Heimatland gab Ehrenwort

11. Januar 2018 12:41; Akt: 11.01.2018 13:10 Print

Erst nach "Folterverbot": Islamist abgeschoben

Lange versuchte man den als Gefährder eingestuften Oussama B. nach Algerien abzuschieben. Erst nach einem Versprechen konnte man ihn zurückschicken.

(Symbolfoto) (Bild: Reuters)

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Nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin feierte der 37-Jährige. Auf seiner Facebook-Seite teilte er immer wieder brutale Videos der Terrormiliz IS und verherrlichte diese. Sein Bruder sprengte sich als Selbstmordattentäter in Syrien in die Luft - diesen feierte er als Martyrer.

Schlussendlich nahm er in der radikalen Rahma Moschee in Bremen eine Führungsrolle an. Das war Grund genug für die deutsche Bundespolizei, den Mann in seine Heimat nach Algerien abzuschieben.

"Dies ist mein Land!"

Doch Oussama B. wehrte sich. Innerhalb von neun Monaten gab es 15 Verfahren. Wie der "Focus" berichtet, klappte es am 3. Jänner 2018 schließlich. Und das nur wegen einem Ehrenwort.

Eine vertrauliche Vereinbarung, die dem "Focus" vorliegt, ermöglichte die Abschiebung. Der algerische Polizei-Präsident musste seinem deutschen Amtskollegen versprechen, dass Oussama B. nach seiner Rückkehr weder verhaftet noch gefoltert wird. Dieses Versprechen war für das Gericht eine "genügende Garantie zur Ausräumung des (Rest-)Risikos einer menschenrechtswidrigen Behandlung".

Mittwochabend landete Oussama B. am algerischen Flughafen. Zwei Mitarbeiter der deutschen Botschaft warteten dort auf ihn, um sicher zu gehen, dass die Abschiebung korrekt abläuft. Seine Reaktion: "Verschwindet von hier! Dies ist mein Land!"

(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris am 11.01.2018 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den schadet das sicher nicht

    Ich hoffe das dass Ehrenwort nicht hält!!

  • Vota am 11.01.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrenwort

    Ob das Versprechen wohl gehalten wird? Ich werds jedenfalls nicht weiter verfolgen....

  • gerraldo am 12.01.2018 04:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was kümmert uns das?

    Abgesehen davon, dass das in Deutschland passiert ist, kann uns das doch völlig wurscht sein, was dessen Regime macht. Bei uns wollen wir ihn nicht haben, weil er eine Gefahr darstellt. Hauptsache das ist erledigt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • gerraldo am 12.01.2018 04:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was kümmert uns das?

    Abgesehen davon, dass das in Deutschland passiert ist, kann uns das doch völlig wurscht sein, was dessen Regime macht. Bei uns wollen wir ihn nicht haben, weil er eine Gefahr darstellt. Hauptsache das ist erledigt!

  • Peter Lüdin am 11.01.2018 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Eine...

    klitzekleine Entlastung für das Sozialamt, sprich Steuerzahler.

  • Vota am 11.01.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrenwort

    Ob das Versprechen wohl gehalten wird? Ich werds jedenfalls nicht weiter verfolgen....

  • Chris am 11.01.2018 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den schadet das sicher nicht

    Ich hoffe das dass Ehrenwort nicht hält!!