Video zeigt Festnahme

19. Juni 2017 09:44; Akt: 19.06.2017 13:53 Print

Imam schützte Mann, der in Muslime gerast war

Ein 48-Jähriger ist vor einem Islamzentrum in London in eine Gruppe von Gläubigen gerast. Ein Imam schützte ihn vor der Wut der Augenzeugen.

Dieses Handyvideo soll die Festnahme des Todes-Lenkers von London zeigen. (Quelle: Twitter)

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Kurz nach Mitternacht raste ein Miet-Lkw nahe eines Gebetshauses im Londoner Stadtteil Finsbury Park in eine Gruppe Muslime. Ein Mensch starb, zehn weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Ein Video zeigt die Festnahme des mutmaßlichen Täters. Zu sehen ist, wie der 48-Jährige von Beamten an einem Polizei-Lkw festgehalten wird. Mehrere Zivilisten bilden eine Menschenkette um die Polizisten und den Verdächtigen und drängen die aufgebrachte Menge zurück.

"Keiner fasst ihn an!"

Als Zeugen den 48-Jährigen nach der Tat festhielten, scharten sich aufgebrachte Augenzeugen um den Mann. Einige wollten den mutmaßlichen Todes-Lenker mit Schlägen attackieren, als klar war, dass er absichtlich in die Gruppe von Gläubigen gerast war.

Mehrere Gläubige, vor allem der Imam der örtlichen Moschee, redeten auf die Menschen ein und schützten den 48-Jährigen vor Übergriffen. "Keiner fasst ihn an", rief der Imam laut Augenzeugen. Und: "Lasst ihn in Ruhe bis die Polizei da ist!"

"Alle Anzeichen eines Terroraktes"

Die Polizei behandelt die Tat als Terror-Akt. Laut aktuellem Ermittlungsstand der Polizei dürfte der 48-Jährige allein gehandelt haben. Hinweise auf Komplizen gebe es derzeit nicht, die Ermittlungen sind allerdings noch im Gange. Das Tatfahrzeug war ein Miet-Lkw.

Wie Zeugen der blutigen Tat gegenüber britischen Medien schilderten, soll der 48-Jährige "Ich will alle Muslime töten" gebrüllt haben.

(hos)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • michi am 19.06.2017 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wortwahl

    Ein 48-Jähriger ist vor einem Islamzentrum in London in eine Gruppe von "Gläubigen" gerast.  Und wir Christen sind alle Ungläubige?

    einklappen einklappen
  • Peter Lüdin am 19.06.2017 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Man...

    darf sich nicht an den Terror gewöhnen, egal von welcher Seite er kommt. Terror soll schockieren und verängstigen. Da der Gegner in einer asymmetrischen Auseinandersetzung nicht oder kaum in der Lage ist militärische Einrichtungen anzugreifen, versucht er die Gesellschaften mit Anschlägen zu verunsichern. Von Al Kaida im Irak und im Jemen weiss man, dass "sharpening the contradiction" für viele Terrorattacken die zugrunde liegende Strategie ist. Der Daesh (IS) dürfte diese Strategie übernommen haben und und auch in Europa anwenden.

  • Arash am 19.06.2017 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Er ist ein TERRORIST

    Warum nännt ihr ihn "Mann" und "Täter" und nicht Terrorist ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 19.06.2017 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lynchjustiz

    Wie sehr es die "Augenzeugen" mit der Rechtsstaatlichkeit nehmen, zeigt sich darin, dass sie offenbar ganz schnell bereit wären, Selbstjustiz zu üben. Tja - andere Länder, andere Sitten. Aber eigentlich handelt es sich doch um unsere Länder? Noch!

  • Arash am 19.06.2017 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Er ist ein TERRORIST

    Warum nännt ihr ihn "Mann" und "Täter" und nicht Terrorist ?

  • michi am 19.06.2017 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wortwahl

    Ein 48-Jähriger ist vor einem Islamzentrum in London in eine Gruppe von "Gläubigen" gerast.  Und wir Christen sind alle Ungläubige?

    • Ich.unverbesserlich am 19.06.2017 13:55 Report Diesen Beitrag melden

      Wortwahl

      man kann wirklich aus allem etwas negatives herausziehen und es drehen und wenden wie man will .. boah echt jetzt das nervt schon langsam unglaublich...

    • Peter am 19.06.2017 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      HERR

      Vllt ist es so geschrieben worden weil es vor einer Moschee war ?

    • silver. am 19.06.2017 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      türlich

      Jeder, der an irgendeinen Pipifax mit Superkräften glaubt, ist per Definition ein Gläubiger...

    • Ausgetretten am 19.06.2017 23:09 Report Diesen Beitrag melden

      Religion

      Wie viele von den christen praktizieren den christentum? Naaaa??? Wie vieleee sind aus der kirche ausgetretten??? 70% von den lebeden christen österreicher/innen sagen i bin med gläubig

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  • Peter Lüdin am 19.06.2017 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Man...

    darf sich nicht an den Terror gewöhnen, egal von welcher Seite er kommt. Terror soll schockieren und verängstigen. Da der Gegner in einer asymmetrischen Auseinandersetzung nicht oder kaum in der Lage ist militärische Einrichtungen anzugreifen, versucht er die Gesellschaften mit Anschlägen zu verunsichern. Von Al Kaida im Irak und im Jemen weiss man, dass "sharpening the contradiction" für viele Terrorattacken die zugrunde liegende Strategie ist. Der Daesh (IS) dürfte diese Strategie übernommen haben und und auch in Europa anwenden.