Basel

12. Januar 2018 09:47; Akt: 12.01.2018 09:51 Print

Kickboxer schlug seinem Baby den Schädel ein

Ein Basler Kampfsportler wurde vom Basler Strafgericht zu über vier Jahren Haft verurteilt. Er schlug seine Frau und versehentlich auch sein Baby.

Der Beschuldigte schlug nicht nur zuhause zu, er machte auch im Ring Karriere. (Bild: Screenshot Youtube)

Der Beschuldigte schlug nicht nur zuhause zu, er machte auch im Ring Karriere. (Bild: Screenshot Youtube)

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Die Beziehung zwischen dem 30-jährigen Kickboxer und seiner Ehefrau war geprägt von gegenseitigen Provokationen und Beleidigungen. "Und eben auch Gewalt", so Gerichtspräsident René Ernst. Unter der Gewaltspirale, die 2014 noch vor der Hochzeit des Paares zu drehen begann, litt am Ende auch seine Tochter, damals noch ein Baby.

Im Juli 2015 schlug er auf seine Frau ein, während sie die zwei Monate alte Tochter auf dem Arm trug. Dabei traf seine Faust auch den Schädel des Baby. Aus dem Schlag resultierte eine vier Zentimeter breite "Impressionsfraktur" am Hinterkopf. "Es ist einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass das Kind keine schweren und bleibenden Verletzungen davontrug", so Ernst.

Der Kosovare machte sich in der Kickbox-Szene einen Namen und gewann mehrere Titel. "Sie schlugen Ihre Frau unmittelbar neben dem Kopf des Kindes. Gerade als Kampfsportler hätten Sie wissen müssen, dass sie auch abrutschen können", führte Ernst aus.

Er stritt alles ab

Für die mutmaßliche vorsätzliche versuchte schwere Körperverletzung des Babys, die mehrfache einfache Körperververletzung und Nötigung zum Nachteil seiner Frau sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte kassierte der vorbestrafte Kosovare am Donnerstag von der Fünferkammer des Strafgerichts nun eine Freiheitsstrafe von viereinviertel Jahren. Die Anklage beantragte siebeneinhalb Jahre.

Während des Prozesses stritt der Beschuldigte sämtliche Taten ab und machte widersprüchliche Aussagen seiner Frau geltend. Das Gericht erachtete deren Aussagen aber als glaubwürdig.

Kein Landesverweis, aber eine Warnung

Um einen Landesverweis kommt der Kampfsportler, dem das Gericht ein "Aggressions- und Gewaltproblem" attestierte, herum. Der Tatzeitraum ist vor dem Inkrafttreten der Abschiebungsinitiative am 1. Oktober 2016, zudem liegen keine Katalogdelikte vor.

"Sollte es wieder zu einer Straftat kommen, müssen sie damit rechnen", dass man Sie rauswirft, mahnte Ernst in seiner Urteilsbegründung. Mit der Kampfsportkarriere dürfte es für den 30-Jährigen nun vorbei sein.

(lha)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gunmik am 12.01.2018 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trojanisches Pferd

    Super, muß die Frau und das Baby gefährlich gewesen sein, echt mutig dieses blöde Ar... loch, Hauptsache es werden solche Sportarten gratis angeboten!!

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  • Daniel am 12.01.2018 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Der Kosovare machte sich in der Kickbox-Szene einen Namen....Danke keine weiteren Fragen mehr

  • Alex am 12.01.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Kampfsport

    Hauptsache, man erzählt uns immer, wer Kampfsport macht ist nicht agressiv und hat Respekt vor anderen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian am 12.01.2018 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach zum Nachdenken!

    Deshalb ist es ja so wichtig, dass alle mänlichen Wunschreisenden einen kostenlosen Kickbox Kurs auf unsere Kosten erhalten! Selbst im Häfn gib es für die Verbrecher solche kostenlose Kurse!

  • 2006horacek am 12.01.2018 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry das ich so direkt bin

    sorry für meine Ausdrucksweise aber jeder Mann der sich an einer Frau oder an einem Kind vergeht oder sie schlägt gehört einfach nur weggeräumt das ist für mich so feige und für mich der letzte abschaum habe selber 8 jahre Karate und Kick-Boxen trainiert und war stolz darauf nur mittlerweile schäme ich mich das es solche A....löcher gibt

  • Jan am 12.01.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Kaum Worte für sowas...

    Also, dassich das richtig verstehe. Die Staatsanwaltschaft fordert 7,5 Jahre, der Täter streitet alles ab und bekommt dafür nur 4,5 Jahre Gefängnis.

    • Dodo2340 am 12.01.2018 20:49 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ausweisung

      Und selbst diese Strafe, einschließlich einschlägigen Vorstrafen, reicht nicht zu einer Ausweisung aus.

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  • Alex am 12.01.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Kampfsport

    Hauptsache, man erzählt uns immer, wer Kampfsport macht ist nicht agressiv und hat Respekt vor anderen.

    • ray becker am 12.01.2018 22:34 Report Diesen Beitrag melden

      @alex

      so ist es auch, ausschlaggebend ist der charakter. wie viele nichtkampfsportler schlagen ihre frauen? es gibt immer schwarze schafe.

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  • gunmik am 12.01.2018 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trojanisches Pferd

    Super, muß die Frau und das Baby gefährlich gewesen sein, echt mutig dieses blöde Ar... loch, Hauptsache es werden solche Sportarten gratis angeboten!!

    • Preibisch am 12.01.2018 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gunmik

      Nur im gefängniss und bei radikalen wie in österreich

    • gunmik am 12.01.2018 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Preibisch

      Stimmt ,mußte mir meinen 1.Dan selbst bezahlen

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