Florida

11. Oktober 2018 14:14; Akt: 11.10.2018 14:15 Print

Polizei räumt Flugzeug wegen Eichhörnchen

Eine Frau wollte den Nager als "emotionale Stütze" an Bord bringen. Der Streit um das Tier kostete Crew und Reisenden den letzten Nerv. Die Polizei musste eingreifen.

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Passagiere des Fluges 1612 nach Cleveland mussten am Dienstag stundenlang am Airport von Orlando im US-Bundesstaat Florida auf den Start warten. Die Polizei wurde alarmiert um eine gehbehinderte Frau aus dem Flugzeug zu eskortieren – wegen einem Eichhörnchen.

Die an einen Rollstuhl gefesselte Frau hatte laut Angaben der Fluglinie Frontier Airlines angegeben ein Assistenztier bei sich in der Kabine zu benötigen, jedoch mit keinem Wort erwähnt welcher Spezies ihr treuer Begleiter angehören würde. Als die Besatzung schließlich das Eichhörnchen entdeckten, kam es zum Streit.

Weil die Fluggesellschaft prinzipiell keine Nagetiere an Bord befördert, wurde die Passagierin auffordert, die Maschine umgehend zu verlassen. Doch die Frau weigerte sich solange, bis schließlich die Polizei eingreifen musste. Die streithafte Passagierin wurde inklusive ihrer "emotionalen Stütze" von Bord eskortieren. Tosender Beifall der genervten Reisenden war die Folge, der von der Frau nur mit einem verbitterten Stinkefinger quittiert wurde.

Assistenztiere bei Flugreisen sind in den USA nicht unüblich, alleine United Airlines verzeichnete 2017 bereits 76.000 Fälle. Die tierischen Begleiter werden allerdings immer exotischer: "Kunden haben schon versucht mit Truthähnen, Kurzkopfgleitbeutler (sogenannten Sugar Gliders), Schlangen, Spinnen und ähnliches zu ihrer Beruhigung an Bord zu nehmen", hatte Delta Airlines bereits im Jänner mitgeteilt. Viele Fluglinien verschärfen jetzt ihre Bestimmungen für Assistenztiere. Frontier Airlines etwa erlaubt ab 1. November nur noch Hunde und Katzen in der Kabine.

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(red)

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