Schweiz

07. Februar 2018 12:27; Akt: 07.02.2018 12:49 Print

Jogger treiben Baby-Lama in den Tod

Weil das kleine Lama Kleopatra dermaßen wegen einer Gruppe Jogger erschrak, rannte es in einen Zaun. Von den erlittenen Verletzungen konnte es sich nicht mehr erholen.

Im Tierpark Weihermätteli leben mehrere Lamas. Ein Jungtier wurde nun Opfer eines Unfalls. (Bild: Symbolbild Tierpark Weihermätteli)

Im Tierpark Weihermätteli leben mehrere Lamas. Ein Jungtier wurde nun Opfer eines Unfalls. (Bild: Symbolbild Tierpark Weihermätteli)

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Gerade mal einen Monat alt wurde Lama Kleopatra. Das Tier, das im Liestaler Tierpark Weihermätteli (Schweiz) zur Welt kam, musste Anfang Februar eingeschläfert werden, nachdem es sich schwere Verletzungen zugezogen hatte. Der Tod von Kleopatra hätte verhindert werden können: Sie erschrak, weil eine Jogger-Gruppe neben dem Gehege vorbeirannte. Einige der neun Sportler trugen Stirnlampen.

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Obwohl Lamas keine Fluchttiere sind, habe der Schock gereicht, um Kleopatra aus der Bahn zu werfen. Sie sprintete in einen Zaunpfahl und verletzte sich so schwer, dass sie sich nicht mehr bewegen konnte. Wenn eine ganze Gruppe plötzlich den Weg hinuntergerannt komme, sei das für ein kleines Lama "wie eine Lawine", so Christian Klaus, der Leiter des Tierparks gegenüber der "bz Basel".

"Wollten sie nicht länger leiden lassen"

"Ich hoffte zuerst, dass sie sich nur eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Leider war das aber nicht der Fall", so Klaus gegenüber der Zeitung. Ein Tierarzt schläferte das Jungtier dann ein: "Wir wollten sie nicht mehr länger leiden lassen". Den Joggern drohen keine Konsequenzen. Es sei nicht verboten, durch den Park zu rennen.

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(jd)

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