoto (Bild: iStock)

Eine Ehefrau durchstöberte ein E-Mail-Konto ihres untreuen Ehemanns. Dafür verurteilte sie das Gericht zu einer Geldstrafe. Symbolfoto (Bild: iStock)

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Es ist der Albtraum eines jeden Partners: Der Ehegatte ist untreu. Auch eine Ehefrau aus dem Schweizer Kanton Aargau wurde stutzig, denn nebst den zwei für beide zugänglichen Konten hatte ihr Mann ein zweites E-Mail-Konto auf dem gemeinsamen PC eingerichtet.

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Das Passwort zu diesem zusätzlichen Konto war identisch – also loggte sich die skeptische Ehefrau ein und durchstöberte die E-Mails ihres Mannes. Dabei fand sie heraus, dass dieser Affären mit mehreren Frauen hatte, wie die "Aargauer Zeitung" berichtet.

Geldstrafe und Buße gefordert

Als sie ihren Mann mit den anderen Frauen konfrontierte, fühlte er sich in seiner Privatsphäre verletzt und zeigte sie an. Gleichzeitig zog er aus der gemeinsamen Wohnung aus. "Mein Vertrauen in ihn war weg. Wir haben nicht mehr miteinander gesprochen", sagte sie laut der Zeitung vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten erließ daraufhin gegen die Frau im Februar 2017 einen Strafbefehl und sprach eine bedingte Geldstrafe von umgerechnet etwa 8.520 Euro, eine Buße samt Gebühr und Polizeikosten von rund 3.700 Euro aus. Ihr wurde vorgeworfen, mehrfach und vorsätzlich unbefugterweise in ein fremdes Datenverarbeitungssystem eingedrungen zu sein.

Strafbar, aber nicht kriminell

Dabei habe sie mehrere Anhänge und Bilddateien heruntergeladen. Der Verteidiger der betrogenen Ehegattin forderte einen Freispruch, da seine Mandantin keine Hackerin und per Zufall auf das Konto gestoßen sei. Das Konto sei nicht besonders geschützt gewesen. Der Gerichtspräsident fällte das Urteil dennoch im Sinne des Strafbefehls, milderte die Geldstrafe jedoch auf von 1.300 und die Busse auf 258 Euro.

Durch das ungefragte Eindringen in das besagte E-Mail-Konto habe sich die Frau strafbar gemacht. Dass sie sich zuvor im Internet informiert habe, ob sie sich damit in eine Grauzone begebe, zeige, dass sie Skrupel gehabt habe. Sie habe jedoch auch nur minimale kriminelle Energie an den Tag gelegt, da ihr der Zugriff durch das identische Passwort leicht gemacht worden sei.

(duf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 19.12.2017 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untreu

    Der ist aber blöd das selbe Passwort zu benutzen und die Frau hat sicher etwas vermutet

Die neusten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 19.12.2017 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untreu

    Der ist aber blöd das selbe Passwort zu benutzen und die Frau hat sicher etwas vermutet