Attacke gegen AfD-Fraktion

12. September 2018 16:34; Akt: 12.09.2018 16:34 Print

"Hass macht hässlich, schauen Sie in Spiegel"

Im deutschen Bundestag liefern sich AfD-Politiker einen harten Schlagabtausch mit Rednern anderer Fraktionen. Die Rechtspopulisten verlassen geschlossen den Saal.

Nach einer verbalen Attacke eines SPD-Politikers verlässt die AfD-Fraktion den Plenarsaal im deutschen Bundestag. (Video: Deutscher Bundestag)
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Die komplette AfD-Fraktion hat während der Generaldebatte im deutschen Bundestag am Mittwoch kurzfristig den Saal verlassen. Auslöser war die verbale Attacke von SPD-Politiker Johannes Kahrs. "Rechtsradikale in diesem Parlament sind unappetitlich", sagte der an die Adresse der Rechtsaußenpartei Alternative für Deutschland. "Hass macht hässlich, schauen Sie mal in den Spiegel."

Auf die Frage von Bundestagsvize Hans-Peter Friedrich (CDU), ob eine Zwischenfrage erlaubt sei, fragte Kahrs: "Von wem?" Sitzungsleiter Friedrich zeigte auf die Bank der AfD. "Von Rechtsradikalen brauche ich keine, danke", erwiderte Kahrs.

Woraufhin sich die Mitglieder der AfD unter lautem Protest von ihren Stühlen erhoben und den Plenarsaal verließen. Nach dem Ende von Kahrs' Rede kehrten die AfD-Abgeordneten wieder zurück. Von Friedrich kassierte der SPD-Politiker eine Rüge. Eine "solche Aggressivität" sei nicht zielführend. Kahrs solle sich mäßigen.

"Sie gehören auf den Misthaufen der deutschen Geschichte"

Zuvor hatte bereits der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz AfD-Fraktionschef Alexander Gauland scharf kritisiert. Er bediene sich in seinen Reden der tradierten "Mittel des Faschismus", so der Vorwurf. Schulz reagierte damit auf eine Rede Gaulands.

Der Fraktionschef der AfD hatte darin Straftaten von Asylbewerbern und Flüchtlingen aufgezählt und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Flüchtlingspolitik für die Polarisierung im Land verantwortlich gemacht.

Mit Blick auf Gaulands frühere Aussage, die zwölf Jahre des Nationalsozialismus seien im Verlauf der langen deutschen Geschichte nur ein "Vogelschiss", sagte der frühere Kanzlerkandidat: "Herr Gauland, die Menge von Vogelschiss ist ein Misthaufen. Und auf den gehören Sie in der deutschen Geschichte."

Es folgte lauter Beifall vieler Abgeordneter, schließlich erhoben sich zunächst Abgeordnete der Linken, dann auch von Grünen und SPD und applaudierten Schulz.

Nach der Intervention von Schulz erteilte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) Gauland das Wort. "Das ist nicht das Niveau, auf dem ich mich mit Ihnen auseinandersetze", sagte der AfD-Fraktionschef. "Das hat mit Faschismus überhaupt nichts zu tun, und das wissen Sie", sagte er weiter.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 12.09.2018 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wer noch die Sozen wählt,

    der ist ein Fremder, oder dem ist nicht zu helfen.

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  • Joe heute am 12.09.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hass auf AFD.

    ein so ein hass auf die AFD ist ja abnormal. ist für mich die einzige Partei die sich für die Inländer einsetzt. nicht umsonst wird die AFD Jahr zu Jahr und Wahl zu Wahl stärker.

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  • Wahr am 12.09.2018 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    Pezi

    Es hat nichts mit Hass zu tun, wennan keine Überfremdung will und sich darüber aufregt, dass Zuwanderer vom ersten Tag an gleich behandelt werden mit Einheimischen die ein Leben lang Steuern und Abgaben bezahlt haben! Wann geht das endlich in die depperten Gehirne so mancher???

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Deptslave am 13.09.2018 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Martin ihr müsst Martin rufen!

    Das sind Zustände wie in der Öffentlichen Schule , Vorbilder sehen anders aus.

  • Salomon am 13.09.2018 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hass? Von wem geht er aus?

    Ich zweifle an der Vernunft von einigen Linken. Denn wenn sie die ihrer Meinung nach Rechten mit übelsten und menschenverachtenden Ausdrücken beschimpfen und zu keiner sachlichen Diskussion fähig sind, so sind eigentlich die Linken die hasserfüllten Hasser, die mit allen Mitteln die Rechten ausgrenzen und nicht mit ihnen gemeinsam Leben wollen oder deren Meinungen respektieren. Genau dies, was sie den Rechten vorwerfen, machen eigentlich sie selbst!!

  • Kannitverstan am 13.09.2018 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komische Linke

    Was heutzutage mancher Genosse von sich gibt hat mit staatstragender Politik nichts mehr zu tun. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, scheint die neue Devise für Deutschland zu sein.

  • zachaeus am 13.09.2018 06:00 Report Diesen Beitrag melden

    Warum

    habe ich sofort an die Krampfemanzen (Roth, Künast, ...) gedacht? Irre.

  • Ernesto am 12.09.2018 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Die Aussage ist richtig,siehe Fr.Nahles Hr.Stegner,Hr.Kahrs.....