Posting polarisiert

09. Februar 2018 07:25; Akt: 09.02.2018 08:03 Print

Rechtsextreme attackieren ganze Schulklasse

Das Foto einer Schweizer Schulklasse wird derzeit auf Facebook heiß diskutiert. Die Stadt Zürich prüft rechtliche Schritte.

Dieses Dokument einer Stadtzürcher Klasse kursiert seit Donnerstag auf Facebook. (Bild: Screenshot Facebook)

Dieses Dokument einer Stadtzürcher Klasse kursiert seit Donnerstag auf Facebook. (Bild: Screenshot Facebook)

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Auf Facebook spotten diverse Nutzer derzeit über das Foto einer Schweizer Schulklasse. Grund: Von 18 Schülerinnen und Schüler habe es nur einen Buben mit einem "richtigen Schweizer Namen und Aussehen". Alle Kinder sind klar erkennbar und mit vollem Namen angeschrieben.

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Eine empörte Nutzerin meldete sich deswegen am Donnerstag bei "20 Minuten": "Ich bin absolut entsetzt, dass unschuldige Kinder für rechte Ansichten und Kommentare an der rassistischen Grenze hinhalten müssen." Sie habe alle Personen, die den Post geteilt haben, umgehend gelöscht und wolle nie wieder etwas mit diesen Menschen zu tun haben. "Ich hoffe, dass es eine Möglichkeit gibt, dass die Kinder oder die Schule rechtlich gegen diese Personen vorgehen können", so die Leserin.

Politiker hat Foto gepostet

Wie "20 Minuten" berichtet, sind die Bilder Teil eines schulinternen Dokuments. Bei der Stadt Zürich hat man bereits Kenntnis über die Aktivitäten auf Facebook: "Dieser völlig unsachliche Facebook-Post hat uns sehr betroffen gemacht", sagt Marc Caprez, Leiter Kommunikation Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich. Die Kinder hätten einen Anspruch auf Privatsphäre und vor allem auch auf den gesetzlich vorgesehenen Persönlichkeitsschutz.

Unter anderem hat auch Rafael Rotzer von der rechtsextremen Pnos-Partei das Bild auf Facebook gepostet. "Wir haben Raphael Rotzer aufgefordert, den Post innerhalb 24 Stunden zu entfernen, und prüfen rechtliche Schritte", so Caprez.

"Es heißt ja nicht, dass alle kriminell sind"

Inzwischen hat Rotzer das Foto gelöscht. "Es war nicht meine Absicht, die Kinder auf dem Bild zu diskriminieren, sondern aufzuzeigen, wie es an Schulen in unserem Land aussieht", schreibt er auf Facebook. Das sagt auch Pnos-Sprecher Dominic Lüthard auf Anfrage: "Mit dem Post wollte man einfach grundsätzlich die Entwicklung der Gesellschaft aufzeigen und hinterfragen." Die Kinder sollen auch nicht verurteilt werden. "Es heißt ja nicht, dass alle kriminell sind", so Lüthard.

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(wed)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 09.02.2018 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Traurig wenn das die neuen schweizer schulklassen sind aber in wien schauts auch ned besser aus. Sehr traurig

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  • Gerhard am 09.02.2018 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rassismus?

    Warum wird das Aufzeigen der bitteren Wahrheit, dass wir uns langsam "abschaffen" ständig als Rassismus tituliert?

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  • Marlene am 09.02.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich kann es verstehen

    Ich kann es nachvollziehen, er wollte es öffentlich machen, um die Leute aufzuklären! Allerdings gehören die Namen der Kinder nicht vollständig genannt. Bei uns ist es nicht anders!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mia am 09.02.2018 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    es ist halt leider Tatsache. Was ist daran falsch ?

  • Kritischer Geist am 09.02.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    niemand hat ...

    Niemand hat es gegen diese Kinder persönlich. So wie niemand etwas gegen das Neujahrsbaby hatte, das von einer Kopftuch tragenden Muslima geboren wurde. Aber diese Symptome einer völlig verfehlten Zuwanderungspolitik werten die meisten Menschen nunmal als zunehmende Bedrohung, was man angesichts der hoheren Kriminalitätsrate unter gewissen Migrantengruppen, zunehmendem islamischen Terrorismus und sich allmählich erschöpfenden Sozialtöpfen durchaus verstehen kann. Diese Probleme ständig auszublenden bringt jedenfalls GAR NICHTS.

  • Pat am 09.02.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Aber die Tatsache, dass von 18 Schüler/innen nur ein Schweizer dabei ist, gibt mir schon zu denken!

  • Censorship am 09.02.2018 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kann man auch anders..

    Stimmt ist wirklich unnötig... Man kann auf Missstände auch anders hinweisen, ohne unschuldige zu diskreditieren... Allerdings, war der Aufschrei nicht so groß, als man lapidar berichtete, dass in Deutschland ein jüdischer Schüler den Hintereingang benutzen muss, in den Pausen isoliert wird, weil rassistische, antisemitische Mitschüler ihn bedrohen... Was ist nun schlimmer, ein Foto im Internet, oder geduldeter Antisemitismus?

    • Hans am 09.02.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      Was???

      Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Zwei völlig voneinander getrennte Vorgänge, sogar noch in zwei unterschiedlichen Staaten.

    • Censorship am 09.02.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Hans

      "Was hat das eine mit dem anderen zu tun? " Die geheuchelte "Empörung" der Gutmenschenmoralisten?? ;) Falsch ist dieser Fall allemal, aber schlimmer ist offen praktizierter Antisemitismus.. Für mich zumindest...

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  • Marlene am 09.02.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich kann es verstehen

    Ich kann es nachvollziehen, er wollte es öffentlich machen, um die Leute aufzuklären! Allerdings gehören die Namen der Kinder nicht vollständig genannt. Bei uns ist es nicht anders!!!