Mission "Aeolus"

23. August 2018 10:52; Akt: 23.08.2018 10:52 Print

Neuer Satellit wird Wetter-Prognose revolutionieren

"Aeolus", der griechische Gott der Winde, soll uns in Form eines Satelliten bald wesentlich bessere Wetterprognosen liefern.

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Der Satellit soll uns bald wesentlich bessere Wetterprognosen bescheren. Er wird Windgeschwindigkeiten auf der ganzen Welt messen und so vor allem die 5-7-Tage-Prognose "signifikant verbessern", glauben die Forscher.

Lange Vorbereitung
15 Jahre wurde geforscht und vorbereitet. Am Mittwoch war es endlich so weit: Der Wettersatellit "Aeolus" der europäischen Raumfahrtbehörde ESA ist ins All gestartet.

Der Start erfolgte 24 Stunden zu spät, am Mittwoch gegen 23.20 Uhr am südamerikanischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Eine Vega-Rakete hat den 1,4 Tonnen schweren Satelliten ins All transportiert.

300 Millionen Euro
300 Millionen Euro hat die Entwicklung des Satelliten gekostet. Die hoch komplizierte und extrem empfindliche Technik, die er an Bord hat, soll wichtige Erkenntnisse in Sachen Wetter liefern.

Start der "Aeolus" im Video

Windprofile
Mit Lasertechnologie, einem Spiegelteleskop und mehrere Lichtempfängern und -detektoren sollen Windgeschwindigkeitsprofile für die gesamte Erde erstellt und analysiert werden können.

"Aeolus" sendet dazu Licht in die Atmosphäre, wo es auf Luftmoleküle, Staubpartikel und Wassertröpfchen trifft. Das Licht, dass dann an den Satelliten zurückkommt, kann dieser auswerten und daraus die Geschwindigkeit der Luft ablesen. Dabei ist er extrem genau, bis auf einen Meter pro Sekunde.

Der Satellit hat ein dichtes Arbeitsprogramm. Er soll die täglichen Windmessungen weltweit um acht Prozent steigern. Seine Flughöhe von nur 320 Kilometern erlaubt ihm, erstmals die Windgeschwindigkeit von 30 Kilometern Höhe bis zum Boden zu messen. Und das rund um den Globus.

"Aeolus" beginnt demnächst mit den Messungen. Die ESA rechnet damit, dass die europäischen Wetterdienste schon innerhalb des ersten Jahres auf diese Daten zurückgreifen können.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heimatland am 23.08.2018 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildung, nicht Halbbildung vermitteln

    Immerhin wissen die HEUTE - Redakteure, wer Äolus ist, im Gegensatz zum Nachrichtensprecher in der ORF ZIB um 09:00,der sich offenbar mit dem Namen schwer tat und ihn als "A E Olus" aussprach. Dabei kann man doch heutzutage jeden Begriff googeln, wenn man ihn nicht kennt! (ich glaubte immer der ORF behauptet von sich er hätte einen Bildungsauftrag?!)

  • rudi am 23.08.2018 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    satellit

    da haben wir dann 1 satellit mehr für die unterschiedlichsten wetterberichte

Die neuesten Leser-Kommentare

  • rudi am 23.08.2018 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    satellit

    da haben wir dann 1 satellit mehr für die unterschiedlichsten wetterberichte

  • Heimatland am 23.08.2018 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildung, nicht Halbbildung vermitteln

    Immerhin wissen die HEUTE - Redakteure, wer Äolus ist, im Gegensatz zum Nachrichtensprecher in der ORF ZIB um 09:00,der sich offenbar mit dem Namen schwer tat und ihn als "A E Olus" aussprach. Dabei kann man doch heutzutage jeden Begriff googeln, wenn man ihn nicht kennt! (ich glaubte immer der ORF behauptet von sich er hätte einen Bildungsauftrag?!)