Massenhaftes Kükentöten

10. April 2018 15:24; Akt: 11.04.2018 10:17 Print

Küken aus Skandal-Betrieb gehen nach Österreich

Wie "Heute" erfuhr, landen viele der Tiere als Legehennen in österreichischen Bio- und Freilandbetrieben. Auch die Bruteier stammen aus Österreich...

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Schnabelkürzen: Direkt nach dem Schlüpfen werden die Küken in die Laser-Maschine gehängt. Hinter dieser unscheinbaren Fassade beginnt das Leiden der Hühner für die Eierproduktion... Eine der führenden Brütereien für Hühnerküken, die in Bio- und Freilandhaltungen benutzt werden. In dieser Maschine werden die frisch geschlüpften Tiere vergast... In dieser Maschine werden die frisch geschlüpften Tiere vergast... Hier werden die frisch geschlüpften Tiere vergast... In dieser Mülltonne werden schwäre Tiere vergast,,, Hier sortiert eine Mitarbeiter die Hühner nach dem Geschlecht.. Hier werden die frisch geschlüpften Tiere sortiert: männliche Küken werden sofort geschreddert... Per Fließband wandern männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen in eine Kiste um anschließend vergast zu werden. Sie haben für die Industrie keinen Nutzen. Laut SOKO-Tierschutz Hunderttausende im Jahr... Hier schüttet ein Mitarbeiter noch lebende Tiere, zwischen Eierschalen-Resten, in den Schredder. Schnabelkürzen: Direkt nach dem Schlüpfen werden die Küken in die Laser-Maschine gehängt. Diese Küken warten auf ihren Tod.. Frisch geschlüpfte Küken warten auf ihren Tod... Stellungnahme der Brüterei Hölzl: Nach Kritik von Tierschützern und den öffentlichen Vorwürfen der Medien stellt das Unternehmen den Brutbetrieb für Legetiere ein. Viele der Küken, spätere Legehennen, gingen auch nach Österreich, in Bio- und Freilandbetriebe. Mitglieder der Liste Pilz stellten nun eine parlamentarische Anfrage an die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, in dem es um die Tötung männlicher Küken geht... Mitglieder der Liste Pilz stellten nun eine parlamentarische Anfrage an die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, in dem es um die Tötung männlicher Küken geht......man darf gespannt sein, welche Antworten kommen.

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Wenn heimische Supermarktketten und "Bio"-Pioniere mit dem Ende des Kükentötens werben, wird immer wieder auf die Brüterei Hölzl Bezug genommen. Heimlich gefilmte Aufnahmen aus der Brüterei (Moosburg/Deutschland) zeigen jedoch, dass nicht nur die männliche "Zweinutzungsrassen", sondern auch gesunde weibliche Küken massenhaft getötet werden, "Heute" berichtete. Wie Friedrich Mülln, Vorstand des Vereins SOKO Tierschutz im Gespräch mit "Heute" erzählt, hat die Brüterei Hölzl direkte Verbindungen nach Österreich.

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Aus diesem Betrieb stammen Bio- und Freiland-Legehennen aus Österreich

"Circa zweimal die Woche ist Schlüpftag in der Brüterei Hölzel", berichte Friedrich Mülln vom SOKO Tierschutz. "Einmal für Masthühner und einmal für Legehennen. Die Bruteier selbst stammen aus Österreich," so Friedrich Mülln.

Weibliche Küken werden laut Mülln auch nach Österreich transportiert. Und zwar an Bio- und Freilandhaltungsbetriebe, wo sie später ihr Dasein als Legehennen fristen.

"Hölzl ist eine wichtige Brüterei für österreichische Geflügelbetriebe, die enge Geschäftsbeziehungen zu österreichischen Hühnerfarmen unterhält",
so Friedrich Mülln vom SOKO Tierschutz.

Kükenschreddern auch in Biobetrieben erlaubt

"Bio-Legehennen sind in Österreich ein großes Segment", so Mülln. Das Töten männlicher Küken ist auch in Biobetrieben Usus. Diese können nämlich weder Eier legen noch setzen sie genug Fleisch an, um sich als Grillhendl zu eignen.

"Viele Menschen denken, dass 'Bio' und 'Freiland' eine andere bessere Hühnerhaltung versprechen, die Aufdeckung in der Brüterei Hölzl beweist das Gegenteil", so der SOKO Tierschutz. "Denn schon der Beginn des Lebens der Tiere bedeutet industrielle Produktion, massenhafter, sinnloser Tod und elende Transporte quer durch Europa."

Alle 3,5 Sekunden wird in Österreich ein Küken getötet

Laut Statistik Austria wurden im Vorjahr 9.260.115 männliche Kücken aussortiert. "Bedeutet, dass alle 3,5 Sekunden ein Hahnenkücken in Österreich getötet wird.", so der VGT. Mitglieder der Liste Pilz stellten nun eine parlamentarische Anfrage an die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, in dem es um die Tötung männlicher Küken geht. (Siehe Bildergalerie)

Werbegag: Moosdorfer Haushuhn

Nach viel Kritik von Konsumenten wurde in Österreich die Nutzung von sogenannten "Zweinutzungsrassen" beworben. Das sind männliche Küken die nicht gleich vergast, sondern noch gemästet werden, bevor man sie schlachtet. Voilá.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rob am 10.04.2018 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BIO ist wie man hier sieht kein Garant

    Das ist der Grund warum ich weder Händel noch Eier esse da alle treck am stecken haben ob Bio oder nicht alle sind auf Profit und zum Nachteil vom Tier

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  • Knut Randauch am 10.04.2018 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt denn der große

    Unterschied, ob die Küken gleich getötet werden und im Tierfutter landen, oder ob sie später getötet werden und auf unseren Tellern landen? Wenigstens bleibt ihnen die Legebatterie erspart. Die bei den Zuschauern sehr beliebten Greifvogel-Flugschauen sind dankbare Abnehmer von Eintagsküken. Von irgendwas müssen ja Habicht & Co. auch leben. Und wer den Werbefilmen mit den glücklichen "Ja-natürlich"-Tieren glaubt, der glaubt wahrscheinlich auch, daß das Fleisch im Kühlregal wächst.

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  • Fred von Jupiter am 11.04.2018 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bio-Betrug durch Konzernabhängigkeit

    Ein Bauer, der seine frei gehaltenen Tiere ausschließlich mit seinen eigenen ohne Kunstdünger erzeugten Agrarprodukten füttert, darf diese Tiere nicht Bio nennen. Nur wenn er Biofutter aus dem Chemiewerk kauft und verfüttert, darf er aufgrund des Biostempels auf der Futtermittelpackung und dem Bezugsnachweis mittels Rechnung seine Tiere Bio nennen. Kein Scherz!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • elke am 11.04.2018 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bio

    Ich hab meine eigenen Hühner und beste Eier alles andere stinkt. Ob Bio oder nicht alles Betrug und tierquälerei

  • Anyta am 11.04.2018 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Träumer

    Wo lebt ihr? Essen ja, da wird Bio, Vegan und sonst noch was propagiert und gegessen, und ihr glaubt wirklich das ist alles ok. Ihr lebt auf dem Mond, denn vom wirklichen Leben habt ihr keine Ahnung. Strom kommt ja auch aus der Steckdose!

  • Fred von Jupiter am 11.04.2018 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bio-Betrug durch Konzernabhängigkeit

    Ein Bauer, der seine frei gehaltenen Tiere ausschließlich mit seinen eigenen ohne Kunstdünger erzeugten Agrarprodukten füttert, darf diese Tiere nicht Bio nennen. Nur wenn er Biofutter aus dem Chemiewerk kauft und verfüttert, darf er aufgrund des Biostempels auf der Futtermittelpackung und dem Bezugsnachweis mittels Rechnung seine Tiere Bio nennen. Kein Scherz!

    • Knut Randauch am 11.04.2018 04:31 Report Diesen Beitrag melden

      Biobauer

      Eben aus diesem Grund hat der Biobauer meines Vertrauens aufgehört, Biobauer zu sein. Er wirtschaftet immer noch bio, seine Stammkunden bleiben ihm, aber er erspart sich Monsanto und die ganze EU-Dokumentation. Von ihm hole ich mir u.a. immer meine Martinigänse - lebend, vom Feld!

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  • Knut Randauch am 10.04.2018 22:34 Report Diesen Beitrag melden

    Witz

    Ein 8jähriges Kind in der Zoohandlung möchte ein Kaninchen. Fragt der Verkäufer: "Das graue wuscheligen, daß bunt gescheckte oder das mit den Hingehören?" Sagt das Kind: "Denken Sie nicht, daß das meiner Anakonda egal ist?"

  • Rob am 10.04.2018 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BIO ist wie man hier sieht kein Garant

    Das ist der Grund warum ich weder Händel noch Eier esse da alle treck am stecken haben ob Bio oder nicht alle sind auf Profit und zum Nachteil vom Tier

    • Knut Randauch am 10.04.2018 20:24 Report Diesen Beitrag melden

      Bio?

      Bio ist nie ein Garant. Der Stempel auf einem Ei ist die Farbe nicht wert, mit der er gedrückt ist.

    • Fred von Jupiter am 10.04.2018 23:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Rob

      Würdest du Händel essen, wäre das Leichenschändung, abgesehen davon, dass er wahrscheinlich nur noch aus Knochen besteht. Aber die ehemalige Kaiserhymne, heute Deutsche Hymne, weil die Piefke selbst keine komponieren können, ist wirklich gelungen.

    • JFfranz am 11.04.2018 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rob

      darum einfach hühner selber halten ;) da weis man was man Ihnen füttert und wie sie leben

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