Deutschland

09. Februar 2018 16:26; Akt: 09.02.2018 16:40 Print

Schulz ist Geschichte, an Merkels Sessel wird gesägt

Die Große Koalition in Deutschland fordert Opfer. SPD-Chef Schulz wird nicht Außenminister, Merkel wird scharf kritisiert.

Merkel und Schulz müssen für die Koalitionsverhandlungen büßen. (Bild: Reuters)

Merkel und Schulz müssen für die Koalitionsverhandlungen büßen. (Bild: Reuters)

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Zwei Tage nach der Vorstellung der schwarz-roten Koalition in Deutschland verzichtet der scheidende SPD-Vorsitzende Martin Schulz auf das Amt des Außenministers. Durch die Debatte um seine Person sehe er das SPD-Mitgliedervotum über die große Koalition "gefährdet“, schrieb Schulz am Freitag in einer Pressemitteilung. "Daher erkläre ich hiermit meinen Verzicht auf den Eintritt in die Bundesregierung.“

Die SPD-Spitze und ganz besonders der scheidende Außenminister Sigmar Gabriel hatten auf den Schulz-Rücktritt gedrängt. Gabriel warf Schulz sogar "Wortbruch“ vor und zeigte sich "enttäuscht" von der mangelnden Wertschätzung durch die eigene Partei.

Wer wird jetzt Außenminister?

Daraufhin sagte der Sprecher des konservativen Flügels in der SPD, Johannes Kahrs: "Gabriel sollte Außenminister bleiben. Alles andere würde ich jetzt nicht mehr verstehen." Die ehemalige Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann rügte hingegen via Twitter ihre männlichen Genossen: "Sagt Bescheid, wenn dieser Männerzirkus vorbei ist. Ich hab's satt.“ Bis zum späten Freitag Nachmittag war allerdings noch keine Entscheidung gefallen.

Auch Merkel steht unter Druck

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gerät unter Druck durch die eigene Partei. Sie habe zu viele Ressorts an die SPD gehen lassen. Besonders das Finanzressort hätte Merkel niemals den Genossen überlassen dürfen, klagt die CDU.

Der Ex-Fraktionschef Friedrich Merz meldete fassungslos: "Wenn die CDU diese Demütigung auch noch hinnimmt, dann hat sie sich selbst aufgegeben.“ Der Außenpolitiker Norbert Röttgen assistierte: "Die CDU ist damit innerhalb des Regierungsapparats strukturell geschwächt und verliert an Einfluss.“

"Abnutzungserscheinungen"

Baden-Württembergs CDU-Agrarminister Peter Hauk sprach sich gleich für einen Wechsel an der CDU-Spitze "in absehbarer Zeit“ aus: "Merkel sollte die Zeichen der Zeit erkennen und einen Übergang in dieser Legislaturperiode schaffen". Nach über 15 Jahren gebe es "gewisse mediale Abnutzungserscheinungen".

Auch die CDU-Parteijugend muckt auf. "Die Unzufriedenheit ist sehr groß an der Basis", sagte der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak. "Es brodelt eigentlich an allen Stellen." Die "guten Erfolge des Koalitionsvertrages" würden aus Ziemiaks Sicht "überlagert vom ungerechtfertigten Ergebnis der Ressortverteilung". Der CDU-Abgeordnete Michael von Abercron legte nach: "Die Autorität der Kanzlerin ist nicht nur innerhalb der Partei erschüttert, sondern auch in ihrer Amtsführung als Regierungschefin."

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SockenRambo am 09.02.2018 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hinfort mit ihr..

    Merkel muss weg.. still und heimlich soll sie sich verziehen.. auf ihre gerechte Strafe, für die beinahe Zerstörung der europäischen Kultur, müssen wir sicher noch 10 Jahre warten!

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  • emmi33 am 09.02.2018 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oft sind Frauen gscheida

    Aber nicht unbedingt die deutsche Mutti...

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  • ehklar am 09.02.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Wenn GroKo, dann ohne Merkel und ohne Schultz!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Raphael am 11.02.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Politiker unmöglich!

    Wenn Deutschland nicht die großen Wirtschaftskonzerne wie Daimler, BASF, usw. hätte, die das Steuergeld erwirtschaften, wäre Deutschland pleite und ein Entwicklungsland dank der unfähigen Politiker Merkel und co.

  • kreereiwa am 10.02.2018 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Merkels einziges Ínteresse ...

    ist doch nur Kanzlerin zu bleiben, alles andere ist ihr wurscht.

  • Seitenblick am 10.02.2018 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Die Förderin

    Beide sind Geschichte. Omi weiss es nur noch nicht. Immerhin sie wird in die Geschichte eingehen als Verantwortliche für den Niedergang des Westens, der Förderung des Islam, als alleinige Weltreligion.

  • AuchneMeinung am 10.02.2018 05:48 Report Diesen Beitrag melden

    für Mutti wird es am Besten sein,

    wenn sie sich schon mal auf die Zeit nach der Machtgeilheit einstellt! Sollte sie in D anschließend bleiben, kann sie als Privatperson nur mehr unterirdisch und strengstens bewacht herumgehen! Aber sie könnte es ja, wie einst der Honecker machen! Und zum Schulz braucht man nix mehr sagen!

    • AndereMeinung am 10.02.2018 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @AuchneMeinung

      Hallo, was soll das? Die Wähler haben Frau Merkel zum 4. mal an este Stelle gewählt! Das undemokratische Verhalten hier müßte sich wenn schon überhaupt notwendig, gegen die Wähler richten, nicht gegen die Gewählte.

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  • Erna am 10.02.2018 03:13 Report Diesen Beitrag melden

    Vergesst Eure Wähler nicht!!!!

    Hallo, Ihr dort in Berlin ! Habt Ihr Euer Volk vergessen ? Das hatten wir doch schon einmal und wollten es nie wieder haben. Also schnellstens weg mit Euch. Ob aber die Nachfolger besser sind , da habe ich so meine Zweifel.Sie wären eben nur noch nicht so abgenutzt.