"Aquarius"-Krise

13. Juni 2018 11:03; Akt: 13.06.2018 11:27 Print

Italien bestellt Frankreichs Botschafter ein

Macron warf der italienischen Regierung "Zynismus und Verantwortungslosigkeit" vor: Jetzt droht der Streit um die "Aquarius" zu eskalieren.

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Weil sich Italien geweigert hatte, das französische NGO-Schiff "Aquarius" mit Hunderten Migranten an Bord aufzunehmen, hagelte es scharfe Kritik aus dem Nachbarland. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von "Zynismus und Verantwortungslosigkeit" der neuen italienischen Regierung aus der rechten Lega und der populistischen Fünf Sterne-Bewegung.

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Insgesamt 1450 Teilnehmer

Jetzt erhält Frankreich offenbar die politische Retourkutsche für diese Aussagen. Innenminister Matteo Salvini warf Frankreich vor, selbst an der Grenze zu Italien mehr als 10.000 Migranten abgeschoben zu haben und Außenminister Enzo Moavero Milanesi zitierte den französischen Botschafter in Rom, Christian Masset, am Mittwoch zu einem Gespräch in sein Büro.

Während sich die beiden Nationen über die "Aquarius" in die Haare kriegen, schippert diese in das rund 1.500 Kilometer entfernte Valencia (Spanien). Begleitet werden die Seenotretter dabei von zwei Schiffen der italienischen Marine und Küstenwache, auf welche ein Großteil der 629 Migranten unterdessen Platz gefunden haben.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Raphael am 13.06.2018 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft

    Schön langsam kommen mehr und mehr Staaten zu Vernunft und erkennen, dass diese Völkerwanderung von zukünftig Milliarden Menschen nach Europa unseren Kontinent zerstört, und eine vernünftige, intelligente Lösung gesucht werden muss. Denn ansonst entwickelt sich Europa selbst zum Slum und Elendsviertel der Welt.

    einklappen einklappen
  • YYYY am 13.06.2018 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Das war vorausschaubar

    Jetzt fängt Europa unter einander an zu streiten, alle verlieren die Nerven das ist das ganze nicht wert. Wenn jetzt nicht endlich hart durchgegriffen wird und ein Stop der Flüchtlingen durchgesetzt wird sehen wir bald nur schwarze Köpfe

  • Loco Roco am 13.06.2018 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Italien und Frankreich

    Die EU hat Europa nicht näher zusammen geführt sondern eher mehr auseinander. Dank der Ohnmacht bei der Grenzsicherung und Asylfrage.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kalimero am 13.06.2018 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Eu Politikern droht Haft und Hinrichtung

    Der britische Historiker und ehemalige Banker Simon Nixon EU- Experte des Magazins Wall Street Journal sagt voraus, dass sich die proamerikanischen EU-Politiker auf das Schicksal der einstigen sozialistischen Spitzenpolitiker in Osteuropa 1989 (wie Ceausescu) gefasst machen müssten, wenn der Zorn des Volkes angesichts des Zerfalls des US amerikanischen Imperiums erwacht.

  • Realist am 13.06.2018 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten und Tee trinken

    @Raphael Läuft alles nach Plan,am Ende wird man sagen do kann es nicht weiter gehen und die Vereinigten Staaten von Europa werden geboren um dieser Krise Herr zu werden ;)

  • murksi am 13.06.2018 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wir können hier

    diskutieren bis die Köpfe zu rauchen beginnen...es muss ein Ende sein mit den "Flüchtlingen" So geht es nicht weiter und trotzdem werden immer wieder und mit allen Tricks solche Schiffe geholt,da ist es kein Wunder,dass dann einige Länder zu streiten beginnen,die auch schon das sogenannte Boot vollhaben,oder anders gesagt die Schnauze vollhaben.Was uns das gebracht hat,sehen wir jeden Tag auf der Strasse und an den Straftaten.Es reicht!!Alles hat seine Grenzen.

  • Fritz Trözter am 13.06.2018 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neues Geschäft für Uber

    Das ganze ist schon ein mögliches neues Geschäftsfeld für Uber. Bald gibt es Human Uber. Dann wird das Boot via Internet App zur festgelegten GPS Position zum Weitertransport nach Europa bestellt. Oder gibt es das schon? Manchmal könnte man es glauben.

    • thunderbolt am 13.06.2018 17:55 Report Diesen Beitrag melden

      wie wahr

      Manchmal kommt es einem wirklich schon so vor, als hätten die NGO's die Geschäftsmethode vun Uber übernommen.

    einklappen einklappen
  • Kogler W. am 13.06.2018 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Vorwurf der Beihilfe

    Italien wirft den NGOs schon länger vor, durch ihre Tätigkeit vor der Küste Libyens die illegale Migration und das Geschäft der Schleuser mit zu befördern. Tatsächlich wird ein Großteil der Migranten und Flüchtlinge, die von Libyen über das Meer nach Italien aufbrechen, mittlerweile von privaten Hilfsorganisationen gerettet. Noch im August 2017 hat die italienische Staatsanwaltschaft ein Schiff der deutschen Organisation "Jugend rettet" im Hafen von Lampedusa festgenommen. Gegen die deutschen Helfer wird wegen der "Beihilfe zur illegalen Migration" ermittelt.